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Do, 17:06 Uhr
28.06.2007

Ersatz für die Großfamilie

Nordhausen (nnz). Die Großfamilie stirb aus, statt dessen sollen alle im Mehrgenerationenhaus zusammenkommen. Heute wurde eines von acht Thüringer Häusern eingeweiht. Was da los sein könnte, fand nnz heraus.

Das MEGEHA (Foto: Wiethoff) Das MEGEHA (Foto: Wiethoff)

Senioren und Kinder der integrativen Tagesstätte musizieren gemeinsam. Sie zeigen damit, daß jung und alt gemeinsam etwas auf die Beine stellen und Spaß haben können. Im Mehrgenerationenhaus sollen Menschen jeden Alters die Möglichkeit haben sich kennenzulernen und Erfahrungen auszutauschen. Die Cafeteria in der ehemaligen Kindertagesstätte in der Reichsstraße 12 bietet dafür gute Bedingungen.

Heute wurde das Haus seiner Bestimmung übergeben. Es ist eines von acht Thüringer Mehrgenerationenhäusern, die vom Bund gefördert werden sollen. In Deutschland werden rund 500 dieser Häuser entstehen. Die traditionelle Großfamilie sei fast verschwunden, sagte Leiterin Franca Bergmann. „Darüber kann man traurig sein, aber man muß es hinnehmen. Mit 65 Jahren sind die meisten Leute noch nicht alt, vor ihnen liegen noch 16 bis 20 Jahre, in denen sie aktiv sein könnten.“ Dazu will das Haus Anregung bieten.

Loni Grünwald erinnerte an die im letzten Jahr durchgeführte Seniorenbefragung. Die Angst in ein Heim zu kommen oder einsam zuhause zu sitzen, beschäftige viele ältere Bürger. Die meisten würden gern ihre Freizeit im Garten gestalten, heimwerken oder gemeinsam in einem Cafe sitzen. Diesen Wünschen soll im Mehrgenerationenhaus Rechnung getragen werden. Ein Garten wird angelegt, eine Werkstatt entsteht.

Fröhliche Eröffnung (Foto: Wiethoff) Fröhliche Eröffnung (Foto: Wiethoff)

In Nordhausen und den Ortsteilen existieren rund 30 Jugendtreffs. Für Senioren gibt’s in der Stadt nur zwei Begegnungsstätten, in Nord und in Salza. Bürgermeister Matthias Jendricke ist deshalb davon überzeugt, daß der Standort in Bahnhofsnähe eine gute Wahl sei.

30 Ehrenamtliche sind bereits jetzt im Mehrgenerationenhaus aktiv. Es sollen noch mehr werden. Jeder könne sich mit einen Ideen einbringen. Es wird einen Koch- und Bachklub geben und eine Zeittauschbörse. Für Kinderbetreuung wird gesorgt. Hinter dem Haus steht nicht nur die Lift gGmbH, sondern ein Netzwerk von Partnern aus der Region, die ihre Kompetenzen für die Sache bündeln wollen.
Autor: wf

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