Do, 12:26 Uhr
08.03.2007
Verwässerte Rechnung
Nordhausen (nnz). Mit Blick auf die anstehenden Eingemeindungen der Orte Stempeda, Rodishain und Petersdorf zur Stadt Nordhausen hat Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) das Ziel bekräftig, bis zum Jahr 2009 die Einwohnerzahl der Stadt nach deren Angaben von derzeit rund 44.000 auf...
... 50.000 steigen zu lassen. Damit wollen wir auch unsere Stellung als wichtigste Stadt in Nordthüringen unterstreichen, sagte die Oberbürgermeisterin. Sie freue sich, dass es mit der Einheitsgemeinde Hohenstein einen weiteren Interessenten für die Eingemeindung gebe. Die Gemeinderäte hatten Ende vergangenen Jahres für ein Zusammengehen mit Nordhausen votiert.
Wenn nun seitens der Stadtverwaltung das erste Mal offiziell mit der Zahl 50.000 spekuliert wird, dann reichen die Einwohnerzuwächse von Stempeda, Rodishain und Petersdorf nicht aus. Nach Informationen der nnz hat Nordhausen nicht rund 44.000, sondern exakt 42.495 (Stand 31.12.2006). Bleibt beim Ziel 50.000 nur noch die Eingemeindung der Einheitsgemeinde Werther, die Einheitsgemeinde Hohenstein steht schon seit Monaten auf der kreisstädtischen Einkaufsliste. Zwischen den beiden Räten scheint es ein Einvernehmen zu geben (siehe nnz-Archiv).
Lieber jetzt, freiwillig und mit großem Gestaltungsspielraum, als später per Gesetz, unter Zwang und im engen rechtlichen Korsett, sagte Frau Rinke mit Blick auf die Art und Weise der Eingemeindungen. Dass eine Gebietsreform in Thüringen kommen werde, stehe für sie außer Frage, denn es ist eine Tatsache, dass auch beim Land das Geld hinten und vorne nicht mehr reicht. Ergreife man selbst die Initiative, könne man die Fäden in der Hand behalten und die Zusammenarbeit noch gestalten. In einer großen Solidargemeinschaft ist man besser aufgestellt, als wenn jeder für sich allein kämpft.
Immer noch nicht berücksichtig ist der demografische Faktor, wonach im Landkreis Nordhausen die Zahl der Einwohner jährlich um rund 1.000 zurückgehen wird, demzufolge die Zahl der Einwohner der Stadt Nordhausen um rund 500 – nach jetzigem Stand. Die Einkaufstour ist also noch nicht abgeschlossen. Nur eine Nachhaltigkeit jenseits der magischen Marke könnte Nordhausen zu dem machen, was die Rathausspitze will: Die Größten im Norden sein.
Autor: nnz... 50.000 steigen zu lassen. Damit wollen wir auch unsere Stellung als wichtigste Stadt in Nordthüringen unterstreichen, sagte die Oberbürgermeisterin. Sie freue sich, dass es mit der Einheitsgemeinde Hohenstein einen weiteren Interessenten für die Eingemeindung gebe. Die Gemeinderäte hatten Ende vergangenen Jahres für ein Zusammengehen mit Nordhausen votiert.
Wenn nun seitens der Stadtverwaltung das erste Mal offiziell mit der Zahl 50.000 spekuliert wird, dann reichen die Einwohnerzuwächse von Stempeda, Rodishain und Petersdorf nicht aus. Nach Informationen der nnz hat Nordhausen nicht rund 44.000, sondern exakt 42.495 (Stand 31.12.2006). Bleibt beim Ziel 50.000 nur noch die Eingemeindung der Einheitsgemeinde Werther, die Einheitsgemeinde Hohenstein steht schon seit Monaten auf der kreisstädtischen Einkaufsliste. Zwischen den beiden Räten scheint es ein Einvernehmen zu geben (siehe nnz-Archiv).
Lieber jetzt, freiwillig und mit großem Gestaltungsspielraum, als später per Gesetz, unter Zwang und im engen rechtlichen Korsett, sagte Frau Rinke mit Blick auf die Art und Weise der Eingemeindungen. Dass eine Gebietsreform in Thüringen kommen werde, stehe für sie außer Frage, denn es ist eine Tatsache, dass auch beim Land das Geld hinten und vorne nicht mehr reicht. Ergreife man selbst die Initiative, könne man die Fäden in der Hand behalten und die Zusammenarbeit noch gestalten. In einer großen Solidargemeinschaft ist man besser aufgestellt, als wenn jeder für sich allein kämpft.
Immer noch nicht berücksichtig ist der demografische Faktor, wonach im Landkreis Nordhausen die Zahl der Einwohner jährlich um rund 1.000 zurückgehen wird, demzufolge die Zahl der Einwohner der Stadt Nordhausen um rund 500 – nach jetzigem Stand. Die Einkaufstour ist also noch nicht abgeschlossen. Nur eine Nachhaltigkeit jenseits der magischen Marke könnte Nordhausen zu dem machen, was die Rathausspitze will: Die Größten im Norden sein.

