Di, 07:55 Uhr
07.08.2007
Keine berauschenden Zahlen
Nordhausen (nnz). Zu einem Klubgespräch hatte der Vorstand des Nordhäuser Unternehmerverbandes (NUV) am Freitag vergangener Woche erstmals in die neuen Konferenzräume der Kreissparkasse Nordhausen eingeladen. Dabei standen Zahlen, Prozente und Analysen im Mittelpunkt.
KSK-Vorstandsvorsitzender Dieter Przybilla begrüßte die zahlreich anwesenden Unternehmer und stellte kurz das Geldinstitut vor. Ausgehend von der über 165jährigen Geschichte des Geldhauses verwies Przybilla auf Zahlen und Fakten der aktuellen Zeit. So empfehle sich die Kreissparkasse vor allem dem Mittelstand in Nordhausen.
NUV-Vorsitzender Hans-Joachim Junker bedankte sich für die Einladung und begrüßte denn auch zwei neue Mitglieder im Nordhäuser Unternehmerverband. Das sind die Firmen Otto Logistik sowie die Sinoi GmbH.
Referentin Hase-Lerch (Foto: nuv)
Im Mittelpunkt des Klubgesprächs stand jedoch ein Standortvergleich zwischen dem Landkreis Nordhausen und den anderen Landkreisen bzw. kreisfreien Städten Thüringen. Dr. Cornelia Hase-Lerch von der Industrie- und Handelskammer in Erfurt präsentierte den Unternehmern eine Standortanalyse, die die Kammer im Jahr 2004 erhoben hatte. Damals waren die befragten Unternehmen vor allem mit dem wirtschaftspolitischen Klima, aber auch mit den hohen Kosten für Wasser und Abwasser in Nordhausen sowie im Landkreis unzufrieden.
Für sehr wichtig erachteten sie zum Beispiel die Verkehrsanbindung der Region, eher unwichtig – so das Ergebnis der Umfrage – sind die so genannten weichen Standortfaktoren, sie spielen für eine Standortentscheidung eine eher untergeordnete Rolle.
Von der IHK-Vertreterin wurde ebenfalls das Ergebnis einer Befragung zur Wirtschaftsfreundlichkeit der Verwaltung dargestellt. Hier gebe es seitens der Verwaltungen noch erheblichen Nachholbedarf, so das Ergebnis. Zum Beispiel sind 57 Prozent der Unternehmen mit der Eigeninitiative der Verwaltungsmitarbeiter im Landkreis Nordhausen unzufrieden, hinsichtlich der Stadtverwaltung Nordhausen sind es immerhin noch 31 Prozent. Ein Beispiel dafür sind noch immer die für Unternehmer unfreundlichen Öffnungszeiten der KfZ-Zulassungsstelle des Landratsamtes.
Ein letztes Thema des Vortrags von Dr. Cornelia Hase-Lerch war die Regionalanalyse des vergangenen Jahres. Insgesamt belegt der Landkreis Nordhausen demnach den neunten Platz von elf Landkreisen und kreisfreien Städten im Erfurter Kammerbezirk. Ein Ergebnis, das nicht befriedigen kann.
In der anschließenden Diskussion wurde letztlich auch Kritik an der Landesregierung laut. Nicht nur der Landkreis Nordhausen sei am Ende des Rankings zu finden, auch die anderen Nordthüringer Landkreise würden gemeinsam das Schlußlicht bilden. Da gehe es um eine gesamte Region, die eine stärkere Unterstützung erfahren muß. Deshalb soll der Druck auf die Landesregierung aber auch auf die kommunalen Verwaltungen und deren politisch Agierende verstärkt werden. In erster Linie gehe es um die Realisierung von wichtigen Infrastrukturprojekten wie der Fertigstellung der A 38, dem Bau der B 243n oder der Erweiterung der B 4 von Nordhausen nach Sondershausen.
Autor: nnzKSK-Vorstandsvorsitzender Dieter Przybilla begrüßte die zahlreich anwesenden Unternehmer und stellte kurz das Geldinstitut vor. Ausgehend von der über 165jährigen Geschichte des Geldhauses verwies Przybilla auf Zahlen und Fakten der aktuellen Zeit. So empfehle sich die Kreissparkasse vor allem dem Mittelstand in Nordhausen.
NUV-Vorsitzender Hans-Joachim Junker bedankte sich für die Einladung und begrüßte denn auch zwei neue Mitglieder im Nordhäuser Unternehmerverband. Das sind die Firmen Otto Logistik sowie die Sinoi GmbH.
Referentin Hase-Lerch (Foto: nuv)
Im Mittelpunkt des Klubgesprächs stand jedoch ein Standortvergleich zwischen dem Landkreis Nordhausen und den anderen Landkreisen bzw. kreisfreien Städten Thüringen. Dr. Cornelia Hase-Lerch von der Industrie- und Handelskammer in Erfurt präsentierte den Unternehmern eine Standortanalyse, die die Kammer im Jahr 2004 erhoben hatte. Damals waren die befragten Unternehmen vor allem mit dem wirtschaftspolitischen Klima, aber auch mit den hohen Kosten für Wasser und Abwasser in Nordhausen sowie im Landkreis unzufrieden. Für sehr wichtig erachteten sie zum Beispiel die Verkehrsanbindung der Region, eher unwichtig – so das Ergebnis der Umfrage – sind die so genannten weichen Standortfaktoren, sie spielen für eine Standortentscheidung eine eher untergeordnete Rolle.
Von der IHK-Vertreterin wurde ebenfalls das Ergebnis einer Befragung zur Wirtschaftsfreundlichkeit der Verwaltung dargestellt. Hier gebe es seitens der Verwaltungen noch erheblichen Nachholbedarf, so das Ergebnis. Zum Beispiel sind 57 Prozent der Unternehmen mit der Eigeninitiative der Verwaltungsmitarbeiter im Landkreis Nordhausen unzufrieden, hinsichtlich der Stadtverwaltung Nordhausen sind es immerhin noch 31 Prozent. Ein Beispiel dafür sind noch immer die für Unternehmer unfreundlichen Öffnungszeiten der KfZ-Zulassungsstelle des Landratsamtes.
Ein letztes Thema des Vortrags von Dr. Cornelia Hase-Lerch war die Regionalanalyse des vergangenen Jahres. Insgesamt belegt der Landkreis Nordhausen demnach den neunten Platz von elf Landkreisen und kreisfreien Städten im Erfurter Kammerbezirk. Ein Ergebnis, das nicht befriedigen kann.
In der anschließenden Diskussion wurde letztlich auch Kritik an der Landesregierung laut. Nicht nur der Landkreis Nordhausen sei am Ende des Rankings zu finden, auch die anderen Nordthüringer Landkreise würden gemeinsam das Schlußlicht bilden. Da gehe es um eine gesamte Region, die eine stärkere Unterstützung erfahren muß. Deshalb soll der Druck auf die Landesregierung aber auch auf die kommunalen Verwaltungen und deren politisch Agierende verstärkt werden. In erster Linie gehe es um die Realisierung von wichtigen Infrastrukturprojekten wie der Fertigstellung der A 38, dem Bau der B 243n oder der Erweiterung der B 4 von Nordhausen nach Sondershausen.



