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Di, 15:04 Uhr
22.05.2007

Immer weniger

Nordhausen (nnz). Jetzt liegen neue Berechnungen vor, die eigentlich ältere Voraussagen bekräftigen: Die Bevölkerung in Thüringen wird dramatisch zurückgehen. Die nnz mit den aktuellen Zahlen.


Das Statistische Bundesamt veröffentlichte heute die Länderergebnisse der 11. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung (11. KBV). Koordiniert bedeutet, dass Modell und Annahmen zwischen dem Bund und den Ländern abgestimmt sind. Die Vorausberechnungen des Bundes und der Länder basieren auf dem fortgeschriebenen Bevölkerungsbestand Ende 2005. Alle Berechnungen reichen bis zum Jahr 2050, wobei die Ergebnisse ab dem Jahr 2021 Modellcharakter tragen.

Die Ergebnisse der 11. Koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung (KBV) bestätigen die getroffenen Aussagen früherer Berechnungen, wonach sich die Thüringer Bevölkerungszahl weiter verringern wird. Wohnten Ende des Jahres 2005 noch 2,334 Millionen Personen auf Thüringer Gebiet, wird deren Zahl um 796.400 Personen zurückgehen und im Jahr 2050 noch 1.538 Millionen Personen betragen. Bis zum Jahr 2050 sind es durchschnittlich 17.700 Einwohner, die Thüringen jährlich „verloren gehen“.

Der Bevölkerungsrückgang bis 2050 ist nahezu vollständig (95,0 Prozent) auf den Sterbefallüberschuss zurückzuführen. Mit anderen Worten: Es werden auch in den kommenden Jahren zu wenige Kinder in unserem Land geboren werden. Die Ursache für die restlichen fünf Prozent des Bevölkerungsrückgangs bis 2050 liegt darin, dass mehr Menschen unseren Freistaat verlassen als zuziehen.

Dynamischer als die Veränderung der Bevölkerung ist die Entwicklung in den einzelnen Altersstufen. Charakteristisch hierfür ist eine zunehmende Überalterung. Im Basisjahr der Vorausberechnung betrug der Anteil der über 65-Jährigen an der Gesamtbevölkerung noch 20,7 Prozent. 45 Jahre später, im Jahr 2050, wird dieser Anteil 38,3 Prozent betragen. Der Anteil der jungen Menschen unter 20 Jahren an der Gesamtbevölkerung reduziert sich im gleichen Zeitraum von 16,8 auf 14,2 Prozent. Der Durchschnittsthüringer ist gegenwärtig 44,1 Jahre alt. Es ist zu erwarten, dass das Durchschnittsalter im Jahr 2050 bei 52,7 Jahren liegen wird.

Im Vergleich zu der bestehenden Planungsgrundlage auf der Basis der 10. KBV gibt es für das Jahr 2050 eine relative Abweichung von - 7,5 Prozent. Beide Berechnungen unterscheiden sich im Wesentlichen in den Wanderungsgewinnen aus dem Ausland. Die 11. KBV geht von niedrigeren Zuwanderungsgewinnen aus. Dadurch reduziert sich die Bevölkerung bis 2050 von 1,663 Millonen Personen lt. Planungsgrundlage auf 1,538 Millionen Personen entsprechend der 11. KBV bzw. um 125.000 Personen.
Autor: nnz

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