Mi, 10:45 Uhr
20.02.2002
JS-special: Öko-Unsinn?
Nordhausen (nnz). Wie nnz am 16. Februar berichtete, prüft derzeit die Bundesregierung die Einführung eines Ökolabels für strahlungsarme Handys. Den aus dem Bundesumweltministerium gekommenen Vorschlag bezeichnete der Branchenverband Bitkom als Unsinn. Das Ministerium reagierte prompt.
Es begrüßt die grundsätzliche Bereitschaft der Handy-Hersteller, sich - wenn auch mit Widerwillen - einem Ökolabel für strahlungsarme Geräte nicht zu verweigern. Der Sprecher des Hauses Trittin, Michael Schrören, weist jedoch die Kritik des Branchenverbandes Bitkom an dem Siegel als unbegründet und kundenfern zurück. Was die Mobilfunker derzeit nicht gebrauchen könnten, sei Arroganz gegenüber Verbrauchern, die etwa als Eltern ein begreifliches Interesse daran haben, für ihre Kinder besonders strahlungsarme Geräte zu erwerben, betont Schrören. Ein Label sei schon deshalb sinnvoll, weil es die Tendenz stoppen könnte, dass die meisten neueren Geräte jeweils höhere Strahlungswerte auswiesen als unmittelbare Vorgängermodelle.
Die Hersteller seien gut beraten, ihren Widerstand gegen die Einführung aufzugeben. Nur wer mitmache, könne auch mitreden. Zudem sei die Warnung vor einer technischen Isolation Deutschlands unbegründet. So habe die schwedische Arbeitsschutzorganisation TCO, deren Monitor-Label international etabliert ist, Pläne für ein Handy-Siegel vorgestellt. Es umfasst Umwelt- und Ergonomie-Aspekte.
Autor: nnzEs begrüßt die grundsätzliche Bereitschaft der Handy-Hersteller, sich - wenn auch mit Widerwillen - einem Ökolabel für strahlungsarme Geräte nicht zu verweigern. Der Sprecher des Hauses Trittin, Michael Schrören, weist jedoch die Kritik des Branchenverbandes Bitkom an dem Siegel als unbegründet und kundenfern zurück. Was die Mobilfunker derzeit nicht gebrauchen könnten, sei Arroganz gegenüber Verbrauchern, die etwa als Eltern ein begreifliches Interesse daran haben, für ihre Kinder besonders strahlungsarme Geräte zu erwerben, betont Schrören. Ein Label sei schon deshalb sinnvoll, weil es die Tendenz stoppen könnte, dass die meisten neueren Geräte jeweils höhere Strahlungswerte auswiesen als unmittelbare Vorgängermodelle.
Die Hersteller seien gut beraten, ihren Widerstand gegen die Einführung aufzugeben. Nur wer mitmache, könne auch mitreden. Zudem sei die Warnung vor einer technischen Isolation Deutschlands unbegründet. So habe die schwedische Arbeitsschutzorganisation TCO, deren Monitor-Label international etabliert ist, Pläne für ein Handy-Siegel vorgestellt. Es umfasst Umwelt- und Ergonomie-Aspekte.

