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Mo, 09:28 Uhr
11.02.2002

Andreas Knuhr auf Rettungswachen-Tour

Sollstedt (nnz). Die Rettungswache Sollstedt steht auf dem Spiel. So sehen es die Vorstellungen des Nordthüringer Rettungsdienstzweckverbandes vor. Jetzt war ein Mitglied des Nordhäuser Kreistages in Sollstedt und Deuna unterwegs.


Kreistagsmitglied Andreas Knuhr (SPD) machte sich am Wochenende auf Informationstour und besichtigte die beiden zur Disposition stehenden Rettungswachen in Sollstedt und in Deuna. „Ich war bereites am Samstag unterwegs, aber da waren beide Rettungswachen im Einsatz. Doch gestern hatte ich mehr Glück und ich konnte mich so von den Bedingungen vor Ort überzeugen. So sind in Sollstedt gegenwärtig ein moderner Rettungswagen und insgesamt acht Mitarbeiter im 24-Stunden-Dienst im Einsatz“, so Knuhr gegenüber nnz. In Deuna sieht es dagegen vollkommen anders aus. Dort existiert nur ein Krankentransportwagen mit vier Mitarbeitern im 12-Stunden-Dienst. Das bedeutet, dass die Rettungswache nachts nicht besetzt ist.

Wenn nun wirklich aus sogenannten Kostengründen die Rettungswache in Sollstadt geschlossen werden sollte, würde im Notfall folgendes Szenario eintreten: Der Hilfesuchende ruft die Rettungsleitstelle in Nordhausen an, diese setzt sich mit der Rettungswache in Bleicherode in Verbindung. Wenn der Einsatz von dort nicht erfolgen kann, wird die Rettungsleitstelle in Heiligenstadt informiert und diese setzt die Rettungswache in Deuna in Kenntnis. „Da kann man nur hoffen, dass der Hilfesuchende auch in jener Zeit anruft, wenn die 12-Stunden-Schicht tätig ist“ so Knuhr.

Für ihn werfen sich folgende Fragen im Falle der Schließung der Rettungswache in Sollstedt auf:
1. Was passiert mit den acht Mitarbeitern und dem Rettungswagen, wenn die Sollstedter Rettungswache geschlossen wird ­ werden Bleicherode oder Deuna aufgestockt und somit die Kapazitäten erhalten?
2. Soll der Krankentransportwagen in Deuna gegen einen Rettungswagen ergänzt werden?
3. Wird die 12h Besetzung der Rettungswache Deuna auf 24h aufgestockt?
4.Welche Argumente gibt es für den Erhalt von der Rettungswache in Deuna?
5.Soll die Rettungswache in Bleicherode in diesem Zusammenhang erweitert werden?
Negativ gedacht, könne man fast annehmen, dass alles wieder einmal von langer Hand geplant aber nicht durchdacht sei. Die Rettungswache in Bleicherode werde neu gebaut und in diesem Jahr bezugsfertig, damit ist sie bei dieser Diskussion außen vor. Die Rettungswache in Sollstedt wird geschlossen und die Personal- und Betriebskosten für acht Mitarbeiter können eingespart werden. Da bleibt doch nur noch die Befürchtung vieler Bürgerinnen und Bürger, dass der im Ernstfall Hilfesuchende auf der Strecke bleibe, so das Kreistagsmitglied.

„Von beiden Rettungswachen erfuhr ich, dass der Ort Rehungen, wenn es Sollstedt nicht mehr gäbe und Deuna gerade im Einsatz ist, nicht innerhalb von den gesetzlich vorgeschriebenen 12 Minuten versorgt werden kann. Ähnlich dürfte es auch den Wülfingerödern dann gehen. Die gleichen Bedenken hat auch im übrigen der Sollstedter Bürgermeister Jürgen Hohberg angemeldet. Aus diesem Grund fordere ich im Namen der Bürger von Wülfingerode, Sollstedt und Rehungen dazu auf, dass die Verantwortlichen der jeweiligen DRK-Kreisverbände (Betreiber der Rettungswachen) und die Verantwortlichen des Rettungsdienstzweckverbandes ihre Karten offen auf den Tisch legen und die Mitglieder der jeweiligen Kreistage davon in Kenntnis zu setzen. Es kann und darf nicht sein, dass nur aus Kostengründen das Leben eines Menschen aufs Spiel gesetzt wird. Eine entsprechende Unterschriftssammlung der betroffenen Gemeinden des Landkreisen Nordhausen wird diese Forderung unterstreichen“, meinte Andreas Knuhr abschließend.
Autor: nnz

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