Di, 12:00 Uhr
10.03.2026
Ausbau der Ladeinfrastruktur
Schneller laden rund um den Harz
Ob Urlauber oder Einheimische: Elektroauto-Fahrer können rund um den Harz künftig deutlich einfacher Strom laden. Entlang der A36 und der Südharzautobahn entstehen mehrere neue Schnellladeparks. Der erste Standort an einem unbewirtschafteten Rastplatz geht bereits in dieser Woche in Betrieb…
Am Mittwoch eröffnet die Autobahn GmbH auf dem Parkplatz Regensteinblick Süd zwischen Wernigerode und Blankenburg an der A36 den ersten Schnellladepark an einem unbewirtschafteten Rastplatz in Mitteldeutschland. Autofahrer können dort künftig an acht Ladepunkten ihre Fahrzeuge tanken. Der Standort im Nordharz wird von der Autostrom.plus GmbH betrieben. Bezahlt werden kann an den Ladesäulen mit gängigen Ladekarten sowie mit Debit- und Kreditkarten.
Schnellladen in wenigen Minuten
Die Anlage bietet eine hohe Ladeleistung. Jede Ladesäule stellt bis zu 400 Kilowatt für zwei Fahrzeuge zur Verfügung. Rechnerisch reicht das, um einen Mittelklassewagen binnen zehn Minuten mit Strom für 300 bis 500 Kilometer (je nach Verbrauch) zu laden, erklärt Paul Seeliger, Pressesprecher der Niederlassung in Erfurt. Wie schnell ein Fahrzeug tatsächlich lädt, hängt jedoch auch von der technischen Ladeleistung des jeweiligen Autos ab.
Neue Standorte entlang der Südharzautobahn
Auch entlang der Südharzautobahn entstehen derzeit neue Schnellladeparks. Seit Ende vergangenen Jahres laufen Bauarbeiten für vier Anlagen auf den Parkplätzen Kesselberg bei Nordhausen sowie Leinetal Nord zwischen Leinefeld und Heiligenstadt. Die Anlagen werden nach demselben Konzept gebaut wie der Standort an der A36. Nach Angaben der Autobahn GmbH sollen die neuen Stromtankstellen voraussichtlich noch in diesem Sommer in Betrieb gehen. Ein genauer Termin steht allerdings noch nicht fest.
Der Schnellladepark steht an der A21 in Schleswig-Holstein. Die Anlagen rund um den Harz werden ähnlich aussehen. (Foto: Autobahn GmbH)
Während die Anlage im Eichsfeld jeweils vier Ladepunkte erhält, fällt der Standort bei Nordhausen größer aus. Dort sind pro Fahrtrichtung jeweils sechs Ladepunkte vorgesehen. Die Ladeleistung ist identisch mit der Anlage am Regensteinblick, erklärt Seeliger.
Weitere Ladeparks geplant
Weitere Schnellladeparks sind entlang der Strecke in Richtung Leipzig geplant. Bereits jetzt gibt es an der Anschlussstelle Sangerhausen Süd einen größeren Ladepark mit Säulen von Tesla und Mercedes. Allerdings müssen Autofahrer dafür bislang die Autobahn verlassen.
Künftig sollen zusätzliche Anlagen direkt an der A38 entstehen. Noch in diesem Monat soll der Bau eines Ladeparks auf dem Parkplatz Goldene Aue zwischen Berga und Roßla beginnen. Ein weiterer Standort ist auf dem Parkplatz Querfurter Platte kurz vor dem Autobahndreieck Halle-Süd vorgesehen. Dort soll der Baustart im Mai erfolgen. In der Regel dauert die Fertigstellung einer solchen Anlage drei Monate, erläutert der Sprecher weiter. Alle vier Standorte sollen jeweils vier Ladepunkte erhalten.
Der Strom für die Schnellladesäulen stammt nach Angaben der Autobahn GmbH in der Regel aus dem öffentlichen Stromnetz. Die Anbieter würden dabei auf 100 Prozent Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind- und Solarenergie setzen.
Wie viel das Laden kostet, hängt vom jeweiligen Anbieter und vom gewählten Tarif ab. In Deutschland liegen die Preise aktuell an Schnellladesäulen meist zwischen etwa 40 und 70 Cent pro Kilowattstunde.
Hintergrund: Deutschlandnetz
Der Ausbau der Schnellladeparks ist Teil des sogenannten Deutschlandnetzes. Mit dem Förderprogramm will der Bund dafür sorgen, dass entlang der Autobahnen und auch in ländlichen Regionen ausreichend Schnelllademöglichkeiten entstehen. Ziel ist es, längere Strecken mit Elektroautos ohne größere Ladepausen zurücklegen zu können. Insgesamt sollen 9.000 Schnellladepunkte an 1.000 Standorten entstehen.
Susanne Schedwill
Autor: sscAm Mittwoch eröffnet die Autobahn GmbH auf dem Parkplatz Regensteinblick Süd zwischen Wernigerode und Blankenburg an der A36 den ersten Schnellladepark an einem unbewirtschafteten Rastplatz in Mitteldeutschland. Autofahrer können dort künftig an acht Ladepunkten ihre Fahrzeuge tanken. Der Standort im Nordharz wird von der Autostrom.plus GmbH betrieben. Bezahlt werden kann an den Ladesäulen mit gängigen Ladekarten sowie mit Debit- und Kreditkarten.
Schnellladen in wenigen Minuten
Die Anlage bietet eine hohe Ladeleistung. Jede Ladesäule stellt bis zu 400 Kilowatt für zwei Fahrzeuge zur Verfügung. Rechnerisch reicht das, um einen Mittelklassewagen binnen zehn Minuten mit Strom für 300 bis 500 Kilometer (je nach Verbrauch) zu laden, erklärt Paul Seeliger, Pressesprecher der Niederlassung in Erfurt. Wie schnell ein Fahrzeug tatsächlich lädt, hängt jedoch auch von der technischen Ladeleistung des jeweiligen Autos ab.
Neue Standorte entlang der Südharzautobahn
Auch entlang der Südharzautobahn entstehen derzeit neue Schnellladeparks. Seit Ende vergangenen Jahres laufen Bauarbeiten für vier Anlagen auf den Parkplätzen Kesselberg bei Nordhausen sowie Leinetal Nord zwischen Leinefeld und Heiligenstadt. Die Anlagen werden nach demselben Konzept gebaut wie der Standort an der A36. Nach Angaben der Autobahn GmbH sollen die neuen Stromtankstellen voraussichtlich noch in diesem Sommer in Betrieb gehen. Ein genauer Termin steht allerdings noch nicht fest.
Der Schnellladepark steht an der A21 in Schleswig-Holstein. Die Anlagen rund um den Harz werden ähnlich aussehen. (Foto: Autobahn GmbH)
Weitere Ladeparks geplant
Weitere Schnellladeparks sind entlang der Strecke in Richtung Leipzig geplant. Bereits jetzt gibt es an der Anschlussstelle Sangerhausen Süd einen größeren Ladepark mit Säulen von Tesla und Mercedes. Allerdings müssen Autofahrer dafür bislang die Autobahn verlassen.
Künftig sollen zusätzliche Anlagen direkt an der A38 entstehen. Noch in diesem Monat soll der Bau eines Ladeparks auf dem Parkplatz Goldene Aue zwischen Berga und Roßla beginnen. Ein weiterer Standort ist auf dem Parkplatz Querfurter Platte kurz vor dem Autobahndreieck Halle-Süd vorgesehen. Dort soll der Baustart im Mai erfolgen. In der Regel dauert die Fertigstellung einer solchen Anlage drei Monate, erläutert der Sprecher weiter. Alle vier Standorte sollen jeweils vier Ladepunkte erhalten.
Der Strom für die Schnellladesäulen stammt nach Angaben der Autobahn GmbH in der Regel aus dem öffentlichen Stromnetz. Die Anbieter würden dabei auf 100 Prozent Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind- und Solarenergie setzen.
Wie viel das Laden kostet, hängt vom jeweiligen Anbieter und vom gewählten Tarif ab. In Deutschland liegen die Preise aktuell an Schnellladesäulen meist zwischen etwa 40 und 70 Cent pro Kilowattstunde.
Hintergrund: Deutschlandnetz
Der Ausbau der Schnellladeparks ist Teil des sogenannten Deutschlandnetzes. Mit dem Förderprogramm will der Bund dafür sorgen, dass entlang der Autobahnen und auch in ländlichen Regionen ausreichend Schnelllademöglichkeiten entstehen. Ziel ist es, längere Strecken mit Elektroautos ohne größere Ladepausen zurücklegen zu können. Insgesamt sollen 9.000 Schnellladepunkte an 1.000 Standorten entstehen.
Susanne Schedwill


