eic kyf msh nnz uhz tv nt
Sa, 13:02 Uhr
07.03.2026
Zertifikatslehrgänge für Menschen mit Beeinträchtigung

Lebenshilfe investiert in berufliche Bildung

Die Werkstätten der Nordthüringer Lebenshilfe sind seit 1. März 2026 Mitglied im Netzwerk Zertifikatslehrgänge der integraMensch aus Bamberg. Das Ziel dieses Netzwerkes ist die Einbeziehung von Menschen mit Behinderung in das System der regulären Aus- und Weiterbildung...

Dazu werden Zertifikatslehrgänge bereitgestellt, die von Kammern oder Fachschulen für betriebsinterne Berufsbildungs- und Arbeitsplätze zertifiziert sind. Damit wird ein deutliches Zeichen für die Weiterentwicklung der beruflichen Bildung von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen und Menschen mit psychischen Erkrankungen in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen gesetzt.

v.l.: Stefan Kronberger, Koordinator Berufsbildungsbereich; Melanie Schimmel, pädagogische Leitung; Kerstin Benke, Sozialarbeiterin; Karsten Sochurek, Werkstattleiter (Foto: Nordthüringer Lebenshilfe) v.l.: Stefan Kronberger, Koordinator Berufsbildungsbereich; Melanie Schimmel, pädagogische Leitung; Kerstin Benke, Sozialarbeiterin; Karsten Sochurek, Werkstattleiter (Foto: Nordthüringer Lebenshilfe)

Durch die Zusammenarbeit wird die Qualität der Bildungsangebote im Eingangsverfahren sowie im Berufsbildungsbereich nachhaltig weiterentwickelt und auf ein neues fachliches Niveau gehoben.

Anzeige symplr (1)
Das Netzwerk Zertifikatslehrgänge steht bundesweit für moderne und personenzentrierte berufliche Bildung in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM), insbesondere für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen. Im Mittelpunkt stehen individuell angepasste Lernangebote, praxisnahe Qualifizierung sowie die konsequente Orientierung an beruflichen Kompetenzen und realen Arbeitsanforderungen. Ziel ist es, Teilnehmende bestmöglich auf eine dauerhafte Teilhabe am Arbeitsleben und – wenn möglich – auf Übergänge in den allgemeinen Arbeitsmarkt vorzubereiten.

Mit dem Beitritt setzen die Nordthüringer Werkstätten konsequent die aktuellen Anforderungen der Bundesagentur für Arbeit sowie das neue Fachkonzept für das Eingangsverfahren und den Berufsbildungsbereich um. Dieses stellt stärker als bisher die individuellen Kompetenzentwicklung, transparente Bildungsplanung sowie arbeitsmarktnahe Qualifizierungsbausteine in den Fokus und fordert eine moderne, inklusive Ausrichtung der beruflichen Rehabilitation.

Im Eingangsverfahren werden Fähigkeiten, Interessen und Unterstützungsbedarfe systematisch ermittelt, um einen passgenauen Eingliederungsplan zu entwickeln. Aufbauend darauf vermittelt der Berufsbildungsbereich fachliche, soziale und persönliche Kompetenzen durch praxisorientiertes Lernen, Qualifizierungsbausteine und betriebliche Erprobungen. Damit wird die Grundlage für selbstbestimmte berufliche Perspektiven geschaffen.

Die Nordthüringer Werkstätten stärken mit der Mitgliedschaft im Netzwerk ihre strategische Ausrichtung hin zu einer zeitgemäßen, qualitätsgesicherten und inklusiven beruflichen Bildung. Für die Teilnehmenden bedeutet dies verbesserte Bildungsstrukturen, innovative Lernmethoden und neue Chancen auf berufliche Entwicklung und gesellschaftliche Teilhabe.

Mit diesem Schritt unterstreicht die Nordthüringer Lebenshilfe ihren Anspruch, berufliche Bildung in den Werkstätten kontinuierlich weiterzuentwickeln und Menschen mit Beeinträchtigungen bestmögliche Zukunftsperspektiven zu eröffnen.
Kerstin Benke
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Wanderwölfin
07.03.2026, 15:48 Uhr
Berufliche Bildung
Nicht erst anfangen wenn der "Junge "62 Jahre alt ist, sondern viel früher.
Kommentar hinzufügen
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)