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Mi, 10:01 Uhr
28.02.2007

Entspannung bei Frauen

Nordhausen (nnz). Die Optimisten sind nicht unter zu kriegen. Zwar steigen die Arbeitslosenzahlen seit Monaten wieder an, immer aber wird der Vergleich zum Vorjahr bemüht, um die eigene Arbeit zu rechtfertigen. Keine Entspannung gab es zum Beispiel für junge arbeitslose Frauen und Männer. Der gesamte Überblick über die drei Nordthüringer Landkreise wie immer mit einem Klick.

Arbeitslosenzahlen (Foto: wirsinds) Arbeitslosenzahlen (Foto: wirsinds)

Mit 26.936 ist die Zahl der Arbeitslosen im Februar geringfügig um 337 angestiegen. Im gleichen Monat des vergangenen Jahres waren noch fast 5.500 Menschen mehr ohne Job. Saisonale Einflüsse prägten in den letzten vier Wochen wie erwartet die Entwicklung. Während bei den Männern nochmals ein Anstieg um über 100 auf 13.263 (49,2%) zu verzeichnen war, entspannte sich die Situation bei den Frauen. Mit 13.673 sind rund 100 Frauen weniger registriert als vor vier Wochen. Die Zahl der unter 20-jährigen Jugendlichen ohne Job ist mit 407 auf dem Niveau des Vormonats verblieben. Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, ist um 0,2 Prozentpunkte angestiegen. Sie liegt jetzt bei 18,0 Prozent.

„Noch prägt der Winter, wenn auch in abgeschwächter Form, unsere Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt“, erklärt die Vorsitzende der Nordhäuser Arbeitsagentur, Dr. Simone Simon, die Zahlen des letzten Monats. „Erfreulich ist dabei die anhaltende Nachfrage nach Arbeitskräften. Sie lässt hoffen, dass die grundsätzlich positive Tendenz sehr schnell fortgesetzt werden kann“.

Im Februar mussten sich 3.405 Frauen und Männer in Nordhausen und in den zwei Agenturgeschäftsstellen – in Sondershausen, Leinefelde sowie in den beiden Arbeitsgemeinschaften neu arbeitslos melden. Insgesamt war die Zahl um über 400 gegenüber Januar rückläufig. Den größten Rückgang erlebte dabei die Hauptagentur selbst. Hier meldeten sich 1.105 Männer und Frauen, das sind 781 weniger als im Vormonat.

Gleichzeitig haben sich im Februar fast 3.000 Menschen bei der Arbeitsagentur abgemeldet. Über 1.400 haben jetzt wieder Arbeit, die Übrigen besuchen eine berufliche Weiterbildung oder eine betriebliche oder schulische Ausbildung. Andere wiederum haben sich aus persönlichen Gründen ganz oder teilweise aus dem Arbeitsmarkt zurückgezogen.

54,6 Prozent oder 14.697 der arbeitslosen Menschen des gesamten Agenturbezirkes entfallen auf den Rechtskreis des SGB II (Hartz IV). Von der Agentur für Arbeit wurden 12.239 Arbeitslose betreut, das sind 45,4 Prozent.

Auch innerhalb des Stellenmarktes ist die Dynamik groß. Die Nachfrage nach Arbeitskräften war im Vergleich zu den Vorjahren keineswegs zurückhaltend. Durch die Arbeitgeber der Region wurden fast 1.000 freie Stellen und damit über 300 mehr als im Januar gemeldet. 258 Stellen kamen aus der Dienstleistungsbranche, 200 aus Bereichen des Grundstückswesens und 142 freie Jobs von Arbeitgebern des Erziehungssektors. Insgesamt stehen bei der Arbeitsagentur damit fast 2.000 freie Stellen zur Besetzung an, rund 1.200 davon sind versicherungspflichtig, 726 fallen in die Rubrik der Arbeitsgelegenheiten.

Im Vorjahresvergleich stellte sich die Arbeitslosigkeit der älteren Arbeitnehmer über 50 relativ positiv dar. Mit 8.210 Männern und Frauen ergab sich ein Minus von über 1.000. Dennoch will sich der Arbeitgeberservice auf diesen Zahlen nicht „ausruhen“. „Bei den älteren Beschäftigten geht es uns insbesondere darum, präventiv vorzugehen. Wir wollen qualifikationsbedingten Kündigungen durch eine frühzeitige Weiterbildung im Betrieb vorbeugen“, so der Chef des Arbeitgeberservices, Joachim Nestler. „Insbesondere über die Möglichkeit der Übernahme von Qualifizierungskosten sollen die Unternehmen ausreichend beraten werden“.

Für alle Zahlenfans: Hier die gesammelten Daten...
Autor: nnz

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