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Mi, 06:38 Uhr
30.01.2002

Lokführer verhinderte Katastrophe

Ellrich/Walkenried (nnz). Ein Hangrutsch hat gestern die Bahnstrecke zwischen Nordhausen und Northeim lahmgelegt. nnz mit weiteren Einzelheiten.


Der Aufmerksamkeit des Northeimer Triebfahrzeugführers Torsten Bergmann ist es zu verdanken, dass ein Murenabgang oberhalb des Walkenrieder Tunnels durch das "Himmelreich" rechtzeitig entdeckt wurde und nicht zu einem Bahnunglück führte. In der Morgendämmerung des Dienstags bemerkte Bergmann oberhalb des Tunnelostportals heruntergekommene Geröllmassen. Die daraufhin informierte Streckenaufsicht traute den Augen nicht, als sie bei der Ortsbegehung rund 9.000 bis 12.000 Tonnen schwere Gesteins- und Geröllmassen oberhalb des Tunnelportals sahen. Die Gesteinsmassen enthalten Steine von Durchmessern bis zu 1,5 m und werden teilweise nur noch durch das Tunnelportal gehalten, welches unter Denkmalschutz steht.

Das Waldstück oberhalb des Tunnels liegt auf dem Gebiet des Niedersächsischen Forstamtes. Nach ersten Schätzungen wird die Beseitigung der Mure bis zu 500.000 Euro kosten. Der Zugverkehr wurde zwischen Ellrich und Walkenried gegen Mittag eingestellt, nachdem die weiteren Züge nur im Schritttempo die Gefahrenstelle passieren durften. Seitdem ist ein Schienenersatzverkehr (SEV) eingerichtet. Aufgrund der planmäßigen Zugkreuzungen und den damit verbundenen Wartezeiten in Ellrich, werden trotz des SEV alle Anschlüsse erreicht. Allerdings ist mit einigen Minuten Verspätung zu rechnen.

Während die Bahn von nur kurzer Streckensperrung bis zum heutigen Tag spricht, wird nach Schätzungen der Initiative „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ die Wiederherstellung der Bahnverbindung mehrere Wochen in Anspruch nehmen. „Deshalb fordern wir von den Verantwortlichen eine konstruktive Zusammenarbeit und den zügigen Beginn der Aufräumungsarbeiten“, so der Sprecher der Initiative, Burkhard Brehme, gegenüber der nnz.
Autor: nnz

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