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So, 09:32 Uhr
08.07.2007

Ein Luchs – was nun?

Nordhausen (nnz). Seit dem Jahr 2000 ist der Luchs wieder im Harz heimisch. Das Wiederansiedlungsprojekt, das in enger Abstimmung zwischen dem Land Niedersachsen, der Landesjägerschaft und dem Nationalpark durchgeführt wird, verläuft bislang sehr erfolgreich. In der kommenden Woche soll ein Faltblatt in Herzberg vorgestellt werden.


Das Informationsblatt trägt den Titel: „Ein Luchs – was nun?“ Mittlerweile gibt es auch wieder Nachwuchs in der freien Natur. Einzelne Luchse wandern sogar aus dem Harz ab und werden in Zukunft – so die Hoffnung – für eine Vernetzung mit anderen europäischen Luchsvorkommen sorgen.

Die „Pinselohren“ sind genau wie Reh, Hase und Fuchs, deren Anblick und Verhalten vielen Menschen vertraut ist, heimische Wildtiere. Aber noch ist mancher unsicher, was von einer so großen Katze zu erwarten ist. Das neue Faltblatt soll dazu beitragen, dass das Verhalten des Luchses wieder ebenso vertraut wird, wie das anderer großer Wildtiere, die seit je her in unseren Wäldern vorkommen. Luchse sind für den Menschen nicht gefährlicher als Rothirsch oder Wildschwein, erklären die Projektverantwortlichen.

Aber der Luchs erscheint vielen Menschen nach zweihundertjähriger Abwesenheit noch recht exotisch. Das neue Faltblatt erläutert, dass Luchse grundsätzlich jeder Auseinandersetzung aus dem Wege gehen, ihre Beute und vor allem ihre Jungtiere aber gegenüber einzelnen freilaufenden Hunden verteidigen.

Die Jägerschaften und der Nationalpark weisen noch einmal darauf hin, dass Hunde insbesondere während der Brut- und Setzzeiten an der Leine zu führen sind. Begegnungen zwischen Luchsen und Hunden hat es auch während der Jagdausübung in der Vergangenheit im Harz bereits häufig gegeben. Zu Auseinandersetzungen kam es dabei allerdings sehr selten. Nur in wenigen Ausnahmefällen trugen die Hunde ernste Verletzungen davon. Insbesondere für Jagdhunde geht von dem wehrhaften Schwarzwild eine deutlich höhere Gefahr aus, als von dem nach wie vor eher sporadisch auftretenden Luchs. Häufig flüchtet die große Katze vor jagenden Hunden auf einen Baum oder sucht einfach das Weite.

Luchsbeobachtungen werden beim Nationalpark Harz gesammelt und kontinuierlich ausgewertet. Das neue Faltblatt nennt hierfür Kontaktadressen und Telefonnummern. Die Kreisjägerschaften im Harzgebiet haben Luchsbeauftragte eingesetzt, die ebenfalls als Ansprechpartner fungieren.
Autor: nnz

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