Di, 19:30 Uhr
19.02.2002
Zeugnis gegen Unmenschlichkeit
Nordhausen (nnz). Das Leben der Anne Frank dokumentiert jetzt eine Ausstellung im Nordhäuser Rathaus. nnz war bei der heutigen Eröffnung dabei.
Die Geschichte der Anne Frank ist kein Buch mit sieben Siegeln, sondern authentisch, nachlesbar und eindringlich geschildert. Mit der neuen Ausstellung Anne Frank - eine Geschichte für heute im Bürgersaal des Nordhäuser Rathauses werden der Schmerz, das Leiden, aber auch schöne Momente aus ihrem Leben gezeigt. Durch ihr Tagebuch erfährt jeder Besucher, was Anne Frank fühlte, dachte, aber auch, was ihr Grauenhaftes widerfuhr. Die schwere Zeit unter der Hitler-Diktatur, der Kampf um Gleichheit, Toleranz, Demokratie für alle Menschen in der Welt schärften ihre Sinne.
In dieser Zeit, als Rassismus, Faschismus, Antisemitismus und Rassenwahn jegliche Normalität verstummen ließ, war ihr Tagebuch das wichtigste Dokument und ist für uns heute das Sprachrohr aus einer unvergessenen schrecklichen Zeit. Zu dem Inhalt der Ausstellung erklärte Thomas Heppener, Beauftragter des Anne Frank Zentrums: Wir berichten über Anne Frank, der Shoah und der Verfolgung im Dritten Reich. Wir erzählen speziell diese eine Geschichte, auch wenn wir sechs Millionen Geschichten erzählen müssten. Aber Anne Frank hat es sehr schön in ihrem Tagebuch beschrieben und ist damit ein direktes Zeitzeugnis.
Die Ausstellung, welche heute feierlich von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) eingeweiht wurde, macht aufmerksam auf den respektvollen Umgang mit den Unterschieden aller Menschen. Barbara Rinke: Diese Ausstellung ist auch etwas Besonderes für das Neue Rathaus. Ende der 20er Jahre gebaut, fand man später einmal eine Schatulle, dessen Inhalt den Geist dieser Zeit widerspiegelt. Nicht nur Jugendliche, sondern auch Erwachsene sollten sich diese Ausstellung nicht entgehen lassen. Ausdrücklich wies die Oberbürgermeisterin auch noch einmal auf die derzeitigen Zustände hin. Man solle nicht wegsehen, wenn rechtsradikale Parolen, Schmierereien oder ähnliche Dinge passieren.
In Deutschland ist die Ausstellung bisher von fast 250.000 Besuchern in 54 Städten gesehen worden. Sie wird vom Bundesjugendministerium unterstützt und hat international einen großen Erfolg. Die Nordhäuser Bürger können bis Ende März das Leben der Anne Frank in Bildern und Texten im Neuen Rathaus besichtigen.
Autor: vf
Die Geschichte der Anne Frank ist kein Buch mit sieben Siegeln, sondern authentisch, nachlesbar und eindringlich geschildert. Mit der neuen Ausstellung Anne Frank - eine Geschichte für heute im Bürgersaal des Nordhäuser Rathauses werden der Schmerz, das Leiden, aber auch schöne Momente aus ihrem Leben gezeigt. Durch ihr Tagebuch erfährt jeder Besucher, was Anne Frank fühlte, dachte, aber auch, was ihr Grauenhaftes widerfuhr. Die schwere Zeit unter der Hitler-Diktatur, der Kampf um Gleichheit, Toleranz, Demokratie für alle Menschen in der Welt schärften ihre Sinne. In dieser Zeit, als Rassismus, Faschismus, Antisemitismus und Rassenwahn jegliche Normalität verstummen ließ, war ihr Tagebuch das wichtigste Dokument und ist für uns heute das Sprachrohr aus einer unvergessenen schrecklichen Zeit. Zu dem Inhalt der Ausstellung erklärte Thomas Heppener, Beauftragter des Anne Frank Zentrums: Wir berichten über Anne Frank, der Shoah und der Verfolgung im Dritten Reich. Wir erzählen speziell diese eine Geschichte, auch wenn wir sechs Millionen Geschichten erzählen müssten. Aber Anne Frank hat es sehr schön in ihrem Tagebuch beschrieben und ist damit ein direktes Zeitzeugnis.
Die Ausstellung, welche heute feierlich von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) eingeweiht wurde, macht aufmerksam auf den respektvollen Umgang mit den Unterschieden aller Menschen. Barbara Rinke: Diese Ausstellung ist auch etwas Besonderes für das Neue Rathaus. Ende der 20er Jahre gebaut, fand man später einmal eine Schatulle, dessen Inhalt den Geist dieser Zeit widerspiegelt. Nicht nur Jugendliche, sondern auch Erwachsene sollten sich diese Ausstellung nicht entgehen lassen. Ausdrücklich wies die Oberbürgermeisterin auch noch einmal auf die derzeitigen Zustände hin. Man solle nicht wegsehen, wenn rechtsradikale Parolen, Schmierereien oder ähnliche Dinge passieren. In Deutschland ist die Ausstellung bisher von fast 250.000 Besuchern in 54 Städten gesehen worden. Sie wird vom Bundesjugendministerium unterstützt und hat international einen großen Erfolg. Die Nordhäuser Bürger können bis Ende März das Leben der Anne Frank in Bildern und Texten im Neuen Rathaus besichtigen.

