Mo, 12:15 Uhr
21.05.2007
Sparen durch 185 Jahre Knast
Nordhausen (nnz). Rund 185 Jahre Haft bzw. 67.387 Hafttage konnten im Jahr 2006 vermieden werden, da Verurteilte anstelle der gegen sie verhängten Ersatzfreiheitsstrafe gemeinnützige Arbeit geleistet haben. Wer da am meisten gespart hat, das hat die nnz erfahren.
Rund 1,56 Millionen Euro konnten dadurch im Landeshaushalt gespart werden, da sie nicht für den Vollzug einer Freiheitsstrafe aufgewendet werden mussten. Die unter dem Titel Schwitzen statt Sitzen bekannte Sanktionsalternative hat sich seit ihrer Einführung vor 14 Jahren bewährt und hält sich beständig auf hohem Niveau, auch wenn seit einigen Jahren die Anzahl der vermiedenen Hafttage parallel zum Rückgang von Verfahren rückläufig sind. Schwitzen statt Sitzen ist eine Alternative zur so genannten Ersatzfreiheitsstrafe, die ein Verurteilter dann verbüßen muss, wenn er die gegen ihn verhängte Geldstrafe nicht bezahlen kann. Anstatt dem Einsitzen in einer Haftanstalt können Verurteilte gemeinnützige Arbeit verrichten.
Durch diese Sanktionsalternative gelingt es dem Strafzweck zu genügen, den Belegungsdruck in den Justizvollzugsanstalten zu verringern und den Haushalt zu entlasten, so Justizminister Harald Schliemann. Allerdings sei es auch immer schwieriger, Projekte zu finden, in denen Schwitzen statt Sitzen umgesetzt werden könne.
Die wichtige Vermittlungsarbeit dafür leisten die Sozialen Dienste der Justiz sowie Vereine der Bewährungs- und Straffälligenhilfe. Es wird viel dafür getan, Einsatzorte für straffällig gewordene Menschen zu finden sowie deren Bereitschaft zu fördern, für das Gemeinwesen Arbeit zu leisten, so Schliemann.
Autor: nnzRund 1,56 Millionen Euro konnten dadurch im Landeshaushalt gespart werden, da sie nicht für den Vollzug einer Freiheitsstrafe aufgewendet werden mussten. Die unter dem Titel Schwitzen statt Sitzen bekannte Sanktionsalternative hat sich seit ihrer Einführung vor 14 Jahren bewährt und hält sich beständig auf hohem Niveau, auch wenn seit einigen Jahren die Anzahl der vermiedenen Hafttage parallel zum Rückgang von Verfahren rückläufig sind. Schwitzen statt Sitzen ist eine Alternative zur so genannten Ersatzfreiheitsstrafe, die ein Verurteilter dann verbüßen muss, wenn er die gegen ihn verhängte Geldstrafe nicht bezahlen kann. Anstatt dem Einsitzen in einer Haftanstalt können Verurteilte gemeinnützige Arbeit verrichten.
Durch diese Sanktionsalternative gelingt es dem Strafzweck zu genügen, den Belegungsdruck in den Justizvollzugsanstalten zu verringern und den Haushalt zu entlasten, so Justizminister Harald Schliemann. Allerdings sei es auch immer schwieriger, Projekte zu finden, in denen Schwitzen statt Sitzen umgesetzt werden könne.
Die wichtige Vermittlungsarbeit dafür leisten die Sozialen Dienste der Justiz sowie Vereine der Bewährungs- und Straffälligenhilfe. Es wird viel dafür getan, Einsatzorte für straffällig gewordene Menschen zu finden sowie deren Bereitschaft zu fördern, für das Gemeinwesen Arbeit zu leisten, so Schliemann.

