Di, 11:20 Uhr
15.05.2007
nnz-Forum: Wird stattfinden!
Nordhausen/Niedersachswerfen (nnz). In einem Leserbrief an die nnz hatte sich Michael Hartmann über die fehlende Unterstützung der Gemeinde für den Heimat- und Traditionsverein beklagt. Jetzt gibt es eine Reaktion seitens der Verwaltung.
Werter Herr Hartmann!
Durch die nnz zu erfahren, dass der Kultur- und Traditionsverein seine Tätigkeit einstellt, ist für mich als Bürgermeister etwas befremdlich, aber Sie haben diesen Weg gewählt, also auch die Antwort auf diesen Wege. Das es in der Gemeinde eine Unterschriftenaktion zum Erhalt des Festplatzes gab, ist Ihnen vielleicht in der Hektik des Alltags entgangen. Daher wird die 800- Jahrfeier auch dort stattfinden. Ballermann und ähnliche Veranstaltungen nicht. Soviel dazu.
Jeder Verein, sei es in unserer Gemeinde oder anderswo, hat mit den verschiedensten Problemen zu kämpfen, sie bedürfen alle einer Entscheidung und Lösung, dass dies nicht einfach ist, kann jeder, der in einem Verein tätig ist, verstehen. Das Suchen nach Kompromissen ist ein Punkt, um einer Lösung näher zu kommen. Mit Forderungen und Bewegungsstillstand kommt man nicht weiter. Wer keine Kompromisse schließen kann, wird sich auch nicht weiter entwickeln können.
Sie selbst schreiben in Ihrem Artikel, dass es an notwendiger Unterstützung im Ort, im Gemeinderat und bei dem Bürgermeister fehlt. Ich hatte Ihnen schon einmal geraten, nicht immer die Fehler bei anderen zu suchen, sondern selbst ermitteln, warum dieser Zustand eingetreten ist. Natürlich ist es schwer im Ort Unterstützung zu finden, wenn seit einem langen Zeitraum die Ruhe im Verein offenbar gestört ist.
Fehlende Unterstützung können Sie weder dem Gemeinderat noch mir vorwerfen, sowohl materiell und ideell. Nur ein paar Beispiele: Ständige Unterstützung durch den Bauhof, ständige Unterstützung finanzieller Art bei jedem Fest. Dafür blamable Entgleisungen bei den Karnevalsveranstaltungen der letzten Jahre. Ständige Bereitstellungen von Räumlichkeiten, sowohl zu Proben und Veranstaltungen, zum Kartenverkauf und vereinsinternen Versammlungen, Beschaffung von Lottomitteln, Bezahlungen von Handwagenreparaturen, Strom, Heizung – alles unter dem Punkt notwendige Unterstützungen.
Anerkennen muss ich, dass Ihre Vereinsmitglieder, trotz der schlechten Stimmung im Verein, zur Stange gehalten haben. Die Sponsoren dagegen immer mehr Abstand von dem Verein genommen haben. Warum wohl? Andere Vereine im Ort sind durch Ihr Verhalten und Ihre Forderungen immer mehr auf Distanz gegangen. Ihr Verein selbst, aus was weiß ich für Gründen, die Zusammenarbeit beim Arreè- Fest, bis auf das Handwagenrennen, aufgegeben hat. Auch das Handwagenrennen unterstützt die Gemeinde jedes Jahr. Jetzt wollen Sie auch das noch als wahrscheinliches Druckmittel verwenden.
Ich hoffe, dass sich ein tapferer kleiner Rest von Ihnen löst und dadurch auch die Akzeptanz im Ort wieder steigt. Übrigens, ein Gemeinderat und auch ein Bürgermeister muss ständig abwägen, auch bei der Dauer und Zeit von Veranstaltungen, für und gegen 3400 Einwohner und nicht nur für und gegen einen Verein. Trotzdem möchte ich die Walpurgisfeier und das Maibaumsetzen als gelungen betrachten, Dank an die Mitglieder des Vereins.
Jochen Napiralla, Bürgermeister Niedersachswerfen
Autor: nnzWerter Herr Hartmann!
Durch die nnz zu erfahren, dass der Kultur- und Traditionsverein seine Tätigkeit einstellt, ist für mich als Bürgermeister etwas befremdlich, aber Sie haben diesen Weg gewählt, also auch die Antwort auf diesen Wege. Das es in der Gemeinde eine Unterschriftenaktion zum Erhalt des Festplatzes gab, ist Ihnen vielleicht in der Hektik des Alltags entgangen. Daher wird die 800- Jahrfeier auch dort stattfinden. Ballermann und ähnliche Veranstaltungen nicht. Soviel dazu.
Jeder Verein, sei es in unserer Gemeinde oder anderswo, hat mit den verschiedensten Problemen zu kämpfen, sie bedürfen alle einer Entscheidung und Lösung, dass dies nicht einfach ist, kann jeder, der in einem Verein tätig ist, verstehen. Das Suchen nach Kompromissen ist ein Punkt, um einer Lösung näher zu kommen. Mit Forderungen und Bewegungsstillstand kommt man nicht weiter. Wer keine Kompromisse schließen kann, wird sich auch nicht weiter entwickeln können.
Sie selbst schreiben in Ihrem Artikel, dass es an notwendiger Unterstützung im Ort, im Gemeinderat und bei dem Bürgermeister fehlt. Ich hatte Ihnen schon einmal geraten, nicht immer die Fehler bei anderen zu suchen, sondern selbst ermitteln, warum dieser Zustand eingetreten ist. Natürlich ist es schwer im Ort Unterstützung zu finden, wenn seit einem langen Zeitraum die Ruhe im Verein offenbar gestört ist.
Fehlende Unterstützung können Sie weder dem Gemeinderat noch mir vorwerfen, sowohl materiell und ideell. Nur ein paar Beispiele: Ständige Unterstützung durch den Bauhof, ständige Unterstützung finanzieller Art bei jedem Fest. Dafür blamable Entgleisungen bei den Karnevalsveranstaltungen der letzten Jahre. Ständige Bereitstellungen von Räumlichkeiten, sowohl zu Proben und Veranstaltungen, zum Kartenverkauf und vereinsinternen Versammlungen, Beschaffung von Lottomitteln, Bezahlungen von Handwagenreparaturen, Strom, Heizung – alles unter dem Punkt notwendige Unterstützungen.
Anerkennen muss ich, dass Ihre Vereinsmitglieder, trotz der schlechten Stimmung im Verein, zur Stange gehalten haben. Die Sponsoren dagegen immer mehr Abstand von dem Verein genommen haben. Warum wohl? Andere Vereine im Ort sind durch Ihr Verhalten und Ihre Forderungen immer mehr auf Distanz gegangen. Ihr Verein selbst, aus was weiß ich für Gründen, die Zusammenarbeit beim Arreè- Fest, bis auf das Handwagenrennen, aufgegeben hat. Auch das Handwagenrennen unterstützt die Gemeinde jedes Jahr. Jetzt wollen Sie auch das noch als wahrscheinliches Druckmittel verwenden.
Ich hoffe, dass sich ein tapferer kleiner Rest von Ihnen löst und dadurch auch die Akzeptanz im Ort wieder steigt. Übrigens, ein Gemeinderat und auch ein Bürgermeister muss ständig abwägen, auch bei der Dauer und Zeit von Veranstaltungen, für und gegen 3400 Einwohner und nicht nur für und gegen einen Verein. Trotzdem möchte ich die Walpurgisfeier und das Maibaumsetzen als gelungen betrachten, Dank an die Mitglieder des Vereins.
Jochen Napiralla, Bürgermeister Niedersachswerfen
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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