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Do, 12:45 Uhr
05.07.2007

Jugendliche im Parlament

Nordhausen (nnz). Als "Abgeordnete auf Zeit" nahmen seit Samstag 299 Jugendliche aus ganz Deutschland am Seminar "Jugend und Parlament" im Bundestag in Berlin teil. Auch eine junge Frau aus Nordthüringen war mit dabei.


Aus Leinefelde vertrat die 19-jährige Auszubildende Claudia Bause den Nordthüringer Wahlkreis 190. Mit der europäischen Harmonisierung des Führerscheinrechts hat sich Claudia Bause in den letzten vier Tagen intensiv auseinander gesetzt. In der Rolle einer Abgeordneten hat sie die Berichterstattung zu diesem Thema im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend übernommen.

Für die fiktive APD-Partei musste sie unter Zeitdruck ein neues, bislang unbekanntes Thema erkunden, die Lösung erarbeiten und vor den anderen Teilnehmern des Spiels vertreten. Keine leichte Aufgabe, denn trotz klarer wissenschaftlicher Studien und praktischer Erfahrungen wollen die Mitspieler erst überzeugt werden. Also galt es, eine lückenlose Argumentationskette zu erarbeiten und mit einem hohen Grad an Selbstbewusstsein zu vertreten: zuerst in der Fraktion, dann in den Fach-Ausschüssen und zuletzt in einer Plenardebatte.

Ganz wie im richtigen Bundestag, bestätigte ich ihr beim Besuch in meinem Büro. Zwischen den turnusmäßigen Gremiensitzungen des Vorstandes der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag empfing ich sie am Montag. Die Industriekauffrau in Ausbildung engagiert sich ehrenamtlich beim Offenen Kanal Eichsfeld. Bei dem Bürgerfernseh-Sender hat sie mehrfach die Moderation aktueller Sendungen und Interviews übernommen.

Noch ganz überwältigt war Claudia Bause von den intensiven Erfahrungen mit fast 300 anderen jungen Menschen aus ganz Deutschland. Am Wochenende agierten die Spiel-Teilnehmer an Original-Schauplätzen: den richtigen Fraktionssälen im Reichstag sowie dem Plenarsaal unter der Kuppel des Reichstages.

Die jugendlichen Teilnehmer übernahmen bei "Jugend und Parlament" die Rolle fiktiver Abgeordneter. Mit neuem Namen, neuer Biographie und der Zuordnung zu einer fiktiven Partei ausgestattet, sollten sie vier Initiativen durchs parlamentarische Verfahren bringen. Besser als im Politikunterricht oder im Fernsehen konnten sie so den Alltag der Abgeordneten erleben.

Ein Höhepunkt des Spiels: Die Leitung der Plenarsitzungen übernahmen die Mitglieder des Präsidiums des Deutschen Bundestages höchstselbst. Anschließend diskutierten die Teilnehmer mit den Vorsitzenden der im Bundestag vertretenen Fraktionen. Moderiert wurde die Debatte vom Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios, Peter Frey. Viele Erfahrungen konnte Claudia Bause auf diese Weise sammeln, im Verstehen politischer Prozesse wie auch im Umgang mit Sprache in den Medien.
Autor: nnz

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