Mo, 21:02 Uhr
09.07.2007
Trauer um Jacques Brun
Nordhausen (nnz). Nach schwerer Krankheit ist Jacques Brun, Gründer und langjähriger Generalsekretär des europäischen Komittees ehemaliger Häftlinge des KZ Mittelbau-Dora am Sonntag in Paris gestorben. Dazu ein Nachruf der Gedenkstättenleitung.
Jacques Brun wurde am 20. November 1921 in Paris geboren. Als junger Mann wurde der Franzose von den Nationalsozialisten festgenommen und im August 1944 in das KZ Buchenwald eingeliefert. Von dort überstellte ihn die SS im September 1944 in das KZ Mittelbau-Dora. Später wurde er in das KZ-Außenlager Ellrich verlegt, von wo ihn die SS Anfang April 1945 auf einen Todesmarsch schickte, den er überlebte. Nach 1945 engagierte sich Jacques Brun für die Gründung eines internationalen Verbandes ehemaliger Häfltinge des KZ Mittelbau-Dora. 1995 initiierte er die Gründung des Vereins Jugend für Dora und rief die Jugendlichen dazu auf, die Erinnerungsarbeit gegen das Vergessen der nationalsozialistischen Verbrechen fortzusetzen.
Lange verfolgte Jacques Brun das Ziel, nach dem Vorbild anderer internationaler Lagerkomittees ein internationales Gremium von Überlebenden des KZ Mittelbau-Dora zu gründen. Bis zur politischen Wende in Ost- und Mitteleuropa standen dem aber politische Hemmnisse entgegen. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs war es soweit: Im Sommer 1990 gründeten ehemalige Dora-Häftlinge aus Frankreich, Belgien und Tschechien auf Initiative von Jacques Brun das europäische Komitee Dora, Ellrich, Harzungen et Kommandos Pour la Mémoire. Bis 1996 stand Brun als Generalsekretär an der Spitze des Komittees, das gegründet wurde, um die Erinnerung an die im KZ Mittelbau-Dora begangenen Verbrechen international wach zu halten.
Mit Jacques Brun verlieren die Südharzer einen Freund, der sich mit aller Kraft für die deutsch-französische Versöhnung eingesetzt hat, dabei aber immer betont hat, dass diese nicht ohne die wache Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen möglich ist. Seine mahnende Stimme wird fehlen.
Autor: nnzJacques Brun wurde am 20. November 1921 in Paris geboren. Als junger Mann wurde der Franzose von den Nationalsozialisten festgenommen und im August 1944 in das KZ Buchenwald eingeliefert. Von dort überstellte ihn die SS im September 1944 in das KZ Mittelbau-Dora. Später wurde er in das KZ-Außenlager Ellrich verlegt, von wo ihn die SS Anfang April 1945 auf einen Todesmarsch schickte, den er überlebte. Nach 1945 engagierte sich Jacques Brun für die Gründung eines internationalen Verbandes ehemaliger Häfltinge des KZ Mittelbau-Dora. 1995 initiierte er die Gründung des Vereins Jugend für Dora und rief die Jugendlichen dazu auf, die Erinnerungsarbeit gegen das Vergessen der nationalsozialistischen Verbrechen fortzusetzen.
Lange verfolgte Jacques Brun das Ziel, nach dem Vorbild anderer internationaler Lagerkomittees ein internationales Gremium von Überlebenden des KZ Mittelbau-Dora zu gründen. Bis zur politischen Wende in Ost- und Mitteleuropa standen dem aber politische Hemmnisse entgegen. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs war es soweit: Im Sommer 1990 gründeten ehemalige Dora-Häftlinge aus Frankreich, Belgien und Tschechien auf Initiative von Jacques Brun das europäische Komitee Dora, Ellrich, Harzungen et Kommandos Pour la Mémoire. Bis 1996 stand Brun als Generalsekretär an der Spitze des Komittees, das gegründet wurde, um die Erinnerung an die im KZ Mittelbau-Dora begangenen Verbrechen international wach zu halten.
Mit Jacques Brun verlieren die Südharzer einen Freund, der sich mit aller Kraft für die deutsch-französische Versöhnung eingesetzt hat, dabei aber immer betont hat, dass diese nicht ohne die wache Auseinandersetzung mit den NS-Verbrechen möglich ist. Seine mahnende Stimme wird fehlen.

