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Do, 09:44 Uhr
28.06.2007

Es wird gewählt

Nordhausen (nnz). Seit sechs Jahren amtiert Loni Grünwald (Die Linke) nun als zweite Beigeordnete des Landkreises Nordhausen. In der kommenden Woche muss sie sich der Wiederwahl stellen.


Die Zeichen für die Kommunalpolitikerin stehen auf Grün. Nicht nur, weil es nur drei Mitbewerber auf diese Stelle geben soll, auch weil das Abstimmungsergebnis weitestgehend im Vorfeld bekannt sein dürfte. Die FDP-Fraktion wird dagegen aussprechen, vielleicht auch die Bündnisgrünen. Nicht etwa, weil die Liberalen etwas gegen Loni Grünwald in persona haben, sie wollten diesen Posten prinzipiell aus den Personalkosten des Landratsamtes streichen. Politische Begeisterung gab es dafür im Kreistag nicht, dafür sind die Fronten geklärt.

Schließlich wird sich die rot-rote Mehrheit bei dieser Personalangelegenheit durchsetzen, denn in einigen Jahren wird auch die erste Beigeordnete wieder zu wählen sein. Die CDU hatte bereits vor einigen Wochen signalisiert, wie sie sich verhalten wird. Sie wird sich mehrheitlich enthalten und damit stillschweigend den Weg für weitere sechs Jahre ebnen. Mal abgesehen von den parteilichen Befindlichkeiten wird die Arbeit von Grünwald im Landratsamt geschätzt. Man könne sich mit Problemen an die Frau wenden, sie habe immer ein offenes Ohr, einen umgänglichen Leistungsstil.

Probleme in den vergangenen sechs Jahren gab es eher aus gesundheitlicher Sicht, doch das gehört der Vergangenheit an. Bleibt da noch ihre Parteizugehörigkeit. Einerseits ist sie Mitglied Partei „Die Linke“ und vertritt auch deren programmatischen Ziele, zumindest die der Linkspartei.PDS - Das originäre Linke-Parteiprogramm läßt bekanntermaßen noch auf sich warten. Parteilich gesehen müßte Frau Grünwald strikt gegen Hartz-IV und alle anderen verordneten Sozialgrausamkeiten sein. Ist sie auch. Andererseits muß sie diese Gesetze durchsetzen, viel Spielraum zur Ausgestaltung lassen Paragraphen und Verordnungen kaum. Und wo der Handlungsspielraum gegeben ist, etwa wie bei den Kosten der Unterkunft, da drücken die finanziellen Probleme der Kreiskasse. Ein Beispiel dafür waren die Querelen bei den Quadratmeterpreisen für die Kaltmieten.

Doch all das gehört zum Job einer linken Beigeordneten und ist in dieser Besoldungsgruppe inklusive. Sollte es nicht zum politischen Super-Gau am nächsten Dienstag kommen, dann wird sich in der politischen Führungsriege des Nordhäuser Landratsamtes nichts verändern.
Autor: nnz

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