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Mi, 11:03 Uhr
21.02.2007

Filmtage in Nordhausen

Nordhausen (nnz). Mitte März wird es die Jugendfilmtag in Nordhausen geben. Im Mittelpunkt stehen solch interessante Themen wie Sexualität, Liebe, Freundschaft – und Aids. Die nnz mit einem Blick in das Programm.


Auf Initiative des Gesundheitsamtes Nordhausen starten die JugendFilmTage zu den Themen Sexualität, Liebe, Freundschaft und HIV/Aids am 14. März 2007 in Nordhausen. Rund 550 SchülerInnen aus 10 Schulen der Stadt und des Landkreises Nordhausen im Alter von 11 bis 19 Jahren haben sich angemeldet, um gemeinsam mit ihren LehrerInnen im Kino Nordhausen am 14. und 15. März Spielfilme sowie Aidsspots der BZgA zu diesen Themen anzusehen. Es werden entsprechend der Altersgruppe die Filme „Mississippi – Fluss der Hoffnung“ bzw. „Fickende Fische“ gezeigt.

Vor und nach den Filmen ermöglichen Mitmach-Aktionen im Kinofoyer einen spielerischen Zugang zu den Themen der JugendFilmTage. Die Jugendlichen erwarten u.a. die Möglichkeit zum Erwerb eines „Kondomführerscheines“, ein Liebespuzzle, ein Glücksrad und ein „Safer-Sex-Quiz“.

Den Startschuss für die Nordhäuser JugendFilmTage 2007 gibt Landrat Joachim Claus am Mittwoch, den 14. März um 9.00 Uhr im Kino Nordhausen. Die JugendFilmTage 2007 sind eine Aktion des Gesundheitsamtes Nordhausen in Zusammenarbeit mit dem Aidshilfe e.V. Unstrut-Hainich, Jugendgäste- & Bildungshaus Rothleimmühle, Familienzentrum, Kreisjugendring e.V., Kreissportbund, MOBILÈ, der Stadtverwaltung Nordhausen/Sozialer Dienst, AOK und BARMER Ersatzkasse und mit Unterstützung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Großer Dank gilt der Kreissparkasse Nordhausen für die finanzielle Unterstützung des Projekts und dem Badehaus Nordhausen, dem Theater Nordhausen, dem Bowlingcenter Nordhausen - Salza und dem Kino Nordhausen für die kostenfreie Bereitstellung diverser Gutscheine, welche im Rahmen eines Preisrätsels vergeben werden. Mit den JugendFilmTagen möchte die AIDS-Beratung des Gesundheitsamtes Nordhausen LehrerInnen und SchülerInnen anregen, die Themen „Sexualität, Liebe, Freundschaft & HIV/Aids“ im Unterricht aufzugreifen und zu vertiefen.

Um die LehrerInnen bei der Vor- bzw. Nachbereitung der Themen zu unterstützen, bietet Kathrin Wolff / AIDS-Beratung des Gesundheitsamtes Nordhausen (Tel.: 03631 / 911186), Workshops für LehrerInnen, die Durchführung von Projekttagen unter dem Motto „Love Island“ bzw. Unterrichtsstunden oder Gesprächsrunden an. Angesichts der katastrophalen weltweiten Entwicklung von HIV/Aids dürfen die Präventionsbemühungen nicht nachlassen.

Die Zahlen der Neuinfektionen in Deutschland und weltweit zeigen sehr deutlich, dass dieses Thema nichts an seiner Aktualität verloren hat. Trotz verbesserter Medikamente, ist die Ansteckung mit dem HI-Virus nach wie vor tödlich. Mehr als 23 Millionen Menschen sind seit 1981 an den Folgen von AIDS gestorben – das entspricht der Bevölkerungszahl ganz Skandinaviens. Weltweit sind 42 Millionen Menschen infiziert, die Hälfte davon sind Mädchen und Frauen, so UNICEF.

25 Jahre nach dem Beginn der Epidemie trifft AIDS vor allem Kinder und junge Menschen. Noch immer ist AIDS eine unheilbare Krankheit. Die vorhandenen Medikamente können unter Inkaufnahme starker Nebenwirkungen das Fortschreiten der Krankheit nur hinauszögern. Der Aids-Erreger entwickelt über kurz oder lang eine Unempfindlichkeit im Körper des HIV-positiven Virusträgers gegenüber dem Medikament. So ist nach wie vor „Safer Sex“ eine unverzichtbare Schutzmaßnahme, denn 80 % aller Infizierten haben sich auf sexuellem Wege angesteckt.

Die Aids-Beratungsstelle des Gesundheitsamtes im Landratsamt Nordhausen in der Behringstraße 3 bietet als einzige Stelle im Landkreis Nordhausen eine anonyme und kostenfreie Aids-Beratung mit HIV-Test an. Donnerstags zwischen 14.00 Uhr und 16.00 Uhr gibt es ein Beratungsangebot. Außerdem können individuell unter 03631 / 911186 Beratungstermine vereinbart oder eine telefonische Beratung in Anspruch genommen werden.
Autor: nnz

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