Sa, 16:46 Uhr
24.03.2007
Singende Fans
Nordhausen (nnz). Das hatte der traditionsreiche Albert-Kuntz-Sportpark lange nicht mehr gehört: Die Fans sangen Oh wie ist das schön!. Das gute daran: Sie hatten allen Grund dazu. Die nnz mit einem Bericht von Thüringenligaspiel gegen Rudolstadt.
Um es gleich vornweg zu nehmen: Wacker hat sich heute aus der Krise geschossen. Zumindest temporär. Die Jungs von Trainer Udo Hoffmann hatten sich die Kritik der zurückliegenden Tage zu Herzen genommen. Sie kämpften nicht nur, sie spielten Fußball und das wurde belohnt.
Der Torreigen begann in der 7. Minute. Daniel Braun erkämpfte sich den Ball auf der linken Seite, spielte das Leder mustergültig zu Torsten Klaus, der sich diese Chance nicht entgehen ließ. Sein Schuß aus 20 Meter war scharf, keine Chance für den Rudolstädter Keeper Müller, der da vermutlich noch nicht ahnte, dass er noch mehrfach hinter sich greifen musste. Nur vier Minuten später erkämpft sich Jacek Ciesla den Ball an der Grundlinie, flankt exakt auf den freistehenden Lars Pohl, der köpft, der Torhüter lässt direkt gegen Thiele abprallen. Von dem springt der Ball ins Tor – 2:0.
Das 3:0 - Elfmeter von Klaus (Foto: nnz)
Da spürte man nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf den Tribünen unter den 317 zahlenden Zuschauern Erleichterung. So spielt es sich natürlich besser. Können jedoch war bei Torsten Klaus in der 17. Minute angesagt. Einen 25-Meter-Freistoß haute er ins Netz, der Rudolstädter Tormann bewegte sich nicht einmal – 3:0.
Am Rand bemerkt: In der 23. Minute dann der erste Rudolstädter Schuß aufs Wacker-Tor, das von Finsterbusch das ganze Spiel über fehlerfrei gehütet wurde.
Doch zurück auf die Nordhäuser Seite. Wenn es erst einmal läuft, dann erhält man auch Geschenke. In der 31. Minute fiel Pistorius im Strafraum um, Schiedsrichter Wartmann zeigte auf den Punkt, Klaus verwandelte sicher – 4:0 (siehe Foto). Da waren 31. Minuten gespielt. Auch Lars Pohl durfte sich am Ballversenken in der ersten Halbzeit beteiligen. Der einzige Stürmer in der Aufstellung von Udo Hoffmann schloß einen mustergültigen Spielzug über Ciesla und Braun ab – 5:0.
Mit diesem Ergebnis ging es in die Kabine und fast wäre das muntere Toreschießen in der zweiten Halbzeit weitergegangen. In der 47. Minute haut Ciesla das Leder aufs Tor, der Rudolstädter Schlussmann kann erneut nicht festhalten, Pohl scheitert jedoch im Nachschuß.
Statistisch festzuhalten sind nun noch zwei Tore. Das 6:0 in der 74. Minute besorgte der wenige Minuten zuvor eingewechselte Kohlhause. Rudolstadt schaffte quasi mit dem Abpfiff den Ehrentreffer. In der zweiten Halbzeit wechselte Wacker dreimal aus. Für Braun kam Kohlhause, die beiden Steinbergs wechselten und Pohl wurde durch Lattmann ersetzt.
Nach 92 Minuten waren alle erlöst. Die Spieler, der Trainerstab, die Fans und das Präsidium. Hat sich aber Wacker heute wirklich aus der Krise geschossen? Die nächsten Spiele werden es zeigen. Das 6:1 war jedoch mehr als ein Befreiungsschlag, die sechs Tore allein sollten jedoch kein Pfand sein. Vielmehr war es die Art und Weise, wie sie vorbereitet und erzielt wurden. Der Nebenmann als Anspielpartner wurde gesucht, der Ball wurde erkämpft oder behauptet. So kann es weitergehen. Die erste Prüfung steht in der kommenden Woche bevor...
Autor: nnzUm es gleich vornweg zu nehmen: Wacker hat sich heute aus der Krise geschossen. Zumindest temporär. Die Jungs von Trainer Udo Hoffmann hatten sich die Kritik der zurückliegenden Tage zu Herzen genommen. Sie kämpften nicht nur, sie spielten Fußball und das wurde belohnt.
Der Torreigen begann in der 7. Minute. Daniel Braun erkämpfte sich den Ball auf der linken Seite, spielte das Leder mustergültig zu Torsten Klaus, der sich diese Chance nicht entgehen ließ. Sein Schuß aus 20 Meter war scharf, keine Chance für den Rudolstädter Keeper Müller, der da vermutlich noch nicht ahnte, dass er noch mehrfach hinter sich greifen musste. Nur vier Minuten später erkämpft sich Jacek Ciesla den Ball an der Grundlinie, flankt exakt auf den freistehenden Lars Pohl, der köpft, der Torhüter lässt direkt gegen Thiele abprallen. Von dem springt der Ball ins Tor – 2:0.
Das 3:0 - Elfmeter von Klaus (Foto: nnz)
Da spürte man nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf den Tribünen unter den 317 zahlenden Zuschauern Erleichterung. So spielt es sich natürlich besser. Können jedoch war bei Torsten Klaus in der 17. Minute angesagt. Einen 25-Meter-Freistoß haute er ins Netz, der Rudolstädter Tormann bewegte sich nicht einmal – 3:0.Am Rand bemerkt: In der 23. Minute dann der erste Rudolstädter Schuß aufs Wacker-Tor, das von Finsterbusch das ganze Spiel über fehlerfrei gehütet wurde.
Doch zurück auf die Nordhäuser Seite. Wenn es erst einmal läuft, dann erhält man auch Geschenke. In der 31. Minute fiel Pistorius im Strafraum um, Schiedsrichter Wartmann zeigte auf den Punkt, Klaus verwandelte sicher – 4:0 (siehe Foto). Da waren 31. Minuten gespielt. Auch Lars Pohl durfte sich am Ballversenken in der ersten Halbzeit beteiligen. Der einzige Stürmer in der Aufstellung von Udo Hoffmann schloß einen mustergültigen Spielzug über Ciesla und Braun ab – 5:0.
Mit diesem Ergebnis ging es in die Kabine und fast wäre das muntere Toreschießen in der zweiten Halbzeit weitergegangen. In der 47. Minute haut Ciesla das Leder aufs Tor, der Rudolstädter Schlussmann kann erneut nicht festhalten, Pohl scheitert jedoch im Nachschuß.
Statistisch festzuhalten sind nun noch zwei Tore. Das 6:0 in der 74. Minute besorgte der wenige Minuten zuvor eingewechselte Kohlhause. Rudolstadt schaffte quasi mit dem Abpfiff den Ehrentreffer. In der zweiten Halbzeit wechselte Wacker dreimal aus. Für Braun kam Kohlhause, die beiden Steinbergs wechselten und Pohl wurde durch Lattmann ersetzt.
Nach 92 Minuten waren alle erlöst. Die Spieler, der Trainerstab, die Fans und das Präsidium. Hat sich aber Wacker heute wirklich aus der Krise geschossen? Die nächsten Spiele werden es zeigen. Das 6:1 war jedoch mehr als ein Befreiungsschlag, die sechs Tore allein sollten jedoch kein Pfand sein. Vielmehr war es die Art und Weise, wie sie vorbereitet und erzielt wurden. Der Nebenmann als Anspielpartner wurde gesucht, der Ball wurde erkämpft oder behauptet. So kann es weitergehen. Die erste Prüfung steht in der kommenden Woche bevor...


