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Mo, 13:13 Uhr
09.03.2026
Tarifverhandlungen sind beendet

Kompromiss bei Aryzta

Für die rund 1.300 Beschäftigten des Backwarenherstellers Aryzta in Nordhausen und Eisleben ist nach angespannten Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststäten (NGG) und dem Unternehmen ein neues Tarifergebnis vereinbart worden...

Wie NGG-Verhandlungsführer Olaf Klenke mitteilte, haben sich Gewerkschaft und Arbeitgeber am vergangenen Freitag in der dritten Verhandlungsrunde auf einen Kompromiss geeinigt: Danach erhalten die Beschäftigten der Standorte in Thüringen und Sachsen-Anhalt im März 2026 eine Netto-Einmalzahlung von 156 Euro. Zum April 2026 steigen dann die Löhne und Gehälter um 2,5 Prozent. Im darauffolgenden Jahr gibt es zwei Erhöhungen: 2,0 Prozent mehr Entgelt zum Jahresbeginn im Januar 2027 und weitere 1,5 Prozent zum Juli 2027.
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Vor Auslaufen des Tarifvertrags im März 2028 erhalten die Beschäftigten eine weitere Netto-Einmalzahlung von 156 Euro.„Nach deutlich verbesserten Zuschlägen, Sonderzahlungen und einem deutlichen Entgeltplus im letzten Jahr erfolgen nun die nächsten Lohnerhöhungen für die Beschäftigten an den Standorten Eisleben und Nordhausen. Das Unternehmen wollte für seine Planungssicherheit einen Tarifvertrag mit längerer Laufzeit. Wir erwarten das damit auch sichere Perspektiven für die Beschäftigten verbunden sind“, so Klenke weiter.

Aus Sicht der Gewerkschaft starteten die Tarifverhandlungen schwierig. Das Unternehmen bot zunächst nur eine Nullrunde an. Die Gewerkschaft NGG wollte den nächsten Schritt zur Angleichung der Entgelte an das Lohnniveau des Schwesterstandortes im bayrischen Gerolzhofen und dem Flächentarifvertrag der Brotindustrie Ost machen. Der Tarifkompromiss liegt jetzt dazwischen.

Überlagert wurden die Verhandlungen nach Aussage der Gewerkschaft von der Drohung des Unternehmen Jobs abzubauen oder gar Standorte zu schließen. Das bewegte viele Beschäftigte. Die NGG betont, dass über die Zukunftsaussichten nicht ein Prozent mehr oder weniger Lohnerhöhung entscheidet, sondern die strategischen Weichenstellungen im Unternehmen.
Autor: red

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Kommentare
Alex Gösel
09.03.2026, 14:16 Uhr
Arbeiterverrat?
Und wieder hat eine Gewerkschaft Ihr Klientel, die Arbeitnehmer, verraten! Aber auch die lohnabhängig Beschäftigten der Werke sind da dieses mal nicht ganz unschuldig, wurde doch von Anfang an immer gesagt: "Wir streiken nur, wenn wir wirklich müssen. Vor die Werktore gehen wir allerdings nur, wenn es nicht mehr so kalt ist!"

Tja, liebe lohnabhängig Beschäftigen von Aryzta-Ost, so wird das nie etwas mit der Westangleichung. Da hilft alles Jammern nichts, sondern nur ein entschlossener Arbeitskampf, den ihr diesesmal auch wieder verloren habt!

Denkt einfach mal darüber nach!
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