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Fr, 21:15 Uhr
08.06.2007

Einladung zur Zeitreise

Nordhausen (nnz). Die ganze 500jährige Geschichte des Korns in weniger als einer Stunde, zu dieser Zeitreise wurde heute Abend ins Theater eingeladen. Nnz hat den Festakt zum Jubiläum miterlebt und präsentiert die ersten Eindrücke.

Gastgeber und Gastgeberin (Foto: Weithoff) Gastgeber und Gastgeberin (Foto: Weithoff)

500 Jahre Korn mit allen Höhen und Tiefen, die mitzuerleben lud heute Nordbrand Nordhausen ins Theater ein. „Was wäre Nordhausen ohne Korn und der Korn ohne Nordhausen“ faßte Geschäftsführer Hans-Joachim Junker zusammen, wie wichtig das Getränk für die Rolandstadt ist. 1507 wurde die Brennereitradition erstmals offiziell erwähnt. Ein Brandweinsteuererlaß zeugt davon, daß Handel und Verzehr so weit fortgeschritten waren, daß sie über eine Abgabe geregelt werden sollten. Diese Steuer war zu einem großen Teil für den Reichtum der Stadt verantwortlich, daran erinnerte Oberbürgermeisterin Barbara Rinke. Die einstige Freie Reichsstadt konnte eine neue Schule bauen und einen Stadtphysikus einstellen, für 40 Gulden im Jahr.

Rasant schritt die Entwicklung fort. 1789 wurde ein Reinheitsgebot für den Korn erlassen. „Eine frühe Form des Verbraucherschutz“ sagte Hans-Joachim Junker. Und 60 Jahre bevor überhaupt an Markenschutz gedacht wurde, hatte der Echte Nordhäuser schon sein eigenes Siegel. Die Stadt und ihr bekanntestes Produkt waren ihrer Zeit voraus. Viele prominente Besucher liebten den Korn. Einer von ihnen war Otto von Bismarck „Ein Korn wie kein anderer“ urteilte er über das Getränk aus Nordhausen.

Etwas besonderes war der Echte Nordhäuser über alle Zeiten hinweg. Das sollte mit einem multimedialen Schauspiel noch einmal deutlich gemacht werden. Diese Zeitreise begann mit dem Märchen vom Korn und dem Teufel. Der konnte mit dem Echten Nordhäuser letztlich gar nichts anfangen, weil die Spirituose göttlich schmeckte, nicht teuflisch, und somit zur Verführung armer Seelen nichts taugte. Soviel zur Legende, dann gab es einen geschichtlichen Abriß. Goethe wollte einen Brennmeister aus Nordhausen abwerben, Bismarck kam vom Durst getrieben in die Rolandstadt. Der Krieg zerstörte fast alle der Brennereien. Fröhliche FDJler bauten sie wieder auf. 22 Millionen Liter wurden zum Ende der DDR in Nordhausen hergestellt. Dabei durfte es laut Einigungsvertrag nicht bleiben. Nur 20 Prozent davon wurden noch produziert. Ein Brennereiteil mußte später gesprengt werden. Es wurde modernisiert und die wahrscheinlich beste Werbekampagne erdacht „Roggenecht, so muß ein Korn schmecken.“ Huhn Henriette feierte weiter. Nach dem Festakt im Theater ging es auf dem Gelände von Nordbrand Nordhausen weiter.
Autor: wf

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