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Mo, 21:11 Uhr
16.04.2007

Ohne Schlapphut

Nordhausen (nnz). Heute nachmittag öffnete die Ausstellung des Verfassungsschutzes ihre Türen. Wer grimmige Schlapphüte treffen wollte, mußte enttäuscht werden. Was es ab morgen zu sehen gibt, durfte nnz heute schon mal testen.

Ausstellung eröffnet (Foto: Wiethoff) Ausstellung eröffnet (Foto: Wiethoff)

Bundesamt für Verfassungsschutz, klingt erst mal harmlos, doch was genau das Aufgabengebiet ist, das wissen viele nicht genau. Geheimdienst und schnüffelnde Schlapphüte fallen vielen zuerst ein. Was der Verfassungsschutz macht, soll in der Ausstellung interessierten Bürgern nahegebracht werden.

Auf großen Aufstellern und verschiedenen Multi-Media-Monitoren können sich die Besucher informieren. Themenschwerpunkte sind Links- und Rechtsextremismus und der immer stärker werdende Islamismus. An acht Stationen sollen vor allem Schüler und Jugendliche mit den Gegnern der Demokratie konfrontiert werden und erfahren, wie wichtig es ist diese Staatsform für alle zu schützen.

Zur Eröffnung sprach Landrat Joachim Claus davon, daß wir Nordhäuser uns immer der Geschichte bewußt sein müssen, da sie direkt vor den Toren unserer Stadt stattfand. Dieses Erbe müsse man sich immer vor Augen halten.

Sozialminister Klaus Zeh sagte: „Wir müssen die Freiheit schätzen, auch wenn sie inzwischen für viele selbstverständlich geworden ist, und wir müssen sie schützen.“ Er nannte zudem aktuelle Zahlen aus Thüringen. 700 Rechtsextreme und 300 gewaltbereite Nazis gäbe es, dazu 150 gewaltbereite Autonome, sowie etwa 150 Sympathisanten dieser Szene.

Für Bürgermeister Matthias Jendricke ist die Demokratie die beste Staatsform. Deutschland beweise seit 60 Jahren, daß demokratisch allen die Möglichkeit zur Selbstentfaltung und zum Politik machen.

Hans Elmar Remberg (Foto), der Vizepräsident des Verfassungsschutzes, machte in seiner Rede neugierig auf die Ausstellung. Er warb um Interesse und Anerkennung für die Arbeit seiner Behörde. „Ein Blick auf die Nachrichten genügt, um die Bedrohung durch terroristische Gewalt zu sehen. Der Verfassungsschutz ist als Frühwarnsystem weit vor der eigentlichen Durchführung von Straftaten aktiv. Schon seit Mitte der 1990 er Jahre, also lange vor dem 11. September, ist die Überwachung der Islamisten ein Schwerpunkt unserer Arbeit.“

Diesen und alle anderen Aufgabenschwerpunkte des Bundesamtes für Verfassungsschutz können sich interessierte Bürger und die Schüler aus allen Schulen am morgen, dem 17.04. bis zum 27.04. in der Aula des Herdergymnasiums erklären lassen. Sachkundige Mitarbeiter geben Informationen zu den Tafeln und Exponaten. Geöffnet ist von Montag bis Mittwoch von 09.00 bis 16.00 Uhr, Donnerstag von 09.00 bis 18.00 Uhr und Freitag von 09.00 bis 13.00 Uhr.
Autor: wf

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