Mo, 21:18 Uhr
16.04.2007
Spiel mit dem Feuer
Nordhausen (nnz). Ein außergewöhnliches Labor hat sich die Fachhochschule geleistet. Auf dem eigenen Campus war es zu gefährlich es aufzustellen. Jetzt hat es einen passenden Platz gefunden und nutzt nicht nur den Forschern.
Als Politiker soll man ja nicht mit dem Feuer spielen. Sagte Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz zur Eröffnung des Brandcontainers. Das überließ er dann auch anderen, nämlich den Kameraden der Feuerwehr. Sie durften zahlreichen schaulustigen Studenten, Politikern und freiwilligen Feuerwehrmännern zeigen, wie hier ein realitätsnaher Brand und seine Löscharbeiten erlebt werden können. Anfang Januar wurden die Feuerwehrkameraden im Gebrauch des Containers ausgebildet. (Siehe nnz-Archiv.) Doch die Schulung von Einsatzkräften der zahlreichen Wehren von Stadt und Landkreis ist nur ein Teil der Nutzung.
In erster Linie soll der Brandcontainer der Fachhochschule zur Erforschung der Eigenschaften von Baustoffen und Teilen, z.B. Gastanks von Fahrzeugen, und somit der Brandvermeidung im Vorfeld dienen. Da seine Plazierung auf dem Campusgelände der Fachhochschule zu gefährlich war, fand sich auf dem Katastrophenschutzgelände Am Salzagraben ein passender Standort. Gemeinsam mit dem Amt für Rettungswesen, Brand- und Katastrophenschutz und dem TÜV Thüringen wird das ungewöhnliche Labor betrieben. Rektor Jörg Wagner möchte viele Firmen aus der Region und darüber hinaus anregen hier Produkttests vorzunehmen. Die Fachhochschule will damit den Industriestandort Thüringen stärken. Sagte er .
Vier Feuerwehrmänner zündeten indessen einen Brand im Inneren des Containers an. Sie wollten das Durchzünden von Brandgasen zeigen und diesen simulierten Wohnungsbrand löschen. Die Rauch- und Hitzeentwicklung ist enorm. Nur 20 bis 30 Minuten darf ein Mensch mit Schutzkleidung und unter Atemschutz unter solchen Umständen arbeiten. Sehr realistisch ist das Ganze. Der Lerneffekt sei sehr hoch. Es gibt sehr wenige holzbefeuerte Brandcontainer, einer steht noch in der Landesfeuerwehrschule in Köstritz. Für uns sind sie wesentlich besser geeignet als gasbefeuerte sagte Kreisbrandinspektor Erich Etzrodt.
Das Labor soll in Zukunft intensiv genutzt werden. Arbeitssicherheit und Brandschutz werden durch die Forschung verbessert, erhofft sich Rektor Jörg Wagner. Alle zukünftigen Interessenten konnten sich heute über die Funktion informieren und erste Kontakte knüpfen.
Autor: wfAls Politiker soll man ja nicht mit dem Feuer spielen. Sagte Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz zur Eröffnung des Brandcontainers. Das überließ er dann auch anderen, nämlich den Kameraden der Feuerwehr. Sie durften zahlreichen schaulustigen Studenten, Politikern und freiwilligen Feuerwehrmännern zeigen, wie hier ein realitätsnaher Brand und seine Löscharbeiten erlebt werden können. Anfang Januar wurden die Feuerwehrkameraden im Gebrauch des Containers ausgebildet. (Siehe nnz-Archiv.) Doch die Schulung von Einsatzkräften der zahlreichen Wehren von Stadt und Landkreis ist nur ein Teil der Nutzung.
In erster Linie soll der Brandcontainer der Fachhochschule zur Erforschung der Eigenschaften von Baustoffen und Teilen, z.B. Gastanks von Fahrzeugen, und somit der Brandvermeidung im Vorfeld dienen. Da seine Plazierung auf dem Campusgelände der Fachhochschule zu gefährlich war, fand sich auf dem Katastrophenschutzgelände Am Salzagraben ein passender Standort. Gemeinsam mit dem Amt für Rettungswesen, Brand- und Katastrophenschutz und dem TÜV Thüringen wird das ungewöhnliche Labor betrieben. Rektor Jörg Wagner möchte viele Firmen aus der Region und darüber hinaus anregen hier Produkttests vorzunehmen. Die Fachhochschule will damit den Industriestandort Thüringen stärken. Sagte er .
Vier Feuerwehrmänner zündeten indessen einen Brand im Inneren des Containers an. Sie wollten das Durchzünden von Brandgasen zeigen und diesen simulierten Wohnungsbrand löschen. Die Rauch- und Hitzeentwicklung ist enorm. Nur 20 bis 30 Minuten darf ein Mensch mit Schutzkleidung und unter Atemschutz unter solchen Umständen arbeiten. Sehr realistisch ist das Ganze. Der Lerneffekt sei sehr hoch. Es gibt sehr wenige holzbefeuerte Brandcontainer, einer steht noch in der Landesfeuerwehrschule in Köstritz. Für uns sind sie wesentlich besser geeignet als gasbefeuerte sagte Kreisbrandinspektor Erich Etzrodt.
Das Labor soll in Zukunft intensiv genutzt werden. Arbeitssicherheit und Brandschutz werden durch die Forschung verbessert, erhofft sich Rektor Jörg Wagner. Alle zukünftigen Interessenten konnten sich heute über die Funktion informieren und erste Kontakte knüpfen.


