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Di, 09:24 Uhr
13.03.2007

Nicht privatisieren

Nordhausen (nnz). Zum ersten Clubgespräch in diesem Jahr konnte der Vorstand des Nordhäuser Unternehmerverbandes (NUV) in der vergangenen Woche eine überaus erfreulich hohe Zahl von Mitgliedern willkommen heißen. Die Unternehmer „kümmerten“ sich diesmal um medizinische Aspekte.


NUV-Vorsitzender Hans-Joachim Junker begrüßte in seinem Eröffnungsstatement ein neues Vereinsmitglied. Die Isoliertechnik Thomas Schlegel Nordhausen ist ab sofort im NUV vertreten. Wie Geschäftsführer Thomas Schlegel dem Auditorium unterbreitete, erfreuten sich die Angebote seines Unternehmens einer wachsenden Nachfrage. Die Aufträge kommen vor allem aus der Industrie, zum Teil auch aus der Haustechnik.

Pille (Foto: NUV) Pille (Foto: NUV) Im Mittelpunkt des Clubabends stand das Nordhäuser Südharz-Krankenhaus. Den Unternehmern erläuterte Geschäftsführer Antonius Pille sowohl die zurückliegenden Jahre seit der politischen Wende, den Ist-Zustand als auch den Ausblick auf die kommenden Jahre. Sein Fazit: Mit derzeit 27 Fachabteilungen ist das Südharz-Krankenhaus nicht nur das größte in Nordthüringen, sondern auch für die Anforderungen der kommenden Jahre gut aufgestellt. Der neue Krankenhausplan der Thüringer Landesregierung setze nicht mehr auf die Zahl der vorhandenen Betten, sondern vielmehr auf die qualitativen Strukturelemente eines Hauses. Hier werden in den nächsten Jahren die spezialisierten Leistungen nur noch in Zentren angeboten. Pille erwähnte auch, dass sich die Fallzahlen der Einrichtung seit der Wende vor 17 Jahren mehr als verdoppelt hätten.

In den vergangenen Jahren habe sich das Südharz-Krankenhaus auch als ein zuverlässiger Partner der heimischen und regionalen Wirtschaft erwiesen. An Eigen- und Fördermitteln seien in Summe etwa 200 Millionen Euro verbaut worden.

Prof. Dr. Heinrich Markgraf, der Aufsichtsratvorsitzender der gGmbH, erteilte den Diskussionen um eine eventuelle Fusion, aber auch einer Privatisierung eine deutliche Absage. Das Haus schreibe seit Jahren eine „schwarze Null“ – darauf komme es betriebswirtschaftlich und politisch an. Vor allem die Region und die Patienten könnten sich glücklich schätzen, dass das Südharz-Krankenhaus in kommunaler Trägerschaft sei, jetzt komme es darauf an, die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten zu forcieren. Aber auch das Medizinische Versorgungszentrum als Tochterunternehmen biete diese Zusammenarbeit an, Es biete vor allem jungen Ärzten die Möglichkeit, ihren Beruf ohne finanzielles Risiko ausüben zu können.

In der Diskussion ergriff auch Landrat Joachim Claus (CDU) das Wort. Er habe als Politiker nach seinem Amtsantritt die Polikliniken und die Kinderkrippen auflösen müssen, was sich im Nachhinein als ein Fehler erwiesen habe. „Unser Krankenhaus tut unserer Region gut, Es schafft darüber hinaus auch Synergien, wie zum Beispiel mit den Rettungsdiensten, den Einsätzen der Notärzte und der Blutspendezentrale des DRK im Landkreis Nordhausen und im Kyffhäuserkreis“.

Nach der regen Diskussion gab NUV-Vorsitzender Hans-Joachim Junker bekannt, dass es am 16. April 2007 eine Veranstaltung des Verbandes im Auditorium Maximum gibt, zu der die Thüringer Minister Karl-Heinz Gasser, Dr. Klaus Zeh sowie Jürgen Reinholz und Staatssekretär Prof. Christian Juckenack (alle CDU) ihr Kommen zugesagt hätten.
Autor: nnz

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