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Mo, 10:01 Uhr
12.03.2007

Wärme von „Klärchen“

Nordhausen (nnz). Während sich die große Politik seit einigen Wochen fast hektisch mit den kommenden klimatischen Veränderungen befasst, hat sich die Südharz-Krankenhaus Nordhausen gGmbH seit Jahren dem Umwelt- und Klimaschutz verschrieben. Die nnz mit einem konkreten Beispiel.

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Eine Tafel informiert über Wäremegewinnung (Foto: shk) Eine Tafel informiert über Wäremegewinnung (Foto: shk)

Seit 1998 befindet sich auf dem Dach des Krankenhauses eine Sonnenkollektorenanlage, die Energie für die Aufbereitung des Warmwassers liefert. Zu diesem Zeitpunkt war sie mit 717 Quadratmeter Kollektorfläche die größte Solarthermieanlage in den neuen Bundesländern. Am 26. November 1998 ging die Anlage, die rund 520.000 Euro gekostet hatte, in Betrieb. Die Anschaffung war zu 80 Prozent vom Bund gefördert worden.

Die Planung der Anlage übernahm ein Ingenieurbüro aus Sondershausen, die fachliche Begleitung und Auswertung der Ergebnisse hatte die Technische Universität in Ilmenau übernommen. Zum Bauzeitpunkt war dem Krankenhaus eine Leistung von 330.000 Kilowattsunden pro Jahr garantiert worden. Bereits nach einem Jahr Betrieb konnten 395.000 Kilowattsunden abgerechnet werden. Das entspricht auch heute noch einer Kosteneinsparung von rund 20.000 Euro pro Jahr.

Den Akteuren ging es nicht allein um Einsparungseffekte. Inhalt und Ziel des Gesamtprojektes war die Beantwortung der Frage, wie wirtschaftlich können derartige Solarthermieanlagen überhaupt arbeiten? Aus heutiger Sicht kann die Frage im Südharz-Krankenhaus natürlich beantwortet werden: „Die Anlage hat sich amortisiert, wenn man den geringen Eigenkapitalanteil der Errichtung zugrunde legt. Bei der Konstruktion der Kollektorenfläche war zu berücksichtigen, dass ein erheblicher Aufwand für die Unterkonstruktion betrieben werden musste. Diesen Aufwand haben zum Beispiel Eigenheimbesitzer nicht“, resümiert Rainer Teichert, der technische Leiter des Krankenhauses.

In der Summe konstatiert Krankenhaus-Geschäftsführer Antonius Pille eine ständige Abnahme des Wärmebedarfs der Einrichtung, obwohl in den zurückliegenden Jahren mit dem Bettenhaus 2 weitere Flächen hinzugekommen sind. Wurden im Jahr 2001 mehr als 13 Millionen Kilowattstunden benötigt, so waren es im vergangenen Jahr nur noch 10,4 Millionen Kilowattstunden.

Als nächste Vorhaben sollen die Fassade des Verwaltungstraktes und weitere Bereiche des Funktionstraktes wärmegedämmt werden. Insgesamt hat somit das Südharz-Krankenhaus in Nordhausen einen kontinuierlichen Beitrag für den Umwelt- und für den Klimaschutz geleistet und wird ihn auch weiterhin leisten.
Autor: nnz

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