Di, 10:58 Uhr
20.03.2007
Hört ihr den Wasserhahn singen?
Nordhausen/Erfurt (nnz). Nach dem Essen Zähne putzen – das lernen im Kindergarten Zwergenland des JugendSozialwerks in Erfurt schon die Kleinsten. Doch nicht nur das: Bei uns lernen die Kinder außer der richtigen Putztechnik vor allem den verantwortungsvollen und sorgsamen Umgang mit Wasser, sagt Dagmar Lemke, Leiterin des Kindergartens Zwergenland in Erfurt...
Hört ihr den Wasserhahn singen? Diese Frage stellen Dagmar Lemke und ihre Kolleginnen den Kindern im Zwergenland deshalb, wenn nötig, mehrfach am Tag. Meist wird es dann ganz still, und die Kinder wissen genau: Da hat wieder jemand vergessen, den Wasserhahn zuzumachen! Irgendwer rast dann los und dreht ihn wieder zu. Ein Wasserhahn, der einmal in der Sekunde tropft, könne im Monat eine Wassermenge von 500 Litern ergeben, die unnötig verbraucht wird, erklärt Dagmar Lemke. Deshalb erinnern wir unsere Kinder auch während des Zähneputzens immer wieder daran, das Wasser abzustellen, und weisen sie darauf hin, einen Zahnputz-Becher zu benutzen.
Dass Kinder, wenn sie in den Kindergarten kommen, noch kein Gefühl für die Zusammenhänge von Energieerzeugung, -nutzung und Umweltbelastung haben, das weiß auch Bettina Janiszewski vom Kindergarten Regenbogen in Nordhausen. Wenn überhaupt, dann haben die Kinder zu Hause nur gelernt, dass Wasser teuer ist. Aber auch die Kleinsten begreifen schon, dass Wasser ein wertvolles Gut ist, das unseren Alltag angenehmer macht und dem wir unser Leben und unsere Gesundheit verdanken. Und dafür möchten wir ein Bewusstsein schaffen.
Die Sensibilisierung der Kinder für das Thema geschieht meist im Rahmen von Projekten, die sich auf die unmittelbare Umwelt der Kinder beziehen. Zum Beispiel schauen wir bei einem Spaziergang im Wald, wo das Wasser eigentlich herkommt, erklärt Janiszewski. Auch die Kinder aus dem Zwergenland in Erfurt sind bei einem Besuch in den Stadtwerken schon einmal der Frage nachgegangen: Wo kommt das Wasser her? Wenn wir ehrlich sind, nutzen auch wir Erwachsenen jeden Tag ganz selbstverständlich Wasser und Strom, ohne uns darüber Gedanken zu machen, wie kostbar sauberes Wasser ist und wer das rund um die Uhr für uns bereitstellt, meint Dagmar Lemke.
Hintergrund
Der 22. März eines jeden Jahres wurde 1992 von den Vereinten Nationen zum "Tag des Wassers" ("World Water Day") erklärt. Sinn des Weltwassertages ist es, auf den besonderen Wert sauberen Trinkwassers aufmerksam zu machen. Wasser ist das wichtigste Nahrungsmittel. In vielen Teilen der Welt ist das Trinkwasser jedoch knapp. Über 1,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, darunter auch Millionen von Kindern. Das Motto des Weltwassertages 2007 lautet deshalb Wasserknappheit bewältigen - Coping With Water Scarcity".
Autor: nnzHört ihr den Wasserhahn singen? Diese Frage stellen Dagmar Lemke und ihre Kolleginnen den Kindern im Zwergenland deshalb, wenn nötig, mehrfach am Tag. Meist wird es dann ganz still, und die Kinder wissen genau: Da hat wieder jemand vergessen, den Wasserhahn zuzumachen! Irgendwer rast dann los und dreht ihn wieder zu. Ein Wasserhahn, der einmal in der Sekunde tropft, könne im Monat eine Wassermenge von 500 Litern ergeben, die unnötig verbraucht wird, erklärt Dagmar Lemke. Deshalb erinnern wir unsere Kinder auch während des Zähneputzens immer wieder daran, das Wasser abzustellen, und weisen sie darauf hin, einen Zahnputz-Becher zu benutzen.
Dass Kinder, wenn sie in den Kindergarten kommen, noch kein Gefühl für die Zusammenhänge von Energieerzeugung, -nutzung und Umweltbelastung haben, das weiß auch Bettina Janiszewski vom Kindergarten Regenbogen in Nordhausen. Wenn überhaupt, dann haben die Kinder zu Hause nur gelernt, dass Wasser teuer ist. Aber auch die Kleinsten begreifen schon, dass Wasser ein wertvolles Gut ist, das unseren Alltag angenehmer macht und dem wir unser Leben und unsere Gesundheit verdanken. Und dafür möchten wir ein Bewusstsein schaffen.
Die Sensibilisierung der Kinder für das Thema geschieht meist im Rahmen von Projekten, die sich auf die unmittelbare Umwelt der Kinder beziehen. Zum Beispiel schauen wir bei einem Spaziergang im Wald, wo das Wasser eigentlich herkommt, erklärt Janiszewski. Auch die Kinder aus dem Zwergenland in Erfurt sind bei einem Besuch in den Stadtwerken schon einmal der Frage nachgegangen: Wo kommt das Wasser her? Wenn wir ehrlich sind, nutzen auch wir Erwachsenen jeden Tag ganz selbstverständlich Wasser und Strom, ohne uns darüber Gedanken zu machen, wie kostbar sauberes Wasser ist und wer das rund um die Uhr für uns bereitstellt, meint Dagmar Lemke.
Hintergrund
Der 22. März eines jeden Jahres wurde 1992 von den Vereinten Nationen zum "Tag des Wassers" ("World Water Day") erklärt. Sinn des Weltwassertages ist es, auf den besonderen Wert sauberen Trinkwassers aufmerksam zu machen. Wasser ist das wichtigste Nahrungsmittel. In vielen Teilen der Welt ist das Trinkwasser jedoch knapp. Über 1,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, darunter auch Millionen von Kindern. Das Motto des Weltwassertages 2007 lautet deshalb Wasserknappheit bewältigen - Coping With Water Scarcity".


