Mi, 13:25 Uhr
11.07.2007
Bestandsschutz nutzen
Nordhausen (nnz). Zum 1. Januar 2009 wird die Abgeltungssteuer eingeführt. Was das für Anleger bedeutet und warum dies nun der richtige Zeitpunkt ist, die eigenen Vermögensanlagen zu prüfen, erläutert Rolf Barke, Investmentexperte der Kreissparkasse Nordhausen in einem nnz-Interview.
Barke (Foto: nnz)
nnz: Herr Barke, nach langen Verhandlungen ist nun klar: Die Abgeltungssteuer kommt. Was sind die wichtigsten Änderungen, die Privatanleger beachten müssen?
Barke: Einkünfte aus Kapitalvermögen werden ab 2009 einheitlich mit 25 Prozent besteuert. Das gilt also beispielsweise für Zinsen, Dividenden oder Erträge aus Investmentfonds und Zertifikaten sowie für Kursgewinne aus der Veräußerung privater Kapitalanlagen – ausgenommen Immobilien. Zugleich entfällt die so genannte Spekulationsfrist: Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften sind ab 2009 unabhängig von der Anlagedauer steuerpflichtig. Außerdem wird das Halbeinkünfteverfahren für Privatanleger gestrichen: Wer Dividenden bezieht, muss diese nach den neuen Regeln vollständig versteuern.
nnz: Das klingt dramatisch – gibt es gar keine Zugeständnisse vom Fiskus?
Barke: Doch, denn eigentlich will der Staat ja eine Vereinfachung und nicht zuvorderst mehr Geld einnehmen. Daher kann jeder Anleger, dessen persönlicher Steuersatz geringer ist als 25 Prozent, die zu viel gezahlte Steuer im Zuge der Einkommensteuererklärung vom Finanzamt zurückholen. Darüber hinaus wird es einen Sparerpauschbetrag geben, der den bisherigen Sparerfreibetrag sowie den Werbungskostenpauschbetrag ersetzt. Die neue Pauschale beträgt 801 Euro für Alleinstehende beziehungsweise 1.602 Euro für Zusammenveranlagte. Und außerdem können sich Anleger, die rechtzeitig handeln, langfristig steuerliche Vorteile sichern.
nnz: Warum aber sollten Anleger sich jetzt schon darüber den Kopf zerbrechen? Schließlich dauert es noch lange, bis die neuen Regelungen greifen...
Barke: Wer frühzeitig disponiert, kann weiterhin von den derzeitigen Regelungen zur Spekulationsfrist profitieren. Denn für viele Anlageformen ist ein entsprechender Bestandsschutz vorgesehen. Erwerben Anleger beispielsweise in nächster Zeit Aktienfondsanteile, sind Kursgewinne bei einem Verkauf auch nach dem 31.12.2008 steuerfrei – sofern die Spekulationsfrist von zwölf Monaten eingehalten wurde.
nnz: Was für eine Anlagestrategie empfehlen sich vor diesem Hintergrund?
Barke: Sinnvoll sind beispielsweise Engagements in Investmentprodukte, die von professionellen Fondsmanagern strukturiert und verwaltet werden. Diese bieten ein breit aufgestelltes Portfolio für jede Marktlage, nutzen langfristig Renditechancen an der Börse – und haben bei rechtzeitiger Anlage eben auch steuerlich Vorzüge. Denn zwischenzeitliche Gewinne fallen auf der Fondsebene an und werden steuerlich nicht unmittelbar dem Sparer angelastet.
nnz: Welche Investmentprodukte kommen aus Ihrer Sicht konkret in Betracht?
Barke: Interessante Anlagemöglichkeiten für jedes individuelle Chance-/Risiko-Profil finden sich in der Dachfonds-Serie DekaStruktur: 4 sowie in den S DynamikDepots, die es in jeweils fünf Varianten gibt. Bei der Variante Wachstum werden bis zu 50 Prozent des Kapitals in Aktienfonds investiert. Die Varianten Chance enthält bis zu 100 Prozent, ChancePlus in jedem Fall 100 Prozent Aktienfonds. Darüber hinaus profitieren Anleger dieser sogenannten strukturierten Produkte von einem professionellen Portfoliomanagement, das für den Anlageerfolg abseits steuerlicher Überlegungen letztlich entscheidend ist.
nnz: Der Aktienmarkt bietet zwar langfristig Chancen, birgt aber von Zeit zu Zeit auch Risiken. Was können diejenigen tun, die einen genauen Zeitrahmen für ihr Investment vor Augen haben?
Wer für einen bestimmten Zweck sparen möchte, findet in den Deka-Zielfonds ein ideales Anlageinstrument. Diese investieren zu Beginn ihrer Laufzeit überwiegend in Aktienfonds, um so die Ertragschancen der Börse zu nutzen. Bis zum Ende der Laufzeit wird das erwirtschaftete Vermögen schrittweise in Renten- und Geldmarktfonds umgeschichtet, wodurch die Erträge systematisch gesichert werden. Erhältlich sind derzeit acht Deka-Zielfonds mit unterschiedlichem Laufzeitende.
nnz: Und wenn ich als Anleger ganz auf Nummer Sicher gehen will?
Barke: Dann bietet sich Deka-ZielGarant an. Bei dieser Dachfondsserie ist die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals – abzüglich des Ausgabeaufschlags – garantiert. Sie sehen: Für jeden Sparer gibt es Produkte, die gerade vor dem Hintergrund der Abgeltungssteuer lohnen. Es ist also auf jeden Fall ratsam, recht bald einen Beratungstermin bei den Anlageexperten der Sparkasse zu vereinbaren.
nnz: Vielen Dank für das Gespräch.
Autor: nnz
Barke (Foto: nnz)
nnz: Herr Barke, nach langen Verhandlungen ist nun klar: Die Abgeltungssteuer kommt. Was sind die wichtigsten Änderungen, die Privatanleger beachten müssen?Barke: Einkünfte aus Kapitalvermögen werden ab 2009 einheitlich mit 25 Prozent besteuert. Das gilt also beispielsweise für Zinsen, Dividenden oder Erträge aus Investmentfonds und Zertifikaten sowie für Kursgewinne aus der Veräußerung privater Kapitalanlagen – ausgenommen Immobilien. Zugleich entfällt die so genannte Spekulationsfrist: Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften sind ab 2009 unabhängig von der Anlagedauer steuerpflichtig. Außerdem wird das Halbeinkünfteverfahren für Privatanleger gestrichen: Wer Dividenden bezieht, muss diese nach den neuen Regeln vollständig versteuern.
nnz: Das klingt dramatisch – gibt es gar keine Zugeständnisse vom Fiskus?
Barke: Doch, denn eigentlich will der Staat ja eine Vereinfachung und nicht zuvorderst mehr Geld einnehmen. Daher kann jeder Anleger, dessen persönlicher Steuersatz geringer ist als 25 Prozent, die zu viel gezahlte Steuer im Zuge der Einkommensteuererklärung vom Finanzamt zurückholen. Darüber hinaus wird es einen Sparerpauschbetrag geben, der den bisherigen Sparerfreibetrag sowie den Werbungskostenpauschbetrag ersetzt. Die neue Pauschale beträgt 801 Euro für Alleinstehende beziehungsweise 1.602 Euro für Zusammenveranlagte. Und außerdem können sich Anleger, die rechtzeitig handeln, langfristig steuerliche Vorteile sichern.
nnz: Warum aber sollten Anleger sich jetzt schon darüber den Kopf zerbrechen? Schließlich dauert es noch lange, bis die neuen Regelungen greifen...
Barke: Wer frühzeitig disponiert, kann weiterhin von den derzeitigen Regelungen zur Spekulationsfrist profitieren. Denn für viele Anlageformen ist ein entsprechender Bestandsschutz vorgesehen. Erwerben Anleger beispielsweise in nächster Zeit Aktienfondsanteile, sind Kursgewinne bei einem Verkauf auch nach dem 31.12.2008 steuerfrei – sofern die Spekulationsfrist von zwölf Monaten eingehalten wurde.
nnz: Was für eine Anlagestrategie empfehlen sich vor diesem Hintergrund?
Barke: Sinnvoll sind beispielsweise Engagements in Investmentprodukte, die von professionellen Fondsmanagern strukturiert und verwaltet werden. Diese bieten ein breit aufgestelltes Portfolio für jede Marktlage, nutzen langfristig Renditechancen an der Börse – und haben bei rechtzeitiger Anlage eben auch steuerlich Vorzüge. Denn zwischenzeitliche Gewinne fallen auf der Fondsebene an und werden steuerlich nicht unmittelbar dem Sparer angelastet.
nnz: Welche Investmentprodukte kommen aus Ihrer Sicht konkret in Betracht?
Barke: Interessante Anlagemöglichkeiten für jedes individuelle Chance-/Risiko-Profil finden sich in der Dachfonds-Serie DekaStruktur: 4 sowie in den S DynamikDepots, die es in jeweils fünf Varianten gibt. Bei der Variante Wachstum werden bis zu 50 Prozent des Kapitals in Aktienfonds investiert. Die Varianten Chance enthält bis zu 100 Prozent, ChancePlus in jedem Fall 100 Prozent Aktienfonds. Darüber hinaus profitieren Anleger dieser sogenannten strukturierten Produkte von einem professionellen Portfoliomanagement, das für den Anlageerfolg abseits steuerlicher Überlegungen letztlich entscheidend ist.
nnz: Der Aktienmarkt bietet zwar langfristig Chancen, birgt aber von Zeit zu Zeit auch Risiken. Was können diejenigen tun, die einen genauen Zeitrahmen für ihr Investment vor Augen haben?
Wer für einen bestimmten Zweck sparen möchte, findet in den Deka-Zielfonds ein ideales Anlageinstrument. Diese investieren zu Beginn ihrer Laufzeit überwiegend in Aktienfonds, um so die Ertragschancen der Börse zu nutzen. Bis zum Ende der Laufzeit wird das erwirtschaftete Vermögen schrittweise in Renten- und Geldmarktfonds umgeschichtet, wodurch die Erträge systematisch gesichert werden. Erhältlich sind derzeit acht Deka-Zielfonds mit unterschiedlichem Laufzeitende.
nnz: Und wenn ich als Anleger ganz auf Nummer Sicher gehen will?
Barke: Dann bietet sich Deka-ZielGarant an. Bei dieser Dachfondsserie ist die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals – abzüglich des Ausgabeaufschlags – garantiert. Sie sehen: Für jeden Sparer gibt es Produkte, die gerade vor dem Hintergrund der Abgeltungssteuer lohnen. Es ist also auf jeden Fall ratsam, recht bald einen Beratungstermin bei den Anlageexperten der Sparkasse zu vereinbaren.
nnz: Vielen Dank für das Gespräch.

