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Di, 19:33 Uhr
05.02.2002

Grund: "Der Hecht im Karpfenteich"

Nordhausen (nnz). Der Rektor der Nordhäuser Fachhochschule ist ein gefragter Mann. Unternehmer und Politiker drückten sich auch heute am Weinberg die Klinke in die Hand.


So wurde am Nachmittag zwischen der Hydrogeologie GmbH Nordhausen und der Hochschule eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Die Tinte war quasi noch nicht trocken auf dem Papier, da sagte sich CDU-Bundestagsabgeordneter Manfred Grund zu einem Besuch an. Grund zeigte sich danach im nnz-Gespräch erstaunlich überrascht über den Fortschritt der Entwicklung, den die Fachhochschule in der zurückliegenden Zeit genommen habe.

„Ich bin vor allem sichtlich erstaunt und zugleich erfreut, mit welcher Dynamik die Leitung mit dem Rektor an der Spitze die Veränderungen angeht. Vor allem in der Aufnahme neuer innovativer Studienrichtungen macht die Nordhäuser Einrichtung große Schritte“, so Manfred Grund. Sehr positiv sei zu bemerken, dass es der Fachhochschule gelungen sei, mit den Anforderungen der Wirtschaft im Gleichschritt zu gehen, statt ihnen hinterherzulaufen.

Grund verwies vor allem auf die Situation in den kommenden Jahren. So werden ab 2005/2006 die Studenten knapp, der jetzt schon ausgebrochene Konkurrenzkampf zwischen den Bildungseinrichtungen würde sich verschärfen. „Die Nordhäuser Einrichtung könnte mit ihren Angeboten dann durchaus der bekannte Hecht im studentischen Karpfenteich sein.“

Mit Prof. Juckenack besprach der Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion denn auch mögliche Versuche, an der FHN ein bundesweites Modelprojekt zu etablieren. Hier würde sich vor allem die Studienrichtung Flächen- und Stoffrecycling anbieten. Derartige Modellvorhaben würden letztlich aber die Möglichkeiten eines Bundeslandes überfordern, deshalb sei Hilfe und Unterstützung in Berlin notwendig.

Neben den wissenschaftlich-theoretischen Voraussetzungen an der FHN würde sich die Nordhäuser Region mit ihren zum Teil über 40 Jahre alten industriellen Brachflächen geradezu anbieten. Für dieses Vorhaben wolle sich Grund bei der Bundesregierung einsetzen und eine Lobby schaffen. Das falle einem Abgeordneten der Oppositionspartei zwar nicht gerade leicht, „aber vielleicht ändern sich ja ab dem 22. September die Vorzeichen in Berlin“, meinte Grund augenzwinkernd. Doch als Wahlkampf wollte der Eichsfelder diesen Besuch nicht verstanden wissen. So sollte der heutige Besuch die Fortsetzung der vor Jahren begonnenen Tradition sein.
Autor: nnz

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