Mi, 14:01 Uhr
13.06.2007
Briefe aus Bad Füssing (1)
Nordhausen (nnz). Nach dreijähriger Abstinenz gibt es sie wieder – die Briefe aus Bad Füssing. Am 31. August 2002 erschien der erste Brief überhaupt, jetzt der erste des Jahrgangs 2007.
Urlaub – endlich Urlaub! Nach dem Stress des Rolandsfestes, nun die Beschaulichkeit des Kurortes. Seit den letzten Briefen im Jahr 2004 hat sich hier – in unserem Falkenhof vieles verändert. Ein eigenes Solebad, neu ausgestattete Zimmer, größere Balkone, von einer Baustelle anno 2004 ist nichts mehr zu merken. Zu merken sind die angezogenen Preise. Das Hotel ist beliebt, so zusagen ein Insidertipp, auch heutzutage noch.
Neben dem Stammpublikum haben Kordula Wider und ihr Team eine neue Zielgruppe erschlossen: Es sind die Biofreaks. Alles, was beim Buffet oder auf der Speisekarte zu erblicken ist, kommt aus dem ökologischen oder biologischen Anbau, selbst das Bierchen am Abend.
Die 6600-Seelen-Kommune ist noch sauberer geworden, hat sich noch mehr herausgeputzt. Das ist dringend nötig, die Gesundheitsreförmchen der zurückliegenden Jahre haben ihre Spuren hinterlassen. Es kommen einfach weniger Gäste in die Kurstadt mit ihren drei großen Thermen und ihren vielen Hotelthermen. Neue Marketingstrategien waren nötig, sind sie mittlerweile etabliert. Die Füssinger haben ein wenig Geduld. Können Sie auch, das Kurwesen in den vergangenen Jahrzehnten hat die Gemeindekasse immer wieder gefüllt. Das war mehr als notwendig, Ende 2005 war jeder Füssinger Bürger mit 5030 Euro belastet. Das sind die Nordhäuser Werte ja utopisch positiv.
Ein Blick auf die Zahlen der Arbeitsagentur Passau lassen uns Nordhäuser immer noch neidisch werden. Im Vergleich zu vor fünf Jahren ist die Quote weiter in den Keller gegangen. Waren im Geschäftsbereich Pocking im August 2002 6,3 Prozent der Menschen ohne Job, so vermeldete die Agentur für den Mai dieses Jahres eine Quote von 5,7 Prozent. 54 Jugendliche unter 20 Jahren sind arbeitslos gemeldet, 30 davon erhalten Hartz IV.
Ist die Welt hier im tiefsten Bayern nun völlig in Ordnung? Dieser Frage will ich in den kommenden Tagen auch ein wenig nachgehen. Im Hotel Falkenhof hat man auch nach dreijähriger Abstinenz viele bekannte Gesichter beim Personal erblickt. Ein Zeichen der Beständigkeit?
Peter-Stefan Greiner
Autor: psgUrlaub – endlich Urlaub! Nach dem Stress des Rolandsfestes, nun die Beschaulichkeit des Kurortes. Seit den letzten Briefen im Jahr 2004 hat sich hier – in unserem Falkenhof vieles verändert. Ein eigenes Solebad, neu ausgestattete Zimmer, größere Balkone, von einer Baustelle anno 2004 ist nichts mehr zu merken. Zu merken sind die angezogenen Preise. Das Hotel ist beliebt, so zusagen ein Insidertipp, auch heutzutage noch.
Neben dem Stammpublikum haben Kordula Wider und ihr Team eine neue Zielgruppe erschlossen: Es sind die Biofreaks. Alles, was beim Buffet oder auf der Speisekarte zu erblicken ist, kommt aus dem ökologischen oder biologischen Anbau, selbst das Bierchen am Abend.
Die 6600-Seelen-Kommune ist noch sauberer geworden, hat sich noch mehr herausgeputzt. Das ist dringend nötig, die Gesundheitsreförmchen der zurückliegenden Jahre haben ihre Spuren hinterlassen. Es kommen einfach weniger Gäste in die Kurstadt mit ihren drei großen Thermen und ihren vielen Hotelthermen. Neue Marketingstrategien waren nötig, sind sie mittlerweile etabliert. Die Füssinger haben ein wenig Geduld. Können Sie auch, das Kurwesen in den vergangenen Jahrzehnten hat die Gemeindekasse immer wieder gefüllt. Das war mehr als notwendig, Ende 2005 war jeder Füssinger Bürger mit 5030 Euro belastet. Das sind die Nordhäuser Werte ja utopisch positiv.
Ein Blick auf die Zahlen der Arbeitsagentur Passau lassen uns Nordhäuser immer noch neidisch werden. Im Vergleich zu vor fünf Jahren ist die Quote weiter in den Keller gegangen. Waren im Geschäftsbereich Pocking im August 2002 6,3 Prozent der Menschen ohne Job, so vermeldete die Agentur für den Mai dieses Jahres eine Quote von 5,7 Prozent. 54 Jugendliche unter 20 Jahren sind arbeitslos gemeldet, 30 davon erhalten Hartz IV.
Ist die Welt hier im tiefsten Bayern nun völlig in Ordnung? Dieser Frage will ich in den kommenden Tagen auch ein wenig nachgehen. Im Hotel Falkenhof hat man auch nach dreijähriger Abstinenz viele bekannte Gesichter beim Personal erblickt. Ein Zeichen der Beständigkeit?
Peter-Stefan Greiner

