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Sa, 09:24 Uhr
02.02.2002

nnz-Rückspiegel: 2. Februar 2001

Nordhausen (nnz). Können Sie sich noch erinnern, was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war? Die nnz hat im Archiv gesucht und folgende Meldungen gefunden. Heute:
15 Jahre Haft, Schindhelm und LIFT


15 Jahre Haft und Sicherheitsverwahrung für Nordhäuser
Ein 39 Jahre alter Nordhäuser wurde am Vormittag wegen zweifachen Totschlags zu 15 Jahren Haft und Sicherheitsverwahrung verurteilt. Das Landgericht Mühlhausen sah es als erwiesen an, daß der Angeklagte 1994 und 1999 zwei Männer in Niedergebra und Nordhausen erdrosselt hatte.


WBG bereitet 100. Geburtstag mit Festschrift vor
In diesem Jahr kann in Nordhausen auf 100 Jahre genossenschaftliches Bauen und Wohnen zurückgeblickt werden. Am 5. Juli 1901 wurde die „Nordhäuser Spar- und Bauverein eGmbH“ beim „Königlichen Amtsgericht zu Nordhausen“ eingetragen. Damit schlug die Geburtsstunde der ersten Nordhäuser Wohnungsbaugenossenschaft. Hintergrund dieses Schrittes war die Verbesserung der Wohnsituation der arbeitenden Menschen. Mehrfach wurde um die Jahrhundertwende die katastrophale Wohnungssituation der Menschen mit niedrigem und mittlerem Einkommen kritisiert. Mit dem „Nordhäuser Spar- und Bauverein“ sollten diese Verhältnisse verändert werden. Das Konzept erwies sich als Erfolg, so daß im Jahr 1909 der „Beamtenwohnungsverein“ und 1921 die „Siedlungs- und Baugenossenschaft für Nordhausen“ gegründet wurden. Mehr zu diesem Jubiläum finden Sie im nnz-Archiv)


Kahlschlag in der Berufsausbildung befürchtet
In Nordhausen sollen künftig 250 Berufsschulplätze wegfallen. Das sieht ein Entwurf des Thüringer Kultusministeriums vor. Betroffen ist das Berufsfeld Bau. Die Ausbildung der Bauazubis soll dann in Sondershausen erfolgen. In Erfurt wurde dieser Vorschlag mit der notwendigen Konzentration der Berufsausbildung in Nordthüringen begründet. Landrat Joachim Claus (CDU) hat sich schriftlich an die Landtagsabgeordneten des Landkreises Nordhausen, Becker, Dewes (beide SPD) sowie Primas und Zeh (beide CDU), gewandt. Sie sollen gegenüber dem Kultusministerium die berechtigten Interessen des Landkreises vertreten. Joachim Claus ist der Auffassung, „daß die Verlagerung von Leistungen aus unserer strukturschwachen Region heraus die Unternehmen zusätzlich verunsichert und damit unseren Bemühungen entgegen steht.“ Von der Neuordnung der Berufsausbildung sind neben dem Landkreis Nordhausen auch der Landkreis Eichsfeld und der Unstrut-Hainich-Kreis betroffen. Im Eichsfeld würden 300 Berufsschulplätze und im Unstrut-Hainich-Kreis 250 Plätze abgeschafft werden. In Heiligenstadt fand heute eine Diskussionsrunde zu diesem brisanten Thema statt. Hierzu hatte Landrat Werner Henning (CDU) neben Vertretern der Kammern auch Thüringens Kultusminister Krapp eingeladen. Eine Anhörung zu diesem Thema soll es in der kommenden Woche im Thüringer Ministerium geben.


Schindhelm erwägt rechtliche Schritte gegen Wahlbuhl
Die Lesung von Michael Schindhelm am Sonntag im Nordhäuser Theater wird verschoben. Darauf haben sich nach nnz-Informationen Schindhelm und Theater-Intendantin Monika Pirklbauer verständigt. Schindhelm wollte im Nordhäuser Theater aus seinem Buch „Roberts Reise“ lesen und mit den Zuhörern diskutieren. Da der einstige Geschäftsführer der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH vor kurzem seine inoffizielle Mitarbeiter bei der Stasi zugegeben hatte, wurde er vom Aufsichtsrat der GmbH ausgeladen. In einem vom Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Wahlbuhl verfaßten Brief an Schindhelm heißt es: Sie haben hier in Nordhausen eine Karriere begonnen, die auf Verheimlichungen und Unwahrheiten beruht.“ Wegen dieser Passage will Michael Schindhelm rechtliche Schritte gegen Wahlbuhl erwägen, berichtet dpa. Schindhelm wird in dem Brief vorgeworfen, seine Stasi-Mitarbeit bei seiner Einstellung am Nordhäuser Theater verschwiegen zu haben. Nach seinen Angaben war dies bei der Einstellung gar kein Thema. „Wer mich der Lüge bezichtigt, muß auch den Beweis dafür erbringen“, sagte Schindhelm der Agentur. Die Tageszeitung „Die Welt“ berichtete im vergangenen Monat, daß Schindhelm während seiner IM-Tätigkeit niemanden denunziert hätte. Das hätte die Einsicht der Akten ergeben, so die Zeitung.


LIFT: Der Wandel vom Verein zur Gesellschaft
Mit Wirkung vom 30.01.2001 ist der LIFT-Verein für Basishilfe und Reintegration Nordhausen in die LIFT Gesellschaft zur sozialen Integration und Arbeitsförderung mbH mit Sitz in Nordhausen umgewandelt. Eingetragen wurde die neue Gesellschaft im Handelsregister beim Amtsgericht Mühlhausen unter HRB 5222. Die Anerkennung der Gemeinnützigkeit wurde durch das Finanzamt Sondershausen erteilt. Die Umwandlung des eingetragenen Vereins in die GmbH erfolgte auf Grundlage des Umwandlungsgesetzes. Somit besitzen alle bisher geschlossenen Vereinbarungen, Verträge und Bescheide Rechtskontinuität und bleiben von der geänderten Rechtsform unberührt. LIFT wünscht sich auch unter dem „neuen“ Namen weiterhin so viel Akzeptanz bei der Bevölkerung, den Ämtern sowie den Unternehmen und sichert auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit zu.
Autor: nnz

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