Di, 08:33 Uhr
10.07.2007
Mehr Einwohner, mehr Probleme
Landkreis Nordhausen (nnz). Nordhausen will am Ende diesen Jahres mehr Einwohner haben als Eisenach. Eingemeindungen sollen es möglich machen. Auch eine andere Kommune im Landkreis Nordhausen langt hin. Die nnz mit den Einzelheiten.
Nach Nordhausen und Bleicherode schlägt nun auch die Gemeinde Sollstedt zu. Bislang agierte das Sollstedter Verwaltungsgemeinwesen erfüllend für die Gemeinde Rehungen. Das soll sich ändern. Mitte des Monats soll der Sollstedter Gemeinderat einer Eingliederung zustimmen und die Vereinbarung der erfüllenden Gemeinde aufheben. Mit dem Zuschlagen, das will Sollstedts Bürgermeister Jürgen Hohberg so nicht stehen lassen.
Vielmehr ist es anders herum. Die Rehunger sind auf die Sollstedter zugegangen. Sie bringen als Mitgift so zusagen 500 zusätzliche Einwohner, aber auch einen Sack voller Probleme mit. Praktisch ist die Kommune zahlungsunfähig. Kein beschlossener Haushalt, eine nicht genehmigte Stundung der Kreis- und Schulumlage und Baumaßnahmen, die dringlichst beendet werden müssen.
Doppeltes Pech für die Rehunger, die sich derzeit im Dorferneuerungsprogramm befinden. Diese Maßnahmen können vermutlich nicht realisiert werden, auch für das nächste Jahr sieht es mit den Eigenmitteln mau aus.
Für unsere Gemeinde wäre der Zusammenschluß mit Rehungen eine deutliche Belastung, strategisch jedoch nicht von der Hand zu weisen. Wir müssen allein für die Beendigung von Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Abwasserprojekt 300.000 bis 400.000 Euro zusätzlich in den kommenden Vermögenshaushalt einstellen, so Jürgen Hohberg gegenüber der nnz. Das zieht eine höhere Kreditaufnahme nach sich, somit eine höhere Pro-Kopf-Verschuldung.
Heute Abend wollen die Rehunger Gemeinderäte noch einmal beraten, in der kommenden Woche ihre Kollegen in Sollstedt. Die Zustimmung der Gemeinderäte sieht Hohberg noch nicht als sicher an. Er wird zwar vorsichtig für eine Eingemeindung plädieren, die derzeitige und perspektivische Situation auch nicht schönreden. Und wann der Gesetzgeber, der Thüringer Landtag, sich mit diesem Thema beschäftigen wird, das steht momentan noch in den politischen Sternen.
Autor: nnzNach Nordhausen und Bleicherode schlägt nun auch die Gemeinde Sollstedt zu. Bislang agierte das Sollstedter Verwaltungsgemeinwesen erfüllend für die Gemeinde Rehungen. Das soll sich ändern. Mitte des Monats soll der Sollstedter Gemeinderat einer Eingliederung zustimmen und die Vereinbarung der erfüllenden Gemeinde aufheben. Mit dem Zuschlagen, das will Sollstedts Bürgermeister Jürgen Hohberg so nicht stehen lassen.
Vielmehr ist es anders herum. Die Rehunger sind auf die Sollstedter zugegangen. Sie bringen als Mitgift so zusagen 500 zusätzliche Einwohner, aber auch einen Sack voller Probleme mit. Praktisch ist die Kommune zahlungsunfähig. Kein beschlossener Haushalt, eine nicht genehmigte Stundung der Kreis- und Schulumlage und Baumaßnahmen, die dringlichst beendet werden müssen.
Doppeltes Pech für die Rehunger, die sich derzeit im Dorferneuerungsprogramm befinden. Diese Maßnahmen können vermutlich nicht realisiert werden, auch für das nächste Jahr sieht es mit den Eigenmitteln mau aus.
Für unsere Gemeinde wäre der Zusammenschluß mit Rehungen eine deutliche Belastung, strategisch jedoch nicht von der Hand zu weisen. Wir müssen allein für die Beendigung von Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Abwasserprojekt 300.000 bis 400.000 Euro zusätzlich in den kommenden Vermögenshaushalt einstellen, so Jürgen Hohberg gegenüber der nnz. Das zieht eine höhere Kreditaufnahme nach sich, somit eine höhere Pro-Kopf-Verschuldung.
Heute Abend wollen die Rehunger Gemeinderäte noch einmal beraten, in der kommenden Woche ihre Kollegen in Sollstedt. Die Zustimmung der Gemeinderäte sieht Hohberg noch nicht als sicher an. Er wird zwar vorsichtig für eine Eingemeindung plädieren, die derzeitige und perspektivische Situation auch nicht schönreden. Und wann der Gesetzgeber, der Thüringer Landtag, sich mit diesem Thema beschäftigen wird, das steht momentan noch in den politischen Sternen.


