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Di, 09:02 Uhr
13.02.2007

Grenzwachturm unterm Hammer

Nordhausen (nnz). Vom 24. Februar bis 1. März veranstaltet die Sächsische Grundstückauktionen AG ihre traditionellen Frühjahrsauktionen. An vier Tagen kommen in Leipzig, Chemnitz, Dresden und Erfurt 175 Immobilien mit einem Auktionslimit von rund 2,7 Millionen Euro (Summe der Mindestgebote) unter den Hammer. Was davon aus Thüringen „zu haben ist“, das hat jetzt die nnz erfahren.


Zur Versteigerung stehen vor allem Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie Grundstücke aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Hinzu kommen ausgefallene Immobilien wie Herrenhäuser, ein Gefängnis, ein Grenzwachturm und ein ehemaliges Sanatorium. Aus dem Freistaat Thüringen werden 39 Objekte versteigert. Die Mindestgebote liegen zwischen 500 und 350.000 Euro.

Ein neuer Besitzer wird für das Hotel „Goldener Ring“ in Weida (Kreis Greiz) gesucht. Das direkt am Marktplatz gelegene Gebäude umfasst 27 Einzel- und Doppel sowie vier Maisonettezimmer, ein Restaurant mit Kreuzgewölbesaal und Terrasse. Der Startpreis für das seit 2006 auf zehn Jahre verpachtete Hotel liegt bei 350.000 Euro. Dies ist der höchste Startpreis einer Immobilie auf der Auktion.

In Altenburg steht eine denkmalgeschützte ehemalige Polizeiinspektion auf der Auktionsliste. Das Gebäude wurde um 1750 errichtet und liegt in der Nähe der Brüderkirche. Das Mindestgebot beträgt 48.000 Euro. Mit 10.000 Euro startet die Versteigerung der ehemaligen Stadtschule in Altenburg. Um 1870 erbaut, wurde sie später als Fachschule für Sozialpädagogik genutzt. Eine frühere Justizvollzugsanstalt wird aus Gotha zur Versteigerung gebracht. Für das Haftgebäude mit originaler Sicherheitsausstattung wie Gittertüren, Durchreichen und Mehrfachverriegelung müssen mindestens 29.000 Euro geboten werden.

Aus Schleiz (Saale-Orla-Kreis) kommen eine denkmalgeschützte Fabrikantenvilla und das dazugehörige Betriebsgebäude unter den Hammer. Die um 1891 erbaute Villa weist viele Originaldetails wie verzierte, schmiedeeiserne Balkonbrüstungen und farbigen Deckenstuck auf. Der Startpreis liegt bei 10.000 Euro. Ein ehemaliges Forsthaus in Neustadt am Rennsteig (Ilm-Kreis) steht ebenfalls zur Versteigerung. Für den um 1860 errichteten Bau mit Pferdekoppel und Scheune müssen Interessenten mindestens 8.000 Euro bieten. Aus Wolfersdorf bei Berga/Elster (Kreis Greiz) kommt ab 1.000 Euro ein ehemaliges Pfarrhaus unter den Hammer.

Der Startpreis für ein ehemaliges Clubhaus in Katzhütte (Kreis Saalfeld-Rudolstadt) liegt bei 1.000 Euro. Das frühere Ferienheim „Chrysopras“ mit Saal- und Küchenanbau in Bad Blankenburg (Kreis Saalfeld-Rudolstadt) kann ebenfalls ab 1.000 Euro ersteigert werden.

Zu den kuriosen Immobilien der diesjährigen Frühjahrsauktionen zählen ein Teilbereich eines ehemaligen Truppenübungsplatzes in Erfurt-Melchendorf (Mindestgebot 500 Euro), ein Wachturm in Lehesten (Kreis Saalfeld-Rudolstadt) auf dem ehemaligen Grenzstreifen zwischen DDR und BRD (Startpreis 1.000 Euro) und ein ehemaliges Kontrollgebäude des Zollamtes in Probstzella (Saalfeld-Rudolstadt), das mit einem Mindestgebot von 2.500 Euro auf der Auktionsliste steht.

Die thüringischen Immobilien werden am 1. März im Victor´s Residenz Hotel in Erfurt versteigert. Detaillierte Informationen zu allen 175 Immobilien und zum Auktionsablauf enthält der kostenlose Auktionskatalog. Er kann telefonisch unter 0361-550 660 und im Internet unter www.sga-ag.de bestellt werden.
Autor: nnz

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