Di, 08:09 Uhr
19.02.2002
nnz-Rückspiegel: 19. Februar 2001
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden. Heute:
Stellenplan im Landratsamt, Hoffnung für Deusa?
27 Überschreitungen im Stellenplan des Landratsamtes
Nach Ansicht Mitgliedes der CDU-Fraktion, Jürgen Hohberg, sollen zwischen 1995 und 2000 in der Kreisverwaltung lediglich neun Stellen eingespart worden sein. Das sind im Bezug auf alle Angestellten- und Beamtenstellen der Kreisverwaltung nur 2,3 Prozent - und das in fünf Jahren. Noch immer seien im Sozialamt 31,9 VbE im Stellenplan enthalten. Hier sei bereits mehrfach angemerkt worden, daß die sehr arbeitsintensive Aufgabe der örtlichen Sozialhilfe für rund 90.000 Einwohner bei den kreisangehörigen Gemeinden angesiedelt sei. Auch in der Schulverwaltung sei es zu keinem Stellenabbau seit 1994 gekommen. Gab es im Jahr 1994 noch 53 Schulen und Kindereinrichtungen der unterschiedlichsten Formen, so sind es in diesem Jahr nur noch 26.
Hohberg kritisiert in seiner Personalanalyse auch die Besetzung des Amtes für Liegenschaften und die Liegenschaftsverwaltung. Hier soll eine Aufstockung des Personals von 12 VbE (1994) auf 16,88 VbE in diesem Jahr stattgefunden haben. Und das, obwohl durch den Neubau des Landratsamtes und Privatisierungen zahlreiche Immobilien aufgegeben wurden. Eine ähnlich Entwicklung mit negativen Folgen für die Personalkosten machte Hohberg auch im Bereich des Gewerbeamtes aus.
Und schließlich setzt der Sollstedter Bürgermeister auch bei der Bezahlung der Angestellten des Landratsamtes den Finger auf die Finanzwunde. Zahlreiche Stelleninhaber seien nicht entsprechend des Stellenplanes eingruppiert, vorwiegend in den Vergütungsgruppen Vb bis Ia. Da soll es nach seinen Recherchen 27 Überschreitungen gegeben haben, die nur zum Teil darin begründet liegen, daß Beamtenstellen mit Angestellte besetzt seien. Landrat Joachim Claus (CDU) wird mit einigen Tischvorlagen morgen Vorschläge zur weiteren Konsolidierung des Haushaltes machen. Ob darin auch die Einsparung bei Personalkosten vorgesehen ist?
Deusa: Glimmt da ein kleiner Hoffnungsfunke?
Alle Seiten haben bis nächsten Mittwoch eine Stillhaltevereinbarung abgeschlossen, so beschrieb Insolvenzverwalter Carsten Bloss das Ergebnis des heutigen Tages. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Nach nnz-Informationen könnte diese Vereinbarung als ein vorsichtig positives Zeichen gewertet werden. In den nächsten Tagen werde es in dem Unternehmen auch keine Betriebsversammlung geben. Hinter den Kulissen wird weiter fieberhaft nach einer Lösung für die Deusa gesucht. Die war am Wochenende in Frage gestellt, nach dem die Deutsche Verkehrsbank AG als Grundschuld- und damit Hauptgläubigerin das einzig existente Kaufangebot für die Deusa als zu gering abgelehnt hatte. Insolvenzverwalter Carsten Bloss erhofft sich - ausgehend von der heutigen Sitzung des Gläubigerausschusses - weitere Entscheidungen, die letztlich in die richtige Richtung weisen würden. Und die Richtung ist für Bloss eigentlich klar. Die 106 Arbeitsplätze in Bleicherode dürfen einem reinen Rechenexempel nicht geopfert werden.
Autor: nnzStellenplan im Landratsamt, Hoffnung für Deusa?
27 Überschreitungen im Stellenplan des Landratsamtes
Nach Ansicht Mitgliedes der CDU-Fraktion, Jürgen Hohberg, sollen zwischen 1995 und 2000 in der Kreisverwaltung lediglich neun Stellen eingespart worden sein. Das sind im Bezug auf alle Angestellten- und Beamtenstellen der Kreisverwaltung nur 2,3 Prozent - und das in fünf Jahren. Noch immer seien im Sozialamt 31,9 VbE im Stellenplan enthalten. Hier sei bereits mehrfach angemerkt worden, daß die sehr arbeitsintensive Aufgabe der örtlichen Sozialhilfe für rund 90.000 Einwohner bei den kreisangehörigen Gemeinden angesiedelt sei. Auch in der Schulverwaltung sei es zu keinem Stellenabbau seit 1994 gekommen. Gab es im Jahr 1994 noch 53 Schulen und Kindereinrichtungen der unterschiedlichsten Formen, so sind es in diesem Jahr nur noch 26.
Hohberg kritisiert in seiner Personalanalyse auch die Besetzung des Amtes für Liegenschaften und die Liegenschaftsverwaltung. Hier soll eine Aufstockung des Personals von 12 VbE (1994) auf 16,88 VbE in diesem Jahr stattgefunden haben. Und das, obwohl durch den Neubau des Landratsamtes und Privatisierungen zahlreiche Immobilien aufgegeben wurden. Eine ähnlich Entwicklung mit negativen Folgen für die Personalkosten machte Hohberg auch im Bereich des Gewerbeamtes aus.
Und schließlich setzt der Sollstedter Bürgermeister auch bei der Bezahlung der Angestellten des Landratsamtes den Finger auf die Finanzwunde. Zahlreiche Stelleninhaber seien nicht entsprechend des Stellenplanes eingruppiert, vorwiegend in den Vergütungsgruppen Vb bis Ia. Da soll es nach seinen Recherchen 27 Überschreitungen gegeben haben, die nur zum Teil darin begründet liegen, daß Beamtenstellen mit Angestellte besetzt seien. Landrat Joachim Claus (CDU) wird mit einigen Tischvorlagen morgen Vorschläge zur weiteren Konsolidierung des Haushaltes machen. Ob darin auch die Einsparung bei Personalkosten vorgesehen ist?
Deusa: Glimmt da ein kleiner Hoffnungsfunke?
Alle Seiten haben bis nächsten Mittwoch eine Stillhaltevereinbarung abgeschlossen, so beschrieb Insolvenzverwalter Carsten Bloss das Ergebnis des heutigen Tages. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Nach nnz-Informationen könnte diese Vereinbarung als ein vorsichtig positives Zeichen gewertet werden. In den nächsten Tagen werde es in dem Unternehmen auch keine Betriebsversammlung geben. Hinter den Kulissen wird weiter fieberhaft nach einer Lösung für die Deusa gesucht. Die war am Wochenende in Frage gestellt, nach dem die Deutsche Verkehrsbank AG als Grundschuld- und damit Hauptgläubigerin das einzig existente Kaufangebot für die Deusa als zu gering abgelehnt hatte. Insolvenzverwalter Carsten Bloss erhofft sich - ausgehend von der heutigen Sitzung des Gläubigerausschusses - weitere Entscheidungen, die letztlich in die richtige Richtung weisen würden. Und die Richtung ist für Bloss eigentlich klar. Die 106 Arbeitsplätze in Bleicherode dürfen einem reinen Rechenexempel nicht geopfert werden.

