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Di, 08:34 Uhr
05.02.2002

Schließung nicht einfach hinnehmen

Nordhausen/Sollstedt (nnz). Bereits Ende Januar hatte die nnz exklusiv über das bevorstehende Aus für die Rettungswache in Sollstedt berichtet. Jetzt formiert sich Gegenwehr in der betroffenen Region.


Die Rettungswache in Sollstedt soll aufgegeben, die Wache in Deuna (Landkreis Eichsfeld) dafür gestärkt werden. Das kündigte damals der Geschäftsführer des Rettungsdienstzweckverbandes Nordthüringen in einem Gespräch mit der nnz an.

„Damit können wir uns im Interesse einer optimalen Versorgung unserer Bürger keinesfalls einverstanden erklären und wir werden uns mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen wehren“, kündigte Sollstedts Bürgermeister Jürgen Hohberg gegenüber nnz an. In Bleicherode werde demnächst eine neue Rettungswache ihrer Bestimmung übergeben. Ist jedoch der dort stationierte Rettungswagen im Einsatz, kann eine Versorgung im Bereich Sollstedt in der geforderten Zeit nicht mehr gewährleistet werden. Das Gleiche gilt, wenn in Niedergebra die Bahnschranken geschlossen sind. Sowohl in Ober- und Niedergebra als auch in Sollstedt einschließlich dem OT Wülfingerode könnten so die geforderten Einsatzzeiten nicht in jedem Fall garantiert werden, einzig Rehungen wäre wohl etwa in geforderter Zeit von Deuna aus zu erreichen.

„Die am 24.01.2002 sowohl im Landkreis Nordhausen als auch im Eichsfeldkreis vorgestellte neue Variante traf zumindest die Mitglieder des Rettungsdienst-Zweckverbandes Nordhausen vollkommen unvorbereitet. Nachdem die Wogen um die Neuaufteilung der Rettungswachen in und um Nordhausen seit der vergangenen Woche abzuebben scheinen, wird so erneut für Turbulenzen im Rettungsdienst gesorgt“, meinte Hohberg heute. Es stelle sich die Frage, warum erneut Strukturen, die sich in der Vergangenheit bewährt haben, zerstört werden sollen. Ein weiterer Schritt dazu, unser Gesundheitssystem kaputt zu sparen? Eine Frage, die für Hohberg bislang unbeantwortet bleibt.
Autor: nnz

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