Fr, 15:17 Uhr
09.02.2007
Konsumlust gebremst
Nordhausen/Erfurt (nnz). Noch sind die Auswirkungen der Mehrwertsteuererhöhung zu Beginn des Jahres nicht deutlich erkennbar. Eines ist jedoch jetzt schon klar: Die Hauptlast tragen die Konsumenten. Dies ist das Ergebnis einer Sonderumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt unter rund 1.000 Unternehmen Nord- und Mittelthüringens...
Rund zwei Drittel der Unternehmen geben den Anstieg der Mehrwertsteuer für Produkte und Dienstleistungen an ihre Kunden weiter, berichtet IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Kein Wunder, dass die vorausgesagte Abschwächung des Konsumklimas bereits eingetreten ist. So wird durch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) für den Januar ein Rückgang des Konsumklimaindex auf 8,7 Punkte prognostiziert. Im Dezember lag der Wert noch bei 9,2 Punkten. Neben der Mehrwertsteuererhöhung wird den Bürgern noch durch eine Reihe weiterer Steuer- und Sozialrechtsänderungen das Geld aus der Tasche gezogen, verweist Grusser auf die vielfach vorgenommenen oder in Kürze anstehenden Beitragserhöhungen der Krankenkassen infolge der verfehlten Gesundheitsreform.
Immerhin 31 Prozent der Betriebe nehmen den höheren Steuersatz aber auf die eigene Kappe. Sie befürchten mit einer größeren Belastung den Verlust weiterer Kunden und einen Wettbewerbsnachteil gegenüber der Konkurrenz. In der Gastronomie seien dies sogar 40 Prozent der Befragten, die die Erhöhung nicht auf den Gast umlegen.
Die von der Regierung angestrebte finanzielle Entlastung der Firmen durch die Senkung der Arbeitslosenversicherung erzielt jedoch kaum die beabsichtigte Wirkung und wird durch zusätzliche Belastungen wieder aufgezehrt. Nur 8 Prozent der befragten Manager verzeichneten unterm Strich einen positiven Saldo.
Die weiterhin vorhandene Unsicherheit über die Reformpolitik der Bundesregierung zeigt sich auch darin, dass ein Viertel der Firmenchefs die Auswirkungen von Be- und Entlastungen auf das eigene Unternehmen nicht einschätzen kann und sich im Unklaren ist über die geschäftliche Entwicklung in den nächsten Monaten.
Autor: nnzRund zwei Drittel der Unternehmen geben den Anstieg der Mehrwertsteuer für Produkte und Dienstleistungen an ihre Kunden weiter, berichtet IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Kein Wunder, dass die vorausgesagte Abschwächung des Konsumklimas bereits eingetreten ist. So wird durch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) für den Januar ein Rückgang des Konsumklimaindex auf 8,7 Punkte prognostiziert. Im Dezember lag der Wert noch bei 9,2 Punkten. Neben der Mehrwertsteuererhöhung wird den Bürgern noch durch eine Reihe weiterer Steuer- und Sozialrechtsänderungen das Geld aus der Tasche gezogen, verweist Grusser auf die vielfach vorgenommenen oder in Kürze anstehenden Beitragserhöhungen der Krankenkassen infolge der verfehlten Gesundheitsreform.
Immerhin 31 Prozent der Betriebe nehmen den höheren Steuersatz aber auf die eigene Kappe. Sie befürchten mit einer größeren Belastung den Verlust weiterer Kunden und einen Wettbewerbsnachteil gegenüber der Konkurrenz. In der Gastronomie seien dies sogar 40 Prozent der Befragten, die die Erhöhung nicht auf den Gast umlegen.
Die von der Regierung angestrebte finanzielle Entlastung der Firmen durch die Senkung der Arbeitslosenversicherung erzielt jedoch kaum die beabsichtigte Wirkung und wird durch zusätzliche Belastungen wieder aufgezehrt. Nur 8 Prozent der befragten Manager verzeichneten unterm Strich einen positiven Saldo.
Die weiterhin vorhandene Unsicherheit über die Reformpolitik der Bundesregierung zeigt sich auch darin, dass ein Viertel der Firmenchefs die Auswirkungen von Be- und Entlastungen auf das eigene Unternehmen nicht einschätzen kann und sich im Unklaren ist über die geschäftliche Entwicklung in den nächsten Monaten.

