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Mi, 17:01 Uhr
23.05.2007

Weg von der hinteren Stoßstange!

Nordhausen (nnz). Der Artikel in der nnz „Fast Schlusslicht“ zur Wirtschaftsleistung der Thüringer Landkreise und Städte dürfte nach Meinung der Jungen Liberalen eigentlich die politische Klasse Nordhausens aufschrecken. Mehr dazu in Ihrer nnz.


Nun, die Julis vermuten, dass diese sanft weiterschlafen und sich ihren Traumgefechten im Kreistag hingeben wird. Die Zahlen, mit denen die nnz aufwartet, seien katastrophal. Der Landkreis Nordhausen ist das Schlusslicht in der wirtschaftlichen Entwicklung Thüringens: „Stell Dir vor, es boomt und Du bist nicht dabei!“

„Genau das ist unsere Situation. Und die ist hausgemacht. Wirtschaftsförderung, die an unserer Region vorbei geht, kleinliche Streitereien um Ansehen und Posten im Kreistag, Unternehmer und Arbeitnehmer, die sich von ihren politischen Repräsentanten verschaukelt vorkommen. Aus unserer Region stammen zwei Landesminister, neben dem nicht gerade als Reißer bekannten Dr. Zeh auch der Wirtschaftsminister Thüringens, Herr Reinholz. Beide sind zwar immer gerne dabei, wenn es um schöne Fotos in der Presse geht. Derweil laufen die Fördermittel um die Kreisgrenzen herum und über die Leidensgeschichte der Autobahn A38 oder Ortsumfahrten unserer Gemeinden brauchen wir hier nicht zu schreiben“, so die Jungliberalen.

Und weiter: „Die Bürger kennen die Not. Unser Kreistag kümmert sich um alles Mögliche, wirft auch gerne noch viel Geld für den völlig unnützen Posten einer Zweiten Beigeordneten zum Fenster hinaus, derweil feiert unsere Wirtschaft den nach dem schon als wirtschaftliche Leiche verschrienen Gera zweitschlechtesten Umsatz pro Beschäftigten in Thüringen. Was im Klartext heißt: Für Thüringer Verhältnisse sind wir ein Entwicklungsland.

Wann raffen sich die hierfür Verantwortlichen endlich auf? Die Julis fordern den Kreistag auf, sofort eine fraktionsübergreifende Arbeitsgruppe zur wirtschaftlichen Entwicklung zu gründen. Diese hat dem Kreistag bis zum Herbst abrechenbare Vorlagen für die wirtschaftliche Gestaltung durch die Politik vorzulegen. Derweil müssen alle Grabenkämpfe zwischen Landkreis und Stadt Nordhausen sofort aufhören! Die Fraktionen des Kreistages sollen in einer der nächsten Sitzungen Rechenschaft darüber ablegen, was sie konkret unternehmen, damit Landkreis und Stadt mit einer Stimme für die Zukunft unserer Region reden.

Es mag sein, dass die Damen und Herren im Kreistag, die meistens etwas gesetzteren Alters sind, die Tragweite der Situation noch nicht ganz begriffen haben. Wenn sie nicht schleunigst hier substantiell etwas zur Entwicklung des Landkreises Nordhausen tun, werden sie sich bald eine Region vorstehen, die man getrost das Armutsaltersheim Deutschlands nennen darf.“
Alexander Fischer Vorstand der Jungen Liberalen Nordhausen
Autor: nnz

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