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Do, 14:11 Uhr
28.06.2007

nnz-doku: Wehret den Anfängen

Nordhausen (nnz). Am Samstag soll es in Nordhausen eine Veranstaltung der NPD geben. Das Nordhäuser Bündnis gegen Rechts will das nicht hinnehmen und ruft zu einer Kundgebung auf. Den Aufruf veröffentlicht die nnz innerhalb ihrer doku-Reihe.


Wir rufen auf zur Demo mit Kundgebung am 30.06.2007 um 13.00 Uhr in die Nordhäuser Bahnhofstraße, vor der Südharzgalerie. Das Thema der Kundgebung lautet: Geschichte darf sich nicht wiederholen - für eine tolerante Gesellschaft. Kundgebungsredner sind u. a. der Bürgermeister Nordhausens, Matthias Jendricke, Angela Hummitzsch (Die Linke), Klaus Schüller (DGB).

Unsere demokratische Gesellschaft wird zunehmend von Rechtsextremismus herausgefordert. Wir haben allen Grund, wachsam zu sein und nicht zuzulassen, dass der rechtsextreme Ungeist an Boden gewinnt. Straftaten mit rechtsextremistischen Hintergrund und rechtsextremistische Gewalttaten haben laut Verfassungsschutzbericht eine steigende Tendenz. Das rechtsextremistische Weltbild wird von nationalistischen und rassistischen Anschauungen geprägt. Dabei herrscht die Auffassung vor, die Zugerhörigkeit zu einer Nation oder Volksgruppe entscheide über den Wert eines Menschen. Nach ihrem Verständnis sind diesen Kriterien auch die Menschen- und Bürgerrechte untergeordnet. Damit stehen Rechtsextremisten im fundamentalen Widerspruch zu unserem Grundgesetz.

Die NPD ist in den letzten Jahren immer mehr zum Sammelbecken für Rechtsextreme geworden. Gegenwärtig befindet sich die NPD Thüringen in einer Mitgliederwerbekampagne. Zunehmend haben wir mit der Präsenz der Neonazis zu rechnen, auch im Landkreis Nordhausen. Sie wollen mit ihren Schriften glauben machen, einfache Lösungen für alle Probleme zu haben. Ihre wirklichen Ziele können sie jedoch trotz ihres angepassten Erscheinungsbildes und des „demokratischen Mäntelchens“, das sie sich immer wieder umzuhängen versuchen, nicht verbergen. Die Gesellschaft darf nicht mehr wegsehen, wenn neue und alte Nazis ihr Unwesen treiben.

Wir hoffen, viele Nordhäuser Bürgerinnen und Bürger protestieren mit uns gegen die Gefahr von Rechts. Nordhausen ist eine Stadt des Friedens und soll es auch bleiben können.
Bündnis gegen Rechts
Autor: nnz

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