Sa, 10:25 Uhr
09.02.2002
nnz-Rückspiegel: 9. Februar 2001
Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden. Heute:
Sparen, Schließung eines Gymnasiums?
Martin Höche (CDU): Mit dem Sparen endlich beginnen!
Seit zehn Jahren lebt der Kreis von der Hand in den Mund, in keinem Jahr sind finanzielle Mittel aus dem Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt umgeschichtet worden, beschreibt Martin Höche (CDU) die Situation in der Kreisverwaltung. Höche war einer der Initiatoren im Finanzausschuß, die Einsparungen bei den Personalkosten in Höhe einer etwaigen Unterdeckung des Haushaltsentwurfs forderten. Für Höche sei jedoch die finanzielle Situation noch nie so prekär gewesen wie in diesem Jahr. Es ist fünf Minuten nach 12, so der Bürgermeister der Gemeinde Hohenstein. Seiner Meinung nach könne der Kreistag sehr wohl in die Personalstruktur der Kreisverwaltung eingreifen. Der Stellenplan biete dazu die ideale Möglichkeit. Die Fraktionen des Kreistages werden sich in diesem Jahr nicht scheuen, Stellen zu streichen, denn es sei nicht weiter hinnehmbar, daß 90 Prozent der Kreisumlage für Personalkosten ausgegeben werden. Dann müßten Mitarbeiter der Verwaltung per Bedarfskündigungen ihren Stuhl räumen. Ein Anfang muß gemacht werden, wir dürfen dieses Haushaltsjahr nicht wieder untätig verstreichen lassen. Ausführlich im nnz-Archiv
ches Nordhäuser Gymnasium muß schließen?
Nordhausen (nnz). Der Rückgang der Schülerzahlen wird in den nächsten Jahren auch die Gymnasien treffen, so dass es im Landkreis Nordhausen in Zukunft nicht drei dieser Schulen geben kann. Zuerst sind die Grund- und Regelschulen betroffen, dann die Gymnasien. Weniger Schülerzahlen ziehen sich kurz- und mittelfristig durch das gesamte Schulleben wie ein roter Faden. An diesem hängen nicht nur die Existenzen der Grund- und Regelschulen, sondern in einigen Jahren auch die der Gymnasien. Klar, daß es in den Verwaltungen, die Träger der jeweiligen Schulformen sind, auch entsprechende Planungen gibt. In der Schulverwaltung des Landkreises Nordhausen liegt bereits seit einiger Zeit ein Papierchen in den Schubladen, daß ab der nächsten Woche für viel Zündstoff sorgen könnte. Und da soll, so die Informationen der nnz, schwarz auf weiß stehen: Ab 2004 soll das Humboldt-Gymnasium aufgegeben werden. Heißt nichts anderes als Schließung der Bildungseinrichtung. nnz hat nachgefragt, mehr als Andeutungen wurden leider nicht gemacht.
"Die Halbierung der Schüler im Grundschulbereich wird dazu führen, dass maximal zwei Gymnasien überleben können", sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Matthias Jendricke der nnz. Falls das Land Thüringen sogar noch die Zugangskriterien für die Abiturausbildung verschärfen würde, könnte sogar nur ein Gymnasium bestehen bleiben. Schulpolitiker halten einen solchen Schritt deshalb für notwendig, weil man das "Ausbluten" der Regelschulen verhindern sollte, zwischen den Zeilen war das auch in dem Offenen Brief der Kreiselternsprecher der Regelschulen des Landkreises zu lesen.Ausführlich im nnz-Archiv
Autor: nnzSparen, Schließung eines Gymnasiums?
Martin Höche (CDU): Mit dem Sparen endlich beginnen!
Seit zehn Jahren lebt der Kreis von der Hand in den Mund, in keinem Jahr sind finanzielle Mittel aus dem Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt umgeschichtet worden, beschreibt Martin Höche (CDU) die Situation in der Kreisverwaltung. Höche war einer der Initiatoren im Finanzausschuß, die Einsparungen bei den Personalkosten in Höhe einer etwaigen Unterdeckung des Haushaltsentwurfs forderten. Für Höche sei jedoch die finanzielle Situation noch nie so prekär gewesen wie in diesem Jahr. Es ist fünf Minuten nach 12, so der Bürgermeister der Gemeinde Hohenstein. Seiner Meinung nach könne der Kreistag sehr wohl in die Personalstruktur der Kreisverwaltung eingreifen. Der Stellenplan biete dazu die ideale Möglichkeit. Die Fraktionen des Kreistages werden sich in diesem Jahr nicht scheuen, Stellen zu streichen, denn es sei nicht weiter hinnehmbar, daß 90 Prozent der Kreisumlage für Personalkosten ausgegeben werden. Dann müßten Mitarbeiter der Verwaltung per Bedarfskündigungen ihren Stuhl räumen. Ein Anfang muß gemacht werden, wir dürfen dieses Haushaltsjahr nicht wieder untätig verstreichen lassen. Ausführlich im nnz-Archiv
ches Nordhäuser Gymnasium muß schließen?
Nordhausen (nnz). Der Rückgang der Schülerzahlen wird in den nächsten Jahren auch die Gymnasien treffen, so dass es im Landkreis Nordhausen in Zukunft nicht drei dieser Schulen geben kann. Zuerst sind die Grund- und Regelschulen betroffen, dann die Gymnasien. Weniger Schülerzahlen ziehen sich kurz- und mittelfristig durch das gesamte Schulleben wie ein roter Faden. An diesem hängen nicht nur die Existenzen der Grund- und Regelschulen, sondern in einigen Jahren auch die der Gymnasien. Klar, daß es in den Verwaltungen, die Träger der jeweiligen Schulformen sind, auch entsprechende Planungen gibt. In der Schulverwaltung des Landkreises Nordhausen liegt bereits seit einiger Zeit ein Papierchen in den Schubladen, daß ab der nächsten Woche für viel Zündstoff sorgen könnte. Und da soll, so die Informationen der nnz, schwarz auf weiß stehen: Ab 2004 soll das Humboldt-Gymnasium aufgegeben werden. Heißt nichts anderes als Schließung der Bildungseinrichtung. nnz hat nachgefragt, mehr als Andeutungen wurden leider nicht gemacht.
"Die Halbierung der Schüler im Grundschulbereich wird dazu führen, dass maximal zwei Gymnasien überleben können", sagte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Matthias Jendricke der nnz. Falls das Land Thüringen sogar noch die Zugangskriterien für die Abiturausbildung verschärfen würde, könnte sogar nur ein Gymnasium bestehen bleiben. Schulpolitiker halten einen solchen Schritt deshalb für notwendig, weil man das "Ausbluten" der Regelschulen verhindern sollte, zwischen den Zeilen war das auch in dem Offenen Brief der Kreiselternsprecher der Regelschulen des Landkreises zu lesen.Ausführlich im nnz-Archiv

