eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Do, 15:42 Uhr
14.02.2002

Hoher Besuch aus einem fernen Land

Nordhausen (nnz). Von Nordhausen lernen und das Gelernte mit nach Hause nehmen. Mit diesem Ziel wurde heute Mittag ein weitgereister Gast empfangen. nnz mit den Einzelheiten.


Uganda will Partnerschaft festigen, nnz-Foto: V. Fischer Seit fast zwei Jahren pflegen das Jugendsozialwerk und Thomas Pape einen guten Kontakt zu Uganda. Seit Samstag befindet sich nunmehr dessen Jugend- und Sozialminister Kyateka Mondo in Deutschland und am heutigen Vormittag traf er in Nordhausen ein. Sein Besuch gilt vor allem dem Kennenlernen deutscher Strukturen hinsichtlich der Kinder- und Jugendförderung.

Zur Mittagszeit wurde Kyateka Mondo von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) und Bürgermeister Klaus Wahlbuhl (SPD) im Rathaus begrüßt. „Es ist für uns eine große Ehre, den weitgereisten Gast in Nordhausen begrüßen zu dürfen,“ Barbara Rinke weiter „Wir freuen uns, dass unsere Kinder- und Jugendarbeit auf so große Resonanz gestoßen ist.“ Nordhausen hatte in den letzten Jahren mehrere Auszeichnungen bekommen, unter anderem als kinderfreundliche Stadt in Thüringen. Also noch ein Grund mehr, dass sich auch ein afrikanisches Land für dieses Arbeit und den gegenseitigen Erfahrungsaustausch interessiert.

Von der Nordhäuser Arbeit beeindruckt zeigte sich der afrikanische Gast: „Es gibt verschiedene Gründe, warum ich Nordhausen besuche. Der wichtigste Grund ist aber, dass Uganda Nachholbedarf bei der Förderung Kinder und Jugendlicher hat. Ich erhoffe mir mit meinem Besuch viele Einblicke und das nötige Wissen, welches ich nach Uganda zurück nehmen kann, um es dann umzusetzen.“ Bereits drei Kindergärten hat er in Nordhausen besucht und konnte sich einen Eindruck verschaffen, was hier für die Kinder und Jugendlichen alles getan wird.

Zwar zählt Uganda zu den Entwicklungsländern, aber in einem ist es fortschrittlicher als Deutschland. Der Sozialminister Mondo stolz: „In Uganda gibt es Jugendvertreter im regulären Parlament. Diese sind gewählt von den einzelnen Distrikten des Landes und repräsentieren so auch die Belange der Kinder und Jugendlichen.“

Die Zusammenarbeit mit Deutschland, speziell Nordhausen und Uganda, könnte nach der Vorstellung aller Beteiligten so aussehen, dass durch Jugend- und Expertenaustausch grundlegendes Wissen und Trainingsmaterial zur Verfügung gestellt wird. Damit würde nach einer gewissen Zeit ein fortlaufender interner Fortbildungsprozess bei den Kinder- und Jugendbeauftragten in Uganda ohne deutsche Beteiligung vollzogen werden.

Derzeit beträgt der Anteil Jugendlicher in Uganda etwa 90 Prozent der Bevölkerung. Es zeigt sich, dass eine Förderung mit bestimmten Projekten unbedingt nötig ist. „In unserem Land gibt es keine Jugendzentren. Solche Einrichtungen müssen aufgebaut werden, um alle Jugendlichen angemessen zu beschäftigen,“ sagte abschließend Kyateka Mondo.
Autor: vf

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)