Sa, 10:57 Uhr
19.05.2007
nnz-Forum: Dritter offener Brief
Nordhausen (nnz). Zwei Briefe hat der Arbeitskreis Gipskarst bereits an Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) geschrieben (siehe nnz-Archiv). Jetzt ist ein dritter hinzu gekommen...
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident !
Der Arbeitskreis Gipskarst hat sie am 27.3.07 und am 17.4.07 in zwei offenen Briefen angeschrieben und sie an Ihr Versprechen im Südharz keine weiteren Neuaufschlüsse von Gipstagebauen zuzulassen erinnert.
Am 2.4.07 erhielten wir eine Eingangsbestätigung auf unseren Brief vom 27.3.07 mit der Aussage, dass von dem Ministerium für Landwirtschaft, Natur und Umwelt eine Stellungnahme abgefordert wurde. Auf unseren Brief vom 17.4.07 haben wir keine Eingangsbestätigung und eine Antwort haben wir auf beide Briefe bis heute nicht erhalten.
Dafür hat das abbauende Unternehmen vom Umweltministerium die Genehmigung erhalten 1,2 ha Karst – Buchenwald abzuholzen und im Augenblick sind sie dabei, die oben aufliegende Erdschicht wegzuschieben.
Der öffentliche Protest nimmt ständig zu. Jetzt haben sich neben den Nachbargemeinden auch der Landrat des Kreises Nordhausen und die Vize- Präsidentin des Deutschen Bundestages und Chefin der Grünen des Landes Thüringen eingeschaltet. Im nächsten Umweltausschuss des Landtages steht der Gipsabbau im Südharz auf der Tagsordnung. Am 31.5.07 findet eine öffentliche Tagung des Umweltausschusses des Kreistages Nordhausen am geplanten Abbaufeld Himmelsberg und in der Gemeinde Ellrich/ Woffleben statt.
Die Bürger der Region sehen sich in ihrer touristischen Existenz gefährdet und das vor dem Hintergrund, dass durch die Neuerschließung kein einziger Arbeitsplatz geschaffen wird. Empörend und an den Tatsachen vorbei finden wir auch den Fernsehauftritt des Staatssekretärs im Umweltministerium Herrn Juckenack am 11. 5. 2007, der behauptet: es handele sich in beiden Fällen lediglich um eine Erweiterung eines bestehenden Abbaufeldes
Für das Abbaufeld Rüsselsee wurde 1996 zwischen der Gemeinde Niedersachswerfen und den Südharzer Gipswerken Ellrich ein Pilotprojekt unterzeichnet. Dieses Pilotprojekt enthält unter anderem eine Begrenzung des Abbaufeldes auf 9,8 ha. Demzufolge kann auch ein Staatssekretär nicht von Erweiterungen eines bestehenden Abbaufeldes sprechen. Das Pilotprojekt wurde ausdrücklich für die Erstellung des Betriebsplanes Himmelsberg als unantastbar bei den Bedingungen ausdrücklich aufgeführt.
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, die Zeit drängt. Der Walkenrieder Abbaubetrieb hat schon genug Schaden an der Natur angerichtet. Sprechen Sie ein Machtwort! Stoppen sie diesen Frevel an der Natur, der zwingend nicht notwendig ist, da der Bedarf durch andere bestehende Gipsbrüche mehr als 100 Prozent abgedeckt werden kann. Dieser Neuaufschluss dient nur der Gewinnoptimierung einiger Weniger und schadet der Allgemeinheit.
Wir warten auf Ihre Entscheidung und auf Ihre Antwort.
Dieter Bökert, Arbeitskreis Gipskarst
Autor: nnzSehr geehrter Herr Ministerpräsident !
Der Arbeitskreis Gipskarst hat sie am 27.3.07 und am 17.4.07 in zwei offenen Briefen angeschrieben und sie an Ihr Versprechen im Südharz keine weiteren Neuaufschlüsse von Gipstagebauen zuzulassen erinnert.
Am 2.4.07 erhielten wir eine Eingangsbestätigung auf unseren Brief vom 27.3.07 mit der Aussage, dass von dem Ministerium für Landwirtschaft, Natur und Umwelt eine Stellungnahme abgefordert wurde. Auf unseren Brief vom 17.4.07 haben wir keine Eingangsbestätigung und eine Antwort haben wir auf beide Briefe bis heute nicht erhalten.
Dafür hat das abbauende Unternehmen vom Umweltministerium die Genehmigung erhalten 1,2 ha Karst – Buchenwald abzuholzen und im Augenblick sind sie dabei, die oben aufliegende Erdschicht wegzuschieben.
Der öffentliche Protest nimmt ständig zu. Jetzt haben sich neben den Nachbargemeinden auch der Landrat des Kreises Nordhausen und die Vize- Präsidentin des Deutschen Bundestages und Chefin der Grünen des Landes Thüringen eingeschaltet. Im nächsten Umweltausschuss des Landtages steht der Gipsabbau im Südharz auf der Tagsordnung. Am 31.5.07 findet eine öffentliche Tagung des Umweltausschusses des Kreistages Nordhausen am geplanten Abbaufeld Himmelsberg und in der Gemeinde Ellrich/ Woffleben statt.
Die Bürger der Region sehen sich in ihrer touristischen Existenz gefährdet und das vor dem Hintergrund, dass durch die Neuerschließung kein einziger Arbeitsplatz geschaffen wird. Empörend und an den Tatsachen vorbei finden wir auch den Fernsehauftritt des Staatssekretärs im Umweltministerium Herrn Juckenack am 11. 5. 2007, der behauptet: es handele sich in beiden Fällen lediglich um eine Erweiterung eines bestehenden Abbaufeldes
Für das Abbaufeld Rüsselsee wurde 1996 zwischen der Gemeinde Niedersachswerfen und den Südharzer Gipswerken Ellrich ein Pilotprojekt unterzeichnet. Dieses Pilotprojekt enthält unter anderem eine Begrenzung des Abbaufeldes auf 9,8 ha. Demzufolge kann auch ein Staatssekretär nicht von Erweiterungen eines bestehenden Abbaufeldes sprechen. Das Pilotprojekt wurde ausdrücklich für die Erstellung des Betriebsplanes Himmelsberg als unantastbar bei den Bedingungen ausdrücklich aufgeführt.
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, die Zeit drängt. Der Walkenrieder Abbaubetrieb hat schon genug Schaden an der Natur angerichtet. Sprechen Sie ein Machtwort! Stoppen sie diesen Frevel an der Natur, der zwingend nicht notwendig ist, da der Bedarf durch andere bestehende Gipsbrüche mehr als 100 Prozent abgedeckt werden kann. Dieser Neuaufschluss dient nur der Gewinnoptimierung einiger Weniger und schadet der Allgemeinheit.
Wir warten auf Ihre Entscheidung und auf Ihre Antwort.
Dieter Bökert, Arbeitskreis Gipskarst
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.

