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So, 11:11 Uhr
08.02.2026
Heimatgeschichte

Genesis antiqua

Ilfelds Geschichte beginnt lange vor jenem Moment, an dem sich im 14. Jahrhundert ein Ort im heutigen Sinne formte, der heute als Gründung datiert wird. Wer die Wurzeln verstehen möchte, sollte tiefer blicken und Tim Schäfer weiß wohin man schauen muss...

Der Blick geht in jene Zeit, in der Namen noch Herrschaftsräume bezeichneten, in der Klöster Landschaften prägten und in der kleine Siedlungen wie Ohe und Espe die Keimzellen bildeten.

Auch im 11. und 12. Jahrhundert begegnet Ilfeld in den Quellen – jedoch nicht als Dorf, sondern als Bezeichnung eines feuchten Feld und Talbezirkes an der Bere, vermutlich mit einem frühen Herrschaftssitz. Die dort ansässigen Dynasten führten den Namen vermutlich als Herkunftsbezeichnung, ganz wie die Grafen von Lohra oder die Hohnsteiner. Der Name Ilfeld ist damit älter als jede spätere Siedlung, die ihn trägt – ein Echo aus einer Zeit, in der politische Räume noch nicht durch Orte, sondern durch Familien geprägt wurden. Erst eine getrennte Betrachtung der Ebenen – Herrschaftsname, frühe Siedlungskerne und klösterliche Ortsbildung – lässt die Entwicklung Ilfelds klarer hervortreten.

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Ohe, im späten 12. Jahrhundert in einer Stiftungsurkunde für das Kloster belegt, erscheint als entwickelter Ort. Er bildete eine wirtschaftliche Grundlage der klösterlichen Gründungserweiterung. Dass sein Name später verschwand, ist ein bekanntes Phänomen klösterlicher Neuordnung: Die Struktur bleibt, der alte Name tritt zurück. Espe tritt u.a. durch die päpstliche Bestätigungsurkunde von 1247 hervor. Die Nennung „Espe, mit Wäldern, Äckern, Weingärten, Gerechtigkeiten usw.“ zeigt, dass der Ort bereits vollständig in den Besitz des Klosters übergegangen war. Auch Espe war also ein eigenständiger, älterer Ort, der in der neuen Struktur aufging.

Das Kloster als Motor einer neuen Ortsbildung
Mit der Gründung und dem Ausbau des Marienklosters Ilfeld der Prämonstratenser entwickelt sich schließlich ein neuer Siedlungskern, der den alten Herrschaftsnamen hält. Die klösterliche Infrastruktur zieht Handwerk, Verwaltung und Wirtschaft an; Ohe und Espe werden integriert, ihre Bewohner Teil eines neuen, geistlich geprägten Zentrums. So verschmelzen drei historische Schichten zu dem, was später als Ilfeld erscheint und sich entwickelt. Diese Dreigliedrigkeit prägt bis heute das Ilfelder Wappen – ein stiller Hinweis auf eine Geschichte, die weit tiefer reicht, als es die später angenommene Ortsgründung vermuten lässt.

Einladung zu einem historischen Abend in der Neanderklinik Harzwald
Am 13. März lädt die Neanderklinik Harzwald zu einem besonderen geschichtlichen Exkurs in ihr Museum Krypta ein. Unter dem Titel „Die Grafschaft Hohnstein & das Kloster Ilfeld im Hochmittelalter“ nimmt Referent Tim Schäfer die Besucher mit auf eine Zeitreise. Wer diese Entwicklung detailreich im Fachvortrag erleben möchte, hat am 13. März um 19 Uhr im Museum Krypta der Neanderklinik Harzwald in Ilfeld Gelegenheit dazu. Ein Abend, der Geschichte nicht nur erklärt, sondern erlebbar macht – und der zeigt, wie eng die Wurzeln unserer Heimat mit den großen Bewegungen des Mittelalters verflochten sind.

Veranstaltungsdaten:
Wann: 13. März, 19 Uhr Wo: Museum Krypta der Neanderklinik Harzwald
Die Grafschaft Hohnstein & das Kloster Ilfeld im Hochmittelalter:Aufbruch. Macht. Einfluss. – Eine Epoche formt eine Region
Weitere Informationen: www.harztor.de/2026/01/10/aufbruch-macht-und-einfluss-eine-historische-reise-in-das-hochmittelalter / (harztor.de in Bing)
Tim Schäfer
Autor: red

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