Mo, 12:06 Uhr
02.03.2026
4. Sinfonierkonzert des Loh-Orchesters
Ziemlich beste Freunde
Am 14. März um 18 Uhr im Haus der Kunst in Sondershausen sowie am 15. März um 18 Uhr im Theater Nordhausen lädt das Loh-Orchester Sondershausen zum 4. Sinfoniekonzert unter dem Titel Ziemlich beste Freunde ein. Im Mittelpunkt steht eine der bewegendsten Freundschaftsgeschichten der Musikgeschichte: die Beziehung zwischen Joseph Joachim und Johannes Brahms...
Ein wunderbares Beispiel, dass Musik Brücken baut statt Mauern zu errichten, liefert die Freundschaftzwischen Joseph Joachim und Johannes Brahms – eine Geschichte der Versöhnung. Die beiden waren Brüder im Geiste, bis ein fataler Scheidungsprozess beinahe alles zerstörte. Joachim unterstellte seiner Frau Amalie – einer profilierten Sängerin, für die Brahms etliche Lieder schrieb – eine Affäre mit dem Verleger Fritz Simrock. Im anschließenden Rosenkrieg ergriff Brahms Partei für Amalie. Wie die Wogen besser glätten als mit einer Komposition? Musik verbindet.
Nach Jahren der Funkstille komponierte Brahms 1887 als Versöhnungsgeste sein Doppelkonzert für Violine und Violoncello. Es ist Jospeh Joachim und seinem Quartettkollegen Robert Hausmann gewidmet, die das Werk auch gemeinsam mit Brahms 1887 in Köln uraufführten.
Im 4. Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters werden es der international konzertierende Noé Inui (Violine) und Sebastian Hennemann (Violoncello), Solo-Cellist des Loh-Orchesters Sondershausen, interpretieren. In eine frühlingshafte Stimmung versetzt uns Robert Schumanns 1. Sinfonie – feurig, jugendlich, geboren aus Freude und Zuversicht.
Zur Entstehungszeit hatte Schumann gerade den Hausstand mit seiner Frau Clara gegründet. Schwärmerischer und jugendlicher hat er kaum je komponiert; man glaubt dem Komponisten, wenn er schreibt, dass dieses Werk in »feuriger Stunde geboren« sei. Der Beiname »Frühlingssinfonie« ist deshalb auch als spontaner Ausdruck eines freudigen persönlichenGlücks zu verstehen.
Robert Schumann war es, der sich begeistert über Joseph Joachims Ouvertüre zu »Hamlet« – die zu Beginn des Konzertes erklingen wird – äußerte und diese in einem Konzert aufführen wollte und um Überstellung der Partitur bat.
Die Uraufführung am 23. März 1854 im Leipziger Gewandhaus wurde von der Kritik positiv aufgenommen: »Das Ganze ist gewaltig, durchaus gesund, die Ideen sind bedeutend, die Behandlung des Orchesters oft glänzend«.
Der belgische Dirigent Martijn Dendievel ist Chefdirigent der Hofer Symphoniker und seit Januar 2026 Chefdirigent des Symfonieorkest Vlaanderen. Seit seinem Gewinn des Deutschen Dirigentenpreises
2021 sowie Auszeichnungen mit verschiedenen Preisen beim Donatella Flick-Wettbewerb und der International Conducting Competition Rotterdam wird er von Orchestern weltweit eingeladen.
Autor: redEin wunderbares Beispiel, dass Musik Brücken baut statt Mauern zu errichten, liefert die Freundschaftzwischen Joseph Joachim und Johannes Brahms – eine Geschichte der Versöhnung. Die beiden waren Brüder im Geiste, bis ein fataler Scheidungsprozess beinahe alles zerstörte. Joachim unterstellte seiner Frau Amalie – einer profilierten Sängerin, für die Brahms etliche Lieder schrieb – eine Affäre mit dem Verleger Fritz Simrock. Im anschließenden Rosenkrieg ergriff Brahms Partei für Amalie. Wie die Wogen besser glätten als mit einer Komposition? Musik verbindet.
Nach Jahren der Funkstille komponierte Brahms 1887 als Versöhnungsgeste sein Doppelkonzert für Violine und Violoncello. Es ist Jospeh Joachim und seinem Quartettkollegen Robert Hausmann gewidmet, die das Werk auch gemeinsam mit Brahms 1887 in Köln uraufführten.
Im 4. Sinfoniekonzert des Loh-Orchesters werden es der international konzertierende Noé Inui (Violine) und Sebastian Hennemann (Violoncello), Solo-Cellist des Loh-Orchesters Sondershausen, interpretieren. In eine frühlingshafte Stimmung versetzt uns Robert Schumanns 1. Sinfonie – feurig, jugendlich, geboren aus Freude und Zuversicht.
Zur Entstehungszeit hatte Schumann gerade den Hausstand mit seiner Frau Clara gegründet. Schwärmerischer und jugendlicher hat er kaum je komponiert; man glaubt dem Komponisten, wenn er schreibt, dass dieses Werk in »feuriger Stunde geboren« sei. Der Beiname »Frühlingssinfonie« ist deshalb auch als spontaner Ausdruck eines freudigen persönlichenGlücks zu verstehen.
Robert Schumann war es, der sich begeistert über Joseph Joachims Ouvertüre zu »Hamlet« – die zu Beginn des Konzertes erklingen wird – äußerte und diese in einem Konzert aufführen wollte und um Überstellung der Partitur bat.
Die Uraufführung am 23. März 1854 im Leipziger Gewandhaus wurde von der Kritik positiv aufgenommen: »Das Ganze ist gewaltig, durchaus gesund, die Ideen sind bedeutend, die Behandlung des Orchesters oft glänzend«.
Der belgische Dirigent Martijn Dendievel ist Chefdirigent der Hofer Symphoniker und seit Januar 2026 Chefdirigent des Symfonieorkest Vlaanderen. Seit seinem Gewinn des Deutschen Dirigentenpreises
2021 sowie Auszeichnungen mit verschiedenen Preisen beim Donatella Flick-Wettbewerb und der International Conducting Competition Rotterdam wird er von Orchestern weltweit eingeladen.


