Mo, 16:56 Uhr
18.06.2007
Briefe aus Bad Füssing (3)
Nordhausen (nnz). Fernab von der fussballerischen Heimat macht man sich Gedanken, wie es mit Wacker Nordhausen in der kommenden Saison weitergehen könnte? Eines ist gewiß: Es geht weiter...
Viele neue Gesichter werden die Wacker-Fans wohl bei ihrer ersten Truppe in der neuen Saison bestaunen können. Angefangen auf der Trainerbank. Dort nimmt dann Burkhard Venth für Udo Hoffmann Platz. Nicht mehr dort stehen wird Uwe Etzrodt, der nach Sangerhausen als Co-Trainer zum frischgebackenen Oberligisten gewechselt sein soll – oder schon ist.
Und Venth selbst hat – so hört man es hier in Bayern – schon klare Vorstellungen. Für die erste Mannschaft wünscht er sich einen 18er Kader. 15 Mann als Kern-Kader, drei als Reserve für die zweite Mannschaft, schließlich soll die in der Bezirksliga nicht nur ein Saison-Ständchen absolvieren. Wie ich so im beschaulichen Kurort hier hörte, sind bereits fünf Verträge mit neuen Spielern festgeklopft, glaubt man aus der Ferne den Verlautbarungen des Präsidiums, dann könnten sich noch drei bis vier dazu gesellen.
Die aber, so die Szenenkenner, müssen es schon in sich haben. Beginnen wir mit der Abwehr. Bekanntermaßen ist Cheftrainer Venth kein Freund des Liberos, vielmehr will er die Viererkette in Nordhausen etablieren. Dazu bedarf es nicht nur der Vermittlung der bitter notwendigen Theorie, sondern auch eines Leaders auf dem Platz. Einer davon könnte ein gewisser R. F. sein. Der Mann soll, so plauderte man am Füssinger Roulette-Tisch, Oberliga- und Regionalligaerfahrung haben. Nur einen Arbeitsplatz, den sollen die Nordhäuser Präsidialen noch suchen.
Und dann der Knipser ganz vorn, schließlich ist Lars Pohl noch immer eine Wackelnummer. Der Frischverheiratete will sich ein Päuschen können, munkelt man an der Parkallee. Und so wurde Jacek Ciesla mit einem Geheimauftrag in sein Heimatland geschickt, um dort einen Angreifer zu finden, der aber auch bezahlbar wird. Und wie man den Mittelfeldregisseur kennt, wird er im Heimatpool sicher fündig werden.
Von wem müssen sich aber nun die Zuschauer verabschieden? Von Torsten Klaus, den ruft die Oberliga in Sangerhausen. Sicher, der Junge hat vielleicht das Potenzial, doch in Sachsen-Anhalt muss er sich durchsetzen, dort ist er nicht der Star. Was auf jeden Fall oberligareif werden muss, ist seine menschliche und sportliche Einstellung zu diesem Job. Man wird ihm in Nordhausen alles Gute wünschen, genauso wie Daniel Braun, den es aus unerfindlichen Gründen nach Sondershausen zieht. Ob das nun mit seiner Ausbildung in Meiningen besser unter einen Hut zu bringen ist, das konnte man mir selbst in Niederbayern nicht sagen. Wie dem auch sei, so richtig gute Spiele hatte der einstige Shooting-Star auch nicht mehr auf dem Platz hingelegt und Hansa Rostock hat wohl auch nichts mehr von sich hören lassen. Und bei Cornelius Brack war es klar, er wird sich auf seine Ausbildung in Hamburg konzentrieren.
Auf jeden Fall: Die Nordhäuser haben sich nach dem zweiten schweren Jahr einiges vorgenommen. Noch einmal so eine Serie, wie nach dem Sieg in Gera in der abgelaufenen Saison, wird man der Mannschaft wohl nicht verzeihen. Die Trauben, die süßen, sie hängen hoch. Für das Präsidium, den Cheftrainer und die Spieler. Die Zuschauer werden Erwartungen ebenso haben wie die Sponsoren. In der Saison 2007/2008 muß ein Ruck durch die Mannschaft gehen, ein Ruck nach oben. Vielleicht so einer, den man bis hierunter in Bayern verspürt.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzViele neue Gesichter werden die Wacker-Fans wohl bei ihrer ersten Truppe in der neuen Saison bestaunen können. Angefangen auf der Trainerbank. Dort nimmt dann Burkhard Venth für Udo Hoffmann Platz. Nicht mehr dort stehen wird Uwe Etzrodt, der nach Sangerhausen als Co-Trainer zum frischgebackenen Oberligisten gewechselt sein soll – oder schon ist.
Und Venth selbst hat – so hört man es hier in Bayern – schon klare Vorstellungen. Für die erste Mannschaft wünscht er sich einen 18er Kader. 15 Mann als Kern-Kader, drei als Reserve für die zweite Mannschaft, schließlich soll die in der Bezirksliga nicht nur ein Saison-Ständchen absolvieren. Wie ich so im beschaulichen Kurort hier hörte, sind bereits fünf Verträge mit neuen Spielern festgeklopft, glaubt man aus der Ferne den Verlautbarungen des Präsidiums, dann könnten sich noch drei bis vier dazu gesellen.
Die aber, so die Szenenkenner, müssen es schon in sich haben. Beginnen wir mit der Abwehr. Bekanntermaßen ist Cheftrainer Venth kein Freund des Liberos, vielmehr will er die Viererkette in Nordhausen etablieren. Dazu bedarf es nicht nur der Vermittlung der bitter notwendigen Theorie, sondern auch eines Leaders auf dem Platz. Einer davon könnte ein gewisser R. F. sein. Der Mann soll, so plauderte man am Füssinger Roulette-Tisch, Oberliga- und Regionalligaerfahrung haben. Nur einen Arbeitsplatz, den sollen die Nordhäuser Präsidialen noch suchen.
Und dann der Knipser ganz vorn, schließlich ist Lars Pohl noch immer eine Wackelnummer. Der Frischverheiratete will sich ein Päuschen können, munkelt man an der Parkallee. Und so wurde Jacek Ciesla mit einem Geheimauftrag in sein Heimatland geschickt, um dort einen Angreifer zu finden, der aber auch bezahlbar wird. Und wie man den Mittelfeldregisseur kennt, wird er im Heimatpool sicher fündig werden.
Von wem müssen sich aber nun die Zuschauer verabschieden? Von Torsten Klaus, den ruft die Oberliga in Sangerhausen. Sicher, der Junge hat vielleicht das Potenzial, doch in Sachsen-Anhalt muss er sich durchsetzen, dort ist er nicht der Star. Was auf jeden Fall oberligareif werden muss, ist seine menschliche und sportliche Einstellung zu diesem Job. Man wird ihm in Nordhausen alles Gute wünschen, genauso wie Daniel Braun, den es aus unerfindlichen Gründen nach Sondershausen zieht. Ob das nun mit seiner Ausbildung in Meiningen besser unter einen Hut zu bringen ist, das konnte man mir selbst in Niederbayern nicht sagen. Wie dem auch sei, so richtig gute Spiele hatte der einstige Shooting-Star auch nicht mehr auf dem Platz hingelegt und Hansa Rostock hat wohl auch nichts mehr von sich hören lassen. Und bei Cornelius Brack war es klar, er wird sich auf seine Ausbildung in Hamburg konzentrieren.
Auf jeden Fall: Die Nordhäuser haben sich nach dem zweiten schweren Jahr einiges vorgenommen. Noch einmal so eine Serie, wie nach dem Sieg in Gera in der abgelaufenen Saison, wird man der Mannschaft wohl nicht verzeihen. Die Trauben, die süßen, sie hängen hoch. Für das Präsidium, den Cheftrainer und die Spieler. Die Zuschauer werden Erwartungen ebenso haben wie die Sponsoren. In der Saison 2007/2008 muß ein Ruck durch die Mannschaft gehen, ein Ruck nach oben. Vielleicht so einer, den man bis hierunter in Bayern verspürt.
Peter-Stefan Greiner


