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Mi, 13:20 Uhr
11.07.2007

Bike Systems - Weitere Reaktionen

Nordhausen (nnz). Vor wenigen Minuten hatte die nnz über die Entwicklung bei Bike Systems berichtet. Jetzt liegen weitere Statements von Politikern und Parteien vor...


Die Fraktionen des Nordhäuser Kreistages von DIE LINKE, SPD und Bündnis 90/Die Grünen erklären ihre Solidarität mit der Belegschaft des Nordhäuser Unternehmens Bike-Systems GmbH. „Es geht um 135 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nebst Familien, denen nicht nur die Kündigung ins Haus steht. Auch die Löhne und Gehälter während den gesetzlich vorgeschriebenen Kündigungsfristen sind derzeit laut Aussage der Geschäftleitung fraglich. Sozialplan oder andere Sicherungssysteme für die Belegschaft sind nicht vorhanden und somit wird ersichtlich, dass die Bereitschaft der Fürsorge seitens der Unternehmensleitung nicht existent ist“, ist in einer Resolution zu lesen.

Die beiden Fraktionen und die bündnisgrüne Gruppe fordern umgehend die Erstellung eines Sozialplans sowie die Bildung einer Auffanggesellschaft für alle Beschäftigten. Zeitgleich sei es wichtig, dass Vertreter des Unternehmens und der Politik sich für die Rettung des traditionsreichen Standortes in Nordhausen stark machen und schnellstmöglich die Akquise neuer Investoren zu initiieren.

Oberbürgermeisterin vor Ort
Nach einem Besuch heute Vormittag bei der Belegschaft der Firma Bike Systems, die in den kommenden Wochen geschlossen werden soll, sagte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke: „Das Zweiradwerk hat gute Mitarbeiter, gute Produkte und eine gute Zukunft. Deshalb ist das `Aus´ nicht nur bitter, sondern total unverständlich - und man sollte die Schließung auch nicht widerspruchslos hinnehmen; und vor allem: Die Belegschaft sollte bekommen, was ihr zusteht!“

Es sei bitter, dass wieder ein Nordhäuser Traditionsunternehmen vor dem „Aus“ stehe, zumal erhebliche öffentliche Mittel in die Erschließung der Infrastruktur des gesamten ehemaligen IFA-Industriegebietes geflossen sind, in dem auch Bike-Systems seinen Standort habe. „Hinzu kommt, dass wir uns schon vor Jahren schweren Herzens entschlossen hatten, dem Vorgänger-Inhaber von Bike-Systems eine nicht unbeträchtliche Summe an Gewerbesteuer zu erlassen, um die Existenz zu sichern. Auch deshalb wollen wir nicht widerspruchslos auf 140 Arbeitsplätze verzichten“, so Barbara Rinke.

Rinke hofft, dass für den Betrieb ein neuer Investor gefunden werden kann - vor allem, um die Existenzen der Mitarbeiter - und speziell der vielen Frauen unter ihnen - zu sichern. „Was wir dafür tun können, werden wir auch tun“, sicherte Rinke zu.
Autor: nnz

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