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Mo, 11:10 Uhr
09.03.2026
Warnstreik bei Veolia

Der Gelbe Sack bleibt heute liegen

In den 20 Jahren, in denen das Entsorgungsunternehmen Veolia in Deutschland aktiv ist, wurde noch nie gestreikt. Heute hat die Gewerkschaft darunter einen Schlussstrich gezogen, auch in Nordhausen bleiben die Gelben Säcke heute liegen…

Warnstreik bei Veolia in Nordhausen (Foto: agl) Warnstreik bei Veolia in Nordhausen (Foto: agl)

37 Kollegen ist die Nordhäuser Zweigstelle stark, fast die Hälfte der Belegschaft steht heute vor dem Betriebstor, der erste Streik in 20 Jahren. Neben den Nordhäusern gehen auch die Mitarbeiter in Göttingen und Osterode auf die Barrikaden, erzählt Gewerkschafter Robin de Greef.

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Die „Lohnsortierer“ sorgen dafür, dass der Gelbe Sack eingesammelt und umgeschlagen wird, die Entlohnung liegt nahe am Mindestlohn. „Die Kollegen hier verdienen schon jetzt nicht viel. Die Vorschläge, die von der Arbeitgeberseite kamen, laufen darauf hinaus, dass man noch näher an den Mindestlohn heran gedrückt werden würde“, so Greef. Insgesamt 300,- Euro Lohnerhöhung fordert die Gewerkschaft unter anderem, die Geschäftsleitung bietet bisher eine Erhöhung von 90,- Cent pro Stunde gestaffelt über zwei Jahre an. „Der Mindestlohn soll derweil um 1,80 Euro steigen, die Angestellten will man mit der Hälfte abspeisen, das reicht absolut nicht aus“, so Gewerkschafter Greef.

Gestreikt wird erst einmal nur heute, vor dem Betriebstor ist die Stimmung gut, man macht ganz neue Erfahrungen, Arbeitskampf war in den zwei Jahrzehnten, die das Unternehmen in Deutschland aktiv ist, noch nie nötig.

„Veolia ist ein französisches Unternehmen, die Kollegen da fackeln nicht lange, wenn gestreikt werden soll“, erzählt Verdi-Mitglied Maik Kremer am Rande, in Deutschland ist das Streikrecht anders organisiert und eine europäische Besonderheit. Aber wenn sich in den Verhandlungen nichts bewegt, könne man die Muskeln auch weiter spielen lassen, sagen die Gewerkschafter vor Ort.

Die Abholung der "Leichtverpackungsabfälle" (LPV) - sprich die Gelbe Tonne und der Gelbe Sack - wird im Landkreis aufgrund des Streiks heute ausfallen. Die Papierentsorgung ist nicht direkt betroffen, die Abholung werde sich lediglich etwas verspäten, teilte das Unternehmen heute morgen mit.

Update, 11.50 UhrWie Veolia mitteilt, wird die Abholung der Gelben Säcke und Tonnen am morgigen Dienstag und am Mittwoch dieser Woche nachgeholt. Die Bürgerinnen und Bürger mögen bitte ihre Tonnen weiter zur Abholung bereit stellen, bis diese geleert worden sind.
Autor: red

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Kommentare
KeinKreisverkehr
09.03.2026, 11:37 Uhr
Lohnerhöhung
Viel Erfolg den Streikenden und bleibt stark!
Querdenker
09.03.2026, 11:44 Uhr
Was erreicht man damit?
Der Müll bliebt liegen... Oder verteilt sich in der Stadt...

Gewerkschaften sind sowas von überholt ...

Der Markt bestimmt aktuell den Preis und wir alle stehen im Wettbewerb, aber nicht national. Sondern mit Indien und China...

Mehr Freizeit und mehr Lohn, viel Glück... Eines dieser Gründe warum immer mehr Firmen krachen gehen....

Aber Wirtschaft hat glaube ich noch nie einer verstanden ?! Aber mehr Freizeit und Geld kommt ja dann vom Amt...
Echter Sundhäuser
09.03.2026, 14:01 Uhr
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
Totofino
09.03.2026, 15:07 Uhr
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Stadtbewohner
09.03.2026, 15:57 Uhr
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