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Fr, 09:11 Uhr
01.02.2002

Bullen und Bären im nnz-Aktien-Tipp

Nordhausen/Frankfurt (nnz). Die nnz bietet in lockerer Folge Analysen und Markteinschätzungen an. Das Material wird nnz von der „Helaba“ zur Verfügung gestellt. Heute: 1.2.2002


Börse Das Vertrauen der Anleger in die Märkte scheint zurück zukehren. Die amerikanischen Börsen konnten gestern fester aus dem Handel gehen. Die Einschätzung der Marktteilnehmer vom Mittwoch konnte sich auch am Donnerstag halten. Gestützt wurde diese Meinung auch von den Konjunkturdaten, die gestern veröffentlicht wurden. Der Chicago Einkaufsmanagerindex, einem konjunkturellen Frühindikator, im Januar saisonbereinigt auf 45,1 nach 41,5 im Dezember. Analysten hatten lediglich einen Zuwachs auf 44,8 prognostiziert. Der Dow Jones 30 Index kletterte bis Handelsende um 1,61 Prozent auf 9.920,00 Punkte und schloss damit knapp unter seinem Spitzenniveau des Tages von 9.922,49 Zählern. Der marktbreitere S&P 500 Index kletterte um 1,49 Prozent auf seinen Tageshöchstwert von 1.130,18 Punkten. Der Tagestiefstwert lag bei 1.113,30 Zählern. Die NASDAQ hat den Donnerstagshandel fest beendet. Der Nasdaq Composite Index stieg bis Sitzungsschluss um 1,08 Prozent auf 1.934,11 Punkte nach einem Tageshöchstwert von 1.935,17 Zählern. Für die optimistische Stimmung sorgte insbesondere die Heraufstufung des US-Chip-Herstellers Intel durch Merrill Lynch.

Auch die deutschen Aktienmärkte konnten gestern ihren Aufwärtstrend fortsetzen. Der Dax Index kletterte auf einen Schlusskurs von 5107,61 Punkten. Dies war aber nach den positiven Vorgaben aus Amerika nicht gerade viel. Auch die ersten Indikationen heute morgen lassen eher auf eine verhaltene Eröffnung schließen. Der von der Helaba gerechnete Dax liegt vorbörslich bei 5121 Punkten, also nur unwesentlich höher als gestern. Aus diesem Grund belasse ich meine Handelsbreite für heute gleich. Die Widerstände bei 5180 und 5220 sollten eigentlich heute kein Thema für den Markt sein. Ich gehe nicht davon aus, dass wir diese Höhen heute erreichen werden. Der Markt dürfte heute auch belastet werden durch einen Bericht in der Bild-Zeitung, wonach die Deutsche Post jahrelang Mehrwertsteuer berechnet hat, obwohl Sie keine Mehrsteuer zahlen brauchte. Sollte dies zutreffen, so rechnet man mit Nachzahlungen in Höhe von 45 Mio. Euro monatlich über die letzten Jahre. Dies könnte den Kurs der Postaktie heute stark unter Druck bringen.
Jörg Dechert, Aktienhandel
Autor: nnz

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