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Mo, 09:37 Uhr
09.07.2007

Wacker-Rückblick: Sommer 1967

Nordhausen (nnz). Für die nnz blickt Klaus Verkouter wieder einmal in die Vergangenheit von Wacker90 Nordhausen. Diesmal wird das Jahr 1967 aus Sicht des Traditionsvereins beleuchtet.


Nach drei Jahren Bezirksliga Erfurt (2. und zweimal 1. Platz mit Aufstieg) tanzte der Verein „nur einen Sommer“ in der DDR-Liga und musste vor vierzig Jahren gleich wieder den Weg in die Drittklassigkeit gehen, obwohl in den letzten sechs Spielen drei Siege und drei Unentschieden (u.a. 1:1 gegen den FC Rot-Weiß Erfurt vor 10.000 Zuschauern) verbucht werden konnten. Aber es war bittere Wirklichkeit: Ein Tor fehlte zum Klassenerhalt – und das bei so guten Stürmern wie Weiß, Willing oder Barth. In der Nordstaffel hätte der Punktestand locker zu Platz 11 gereicht.

Die Mannschaft des Jahres 1967 (Foto: Archiv Verkouter) Die Mannschaft des Jahres 1967 (Foto: Archiv Verkouter)

Die Mannschaft des Jahres 1967

In der Sommerpause 1967 absolvierte Motor Nordhausen West immerhin neun Vorbereitungsspiele, von denen zwei Auswärtsbegegnungen bei den höherklassigen Vereinen Energie Cottbus und FC Carl Zeiss Jena verloren wurden. Am 2. Juli des Jahres erzielte Motor das zweithöchste Ergebnis in der Vereinsgeschichte, ein 19:1 (6:1) im internationalen Spiel gegen Spartak Blovice aus der damaligen CSSR.

Eine damalige Tageszeitung beklagte zwei Wochen später, dass zu einem freundschaftlichen Vergleich mit einer Eichsfeld-Auswahl „nur etwa 500 Fußballanhänger“ erschienen waren. Heute würde der Kassierer wahre Freudensprünge vollziehen. Über die Nordhäuser war beim 7:0-Sieg dort zu lesen, dass sie „…in spielerischer und technischer Hinsicht eine ganze Klasse besser“ waren.

Gegen Chemie Buna-Schkopau wurde ein 0:3-Rückstand (Halbzeit 1:3) wahrhaftig noch in einen 10:4-Erfolg verwandelt. Einen wahren Torreigen nach der Pause mit neun Motor-Treffern in knapp 45 Minuten gegen schnelle, druckvolle und körperlich überlegene Gäste erlebt man nicht alle Tage.

Als dann innerhalb von acht Tagen weitere 25 Tore geschossen wurden (am 5. und 6. August 1967 bei Spartak Blatna und beim Rückspiel in Blovice, beide CSSR, 6:1 und 5:3; am 9.8. bei Traktor Ilfeld 7:1; am 13. August im Albert-Kuntz-Sportpark gegen Vorwärts Halberstadt 7:2), blickte man optimistisch in die neue Bezirksliga-Saison.

Horst Schultze, bis dahin erfolgreicher Nachwuchstrainer, betreute die erste Mannschaft bis zum 7. Spieltag (unbesiegt auf Platz 1). Er übergab Max Wollenschläger am 8. Spieltag das Amt und der hatte mit einer Niederlage keinen Einstand nach Maß. Am Saisonende wurde MNW Zweiter hinter Rudisleben.
K. Verkouter
Autor: nnz

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