Mi, 11:58 Uhr
04.04.2007
Grafeneck 1940
Nordhausen (nnz). Am kommenden Mittwoch (11. April) wird in der Ausstellungsbaracke der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora die Sonderausstellung Krankenmord im Nationalsozialismus – Grafeneck 1940 eröffnet. Die als Wanderausstellung konzipierte Schau, deren Eröffnung im Rahmen der Gedenkveranstaltungen zum 62. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Mittelbau stattfindet, wurde von der Gedenkstätte Grafeneck (Baden-Würtemberg) ausgearbeitet.
Franka Rößner, Mitarbeiterin der Gedenkstätte Grafeneck, hält einen kurzen Vortrag und führt Interessierte durch die Ausstellung. Der Kern der Sonderausstellung zeigt Grafeneck als Tatort der NS-Euthanasieverbrechen in den Jahren 1939 bis 1941. Schwerpunkte sind die Morde des Jahres 1940, die Opfer, aber auch die Täter von Grafeneck. Zugleich macht die Ausstellung die übergreifende Planung nationalsozialistischer Gewalt- und Vernichtungspolitik deutlich. In Grafeneck begann im Jahr 1940 die sogenannte Aktion Gnadentod, unter deren Decknamen über 10 600 Menschen ermordet wurden.
Die Ausgrenzung vermeintlich minderwertigen Lebens durch die Nationalsozialisten war die Vorstufe zum Massenmord an Juden, Roma und Sinti sowie sowjetischen Kriegsgefangenen in den NS-Vernichtungslagern. Der Einsatz von Giftgas in Lagern wie Auschwitz-Birkenau kann in direkter Folge zur Politik der NS-Euthanasie gesehen werden. Die NS-Euthanasie war nicht nur technische Testphase, sondern auch ideologische Vorstufe des Holocaust.
Die Ausstellung ist vom 12. April bis zum 31. August täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Autor: nnzFranka Rößner, Mitarbeiterin der Gedenkstätte Grafeneck, hält einen kurzen Vortrag und führt Interessierte durch die Ausstellung. Der Kern der Sonderausstellung zeigt Grafeneck als Tatort der NS-Euthanasieverbrechen in den Jahren 1939 bis 1941. Schwerpunkte sind die Morde des Jahres 1940, die Opfer, aber auch die Täter von Grafeneck. Zugleich macht die Ausstellung die übergreifende Planung nationalsozialistischer Gewalt- und Vernichtungspolitik deutlich. In Grafeneck begann im Jahr 1940 die sogenannte Aktion Gnadentod, unter deren Decknamen über 10 600 Menschen ermordet wurden.
Die Ausgrenzung vermeintlich minderwertigen Lebens durch die Nationalsozialisten war die Vorstufe zum Massenmord an Juden, Roma und Sinti sowie sowjetischen Kriegsgefangenen in den NS-Vernichtungslagern. Der Einsatz von Giftgas in Lagern wie Auschwitz-Birkenau kann in direkter Folge zur Politik der NS-Euthanasie gesehen werden. Die NS-Euthanasie war nicht nur technische Testphase, sondern auch ideologische Vorstufe des Holocaust.
Die Ausstellung ist vom 12. April bis zum 31. August täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

