Sa, 09:02 Uhr
10.02.2007
Wurmkur im Theater Nordhausen
Nordhausen (nnz). Normalerweise müsste Ronald Winter jetzt in einem Architekturbüro sitzen. Doch den 33jährigen hat es nach dem Studium zum Theater getrieben. Die Theaterleidenschaft hat er von seiner Mutter, die ihn als Kind in verschiedene Aufführungen mitnahm. Jetzt gibt es von Winter die erste Ausstellung.
Er kann sich noch gut an die Inszenierung des Balletts The Wall (Pink Floyd) erinnern. Das damalige Bühnenbild hat ihn so fasziniert, dass er damals den Entschluss fasste, einmal Bühnenbildner zu werden. Das Bühnenbild in The Wall stammte von Elisabeth Stolze-Bley, mit der Ronald Winter jetzt am Theater Nordhausen auch zusammenarbeitet. Mit ihr hat er beispielsweise das Ballett Coppélia gemeinsam ausgestattet.
Anfang der 90er Jahre kam der gebürtige Nordhäuser zum Theaterjugendclub. Gerade 18 Jahre alt, fand er schnell Gefallen am Theater, spielte auch selbst mit – Antigone hieß das erste Stück. Doch was in der Schulzeit eher als Hobby gedacht war, wurde mehr zur Leidenschaft. Während der Zeit bei der Bundeswehr stand an den Wochenenden Theater auf dem Plan. Dass Ronald Winter schließlich Architektur studierte, war dem Beruf seines Vaters geschuldet. Er war in der Baubranche, die Baupläne beeindruckten den Sohn. Doch schon während des Studiums in Erfurt nahm das Theater einen immer größeren Platz im Leben von Ronald Winter ein. So kam er 2001 als Ausstattungsassistent schließlich ganz zur Bühne und hat seitdem auch schon mehrere Bühnenbilder gestaltet.
Doch nun lernen die Theaterbesucher eine ganz andere Seite des Nordhäusers kennen: Ronald Winter als Cartoonist. Am Samstag, 17. Februar wird um 18.30 Uhr seine erste Ausstellung im Foyer des Theaters Nordhausen eröffnet. Sie trägt den Titel Wurmkur. Was hier ein bisschen seltsam klingt, macht aber neugierig. Wo man hinblickt auf den Cartoons findet man Würmer in tagesaktuellen Themen, vom Kampf ums Theater bis hin zum Protest gegen Neonazismus oder auch einfach nur Albernheiten, die sich der Cartoonist ausgedacht hat. Aber warum ausgerechnet Würmer? Ronald Winter hat eine einfache Erklärung:
Wenn ihn in der Schule etwas nicht passte, hat er es aufgemalt. Die Figuren waren Menschen. Das Problem: Beine und Füße sahen kurios aus – die Leute haben nicht über die Witze gelacht, sondern über die Beine, die Ronald Winter gezeichnet hatte. Dann machte er die Beine einfach weg. Aus den Menschen wurden Schlangen, doch die wiederum mögen viele Leute nicht. Deshalb hat er sie etwas freundlicher, rundlicher gemacht. Das war die Geburtsstunde des Ronald-Winter-Wurms, einer ganz eigenen Spezies, die jetzt auf ca. 30 Werken im Theater-Foyer zu sehen ist.
Und mit seinen Würmern kann Ronald Winter vieles auf einem kleinen Blatt unterkriegen. Stadtmagazine haben seine Zeichnungen bereits veröffentlicht. Die Kollegen am Theater können sich auch immer über ein Cartoon freuen, wenn nämlich eine neue Premiere bevorsteht und der Ausstattungsassistent auf diese Weise sein toi, toi, toi wünscht.
Ausstellungseröffnung: 17. Februar, 18.30 Uhr, Theater Nordhausen, Foyer
Autor: nnzEr kann sich noch gut an die Inszenierung des Balletts The Wall (Pink Floyd) erinnern. Das damalige Bühnenbild hat ihn so fasziniert, dass er damals den Entschluss fasste, einmal Bühnenbildner zu werden. Das Bühnenbild in The Wall stammte von Elisabeth Stolze-Bley, mit der Ronald Winter jetzt am Theater Nordhausen auch zusammenarbeitet. Mit ihr hat er beispielsweise das Ballett Coppélia gemeinsam ausgestattet.
Anfang der 90er Jahre kam der gebürtige Nordhäuser zum Theaterjugendclub. Gerade 18 Jahre alt, fand er schnell Gefallen am Theater, spielte auch selbst mit – Antigone hieß das erste Stück. Doch was in der Schulzeit eher als Hobby gedacht war, wurde mehr zur Leidenschaft. Während der Zeit bei der Bundeswehr stand an den Wochenenden Theater auf dem Plan. Dass Ronald Winter schließlich Architektur studierte, war dem Beruf seines Vaters geschuldet. Er war in der Baubranche, die Baupläne beeindruckten den Sohn. Doch schon während des Studiums in Erfurt nahm das Theater einen immer größeren Platz im Leben von Ronald Winter ein. So kam er 2001 als Ausstattungsassistent schließlich ganz zur Bühne und hat seitdem auch schon mehrere Bühnenbilder gestaltet.
Doch nun lernen die Theaterbesucher eine ganz andere Seite des Nordhäusers kennen: Ronald Winter als Cartoonist. Am Samstag, 17. Februar wird um 18.30 Uhr seine erste Ausstellung im Foyer des Theaters Nordhausen eröffnet. Sie trägt den Titel Wurmkur. Was hier ein bisschen seltsam klingt, macht aber neugierig. Wo man hinblickt auf den Cartoons findet man Würmer in tagesaktuellen Themen, vom Kampf ums Theater bis hin zum Protest gegen Neonazismus oder auch einfach nur Albernheiten, die sich der Cartoonist ausgedacht hat. Aber warum ausgerechnet Würmer? Ronald Winter hat eine einfache Erklärung:
Wenn ihn in der Schule etwas nicht passte, hat er es aufgemalt. Die Figuren waren Menschen. Das Problem: Beine und Füße sahen kurios aus – die Leute haben nicht über die Witze gelacht, sondern über die Beine, die Ronald Winter gezeichnet hatte. Dann machte er die Beine einfach weg. Aus den Menschen wurden Schlangen, doch die wiederum mögen viele Leute nicht. Deshalb hat er sie etwas freundlicher, rundlicher gemacht. Das war die Geburtsstunde des Ronald-Winter-Wurms, einer ganz eigenen Spezies, die jetzt auf ca. 30 Werken im Theater-Foyer zu sehen ist.
Und mit seinen Würmern kann Ronald Winter vieles auf einem kleinen Blatt unterkriegen. Stadtmagazine haben seine Zeichnungen bereits veröffentlicht. Die Kollegen am Theater können sich auch immer über ein Cartoon freuen, wenn nämlich eine neue Premiere bevorsteht und der Ausstattungsassistent auf diese Weise sein toi, toi, toi wünscht.
Ausstellungseröffnung: 17. Februar, 18.30 Uhr, Theater Nordhausen, Foyer


