Di, 18:08 Uhr
15.05.2007
Ab ins Museum
Nordhausen (nnz). Am 20. Mai wird der internationale Museumstag begangen. Was sich die Museumsmacher dazu haben einfallen lassen, das hat die nnz erfahren.
Anlässlich des internationalen Museumstages am 20. Mai 2007 finden um 11 und 15 Uhr im Kunsthaus Meyenburg spezielle Führungen durch die Sonderausstellung China in Nordhausen – Kunst aus dem Reich der Mitte statt. Das kündigte jetzt Museumsmitarbeiterin Susanne Hinsching an. Der Eintritt ist an diesem Tag frei.
Sie weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass auch am Himmelfahrtstag das Kunsthaus geöffnet hat. Die Schau zeige als einmaliges Ausstellungsprojekt chinesische Leihgaben aus mehreren großen deutschen Museen, so Hinsching. Die eigens auf das Kunsthaus Meyenburg abgestimmte Ausstellungskonzeption beinhalte zahlreiche Werke – z.B. aus der Sammlung Wallenstein – die erstmals in Thüringen zu sehen seien.
Das Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin stellt für diese Ausstellung 36 handkolorierte Holzschnitte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts zur Verfügung, darunter die farbenprächtigen Darstellungen von Türgöttern, die zum Typus der Neujahrsbilder zählen.
Das Kupferstichkabinett der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha stellt für die Nordhäuser China-Ausstellung einen Teil ihrer umfangreichen interessanten Speckstein-Sammlung sowie einige Porzellanobjekte zur Verfügung.
Ergänzt werden die Leihgaben durch kleine Figuren aus Elfenbein, Porzellanvasen sowie Bronzegefäße aus dem eigenen Bestand des Kunsthauses Meyenburg. Diese Sammlungsgegenstände, die größtenteils noch nie ausgestellt waren, stammen aus der Privatsammlung von Camillo Kleemann, die 1937 als Schenkung an das Meyenburg-Museum ging.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die geschnitzten figürlichen Kostbarkeiten aus dem 17. Jahrhundert, die seit dieser Zeit neben Porzellanen und Steinzeugen in Europa als hochgeschätzte Ausstattungsgegenstände fürstlicher Kunstkammersammlungen dienten.
So umfasste die Sammlung von August des Starken (1670-1733) in Dresden ursprünglich mehr als 500 Specksteinobjekte. Eine noch umfangreichere Sammlung hatte Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (reg. 1633-1714). In den Kunstkammersammlungen seines Lustschlosses Salzdahlum zusammengebracht. Die Specksteinfiguren wurden in einem Inventar von 1784 unter nicht weniger als 666 Einträgen zusammengefasst.
Zu den beliebtesten Motiven zählten Heilsgestalten des Daoismus und Buddhismus, die häufig für die Verwendung auf Hausaltären bestimmt waren, einige dieser Figuren sind derzeit im Kunsthaus Meyenburg zu sehen. Die Ausstellung ist noch bis Pfingstsonntag dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Führung geplant
Im Rahmen des Internationalen Museumstag am 20. Mai 2007 findet in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora um 14 Uhr eine Führung durch die neue Dauerausstellung statt. Der Eintritt in das Museum und die Teilnahme an der Führung sind frei.
Autor: nnzAnlässlich des internationalen Museumstages am 20. Mai 2007 finden um 11 und 15 Uhr im Kunsthaus Meyenburg spezielle Führungen durch die Sonderausstellung China in Nordhausen – Kunst aus dem Reich der Mitte statt. Das kündigte jetzt Museumsmitarbeiterin Susanne Hinsching an. Der Eintritt ist an diesem Tag frei.
Sie weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass auch am Himmelfahrtstag das Kunsthaus geöffnet hat. Die Schau zeige als einmaliges Ausstellungsprojekt chinesische Leihgaben aus mehreren großen deutschen Museen, so Hinsching. Die eigens auf das Kunsthaus Meyenburg abgestimmte Ausstellungskonzeption beinhalte zahlreiche Werke – z.B. aus der Sammlung Wallenstein – die erstmals in Thüringen zu sehen seien.
Das Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin stellt für diese Ausstellung 36 handkolorierte Holzschnitte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts zur Verfügung, darunter die farbenprächtigen Darstellungen von Türgöttern, die zum Typus der Neujahrsbilder zählen.
Das Kupferstichkabinett der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha stellt für die Nordhäuser China-Ausstellung einen Teil ihrer umfangreichen interessanten Speckstein-Sammlung sowie einige Porzellanobjekte zur Verfügung.
Ergänzt werden die Leihgaben durch kleine Figuren aus Elfenbein, Porzellanvasen sowie Bronzegefäße aus dem eigenen Bestand des Kunsthauses Meyenburg. Diese Sammlungsgegenstände, die größtenteils noch nie ausgestellt waren, stammen aus der Privatsammlung von Camillo Kleemann, die 1937 als Schenkung an das Meyenburg-Museum ging.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die geschnitzten figürlichen Kostbarkeiten aus dem 17. Jahrhundert, die seit dieser Zeit neben Porzellanen und Steinzeugen in Europa als hochgeschätzte Ausstattungsgegenstände fürstlicher Kunstkammersammlungen dienten.
So umfasste die Sammlung von August des Starken (1670-1733) in Dresden ursprünglich mehr als 500 Specksteinobjekte. Eine noch umfangreichere Sammlung hatte Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (reg. 1633-1714). In den Kunstkammersammlungen seines Lustschlosses Salzdahlum zusammengebracht. Die Specksteinfiguren wurden in einem Inventar von 1784 unter nicht weniger als 666 Einträgen zusammengefasst.
Zu den beliebtesten Motiven zählten Heilsgestalten des Daoismus und Buddhismus, die häufig für die Verwendung auf Hausaltären bestimmt waren, einige dieser Figuren sind derzeit im Kunsthaus Meyenburg zu sehen. Die Ausstellung ist noch bis Pfingstsonntag dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Führung geplant
Im Rahmen des Internationalen Museumstag am 20. Mai 2007 findet in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora um 14 Uhr eine Führung durch die neue Dauerausstellung statt. Der Eintritt in das Museum und die Teilnahme an der Führung sind frei.

